
- Robot Chicken - Adult Swim
Als Matthew Senreich in seiner Eigenschaft als Redakteur des US-Magazins "ToyFare", das sich mit Sammelfiguren beschäftigt, ein Interview mit dem Schauspieler Seth Green führte, stellten die beiden Männer fest, dass sie viel gemeinsam haben. Zusammen entwickelten sie die Idee zu einer Comedyserie, in der die Popkultur mittels Puppen, Actionfiguren, Robotern und anderen Spielzeugen parodiert wird. Ein Menü auf der Speisekarte eines chinesischen Restaurants in West Hollywood gab der Show schließlich ihren Namen: "Robot Chicken".
Die erste Episode ging am 20. Februar 2005 auf dem amerikanischen Cartoon Network in der Reihe "Adult Swim" auf Sendung. Anfang des Jahres 2010 wurden eine fünfte und eine sechste Staffel genehmigt. In Deutschland wird "Robot Chicken" im Pay-TV auf dem Sender TNT-Serie ausgestrahlt.
Der Vorspann zu "Robot Chicken" und der Aufbau jeder Episode
Im Vorspann zu jeder "Robot Chicken"-Episode ist der verrückte Wissenschaftler Fritz Huhnmörder (er hat tatsächlich diesen deutschen Namen) zu sehen, der auf einer Straße ein überfahrenes Huhn findet und dieses mit in sein Labor nimmt. Er stattet das Tier mit elektronischen Teilen aus, erweckt es wieder zum Leben und fesselt es an einen Stuhl, wo es sich auf zahlreichen Fernsehern unterschiedliche Sendungen gleichzeitig ansehen muss. Die Titelmelodie stammt von Les Claypool, der auch den einzigen Satz im Vorspann ruft: "It’s Alive!".
Nach dieser Titelsequenz besteht jede der 11-minütigen Folgen aus mehreren Sketchen, in denen verschiedene Spielzeugfiguren agieren. Wie es dem Zappen durch die Fernsehprogramme entspricht, wird von Sketch zu Sketch gesprungen, ohne dass es eine fortlaufende Handlung gibt. Der irre Fritz und sein Roboterhuhn sind nur selten in einer Sequenz dabei, doch es zeigen sich eine Reihe von wiederkehrenden Figuren. Dazu gehören beispielsweise der Nerd, ein schmächtiges Kerlchen mit Brille und Hasenzähnen, dem lauter Sachen passieren, von denen Teenager träumen, oder der "Bloopers Host", ein aufgedrehter Moderator, der Filmpannen zeigt.
Gedreht werden die Episoden in altmodischer Stop-Motion-Technik, bei der viele Einzelbilder zusammengefügt werden, um Bewegung vorzutäuschen.
Die Spottobjekte in "Robot Chicken"
Obwohl vereinzelt auch politische Themen aufgegriffen werden, drehen sich die schwarzhumorigen Sketche in "Robot Chicken" doch überwiegend um Personen und Geschehnisse der Popkultur. So werden vor allem Fernsehserien, Filme, Comics, Bücher, Werbung, Computerspiele, Musiker und Prominente durch den Kakao gezogen. Auch andere typische Elemente der Konsumgesellschaft, wie große Getränkemarken, Fast-Food-Ketten, Internetunternehmen, Spielzeughersteller und Freizeitparks, bekommen ihr Fett weg.
"Robot Chicken" hat dabei auch einige Lieblingsopfer, die häufiger parodiert werden, wie zum Beispiel "Star Wars". So wurden 2007 und 2008 zwei "Star Wars"-Specials in doppelter Spiellänge produziert.
Berühmte Gastsprecher in beinahe jeder Folge
Als Film- und Fernsehschauspieler besitzt Seth Green viele Kontakte in Hollywood und gewinnt für beinahe jede Folge von "Robot Chicken" interessante Gastsprecher, die diversen Figuren ihre Stimmen leihen. Oftmals sprechen die Prominenten ihre eigenen Spielzeugfiguren-Abbilder in den Sketchen und beweisen damit Mut zur Selbstparodie.
Zum erweiterten Sprechercast gehören unter anderem Sarah Michelle Gellar, mit der Green in der Erfolgsserie "Buffy – Im Bann der Dämonen" zusammenarbeitete, der aus "Scrubs – Die Anfänger" bekannte Donald Faison sowie Mila Kunis, die durch die Serie "Die wilden Siebziger" berühmt wurde.
Unter den vielen prominenten Gastsprechern, die schon in "Robot Chicken" zu hören waren, finden sich Actionstar Jean-Claude Van Damme, Filmschauspieler Ethan Hawke, Rapper Snoop Dogg, Hollywoodproduzent George Lucas, Oscarpreisträgerin Charlize Theron und Comiclegende Stan Lee.
