Anstehendes Fußball-Europameisterschafts-Endspiel gegen Rock-Konzert – für Lunatic kein Problem. Die Münchner Rockband versteht es, auch ein Mini-Publikum zu mobilisieren. Die fünf Bandmitglieder um Leadsänger Armin Lindner - Mike Eder und Michi Glas an den Gitarren, Bernd Hennemann am Bass, am Schlagzeug Thomas Vollmann und Martin Schreib an den Keyboards rocken sowieso immer soundstark, was das Zeug hält. Das passt hundertprozentig zu der Hitze draussen. Mit Rebel yell und White wedding (Billy Idol) legt die Band gleich noch ein paar Kohlen mehr aufs Feuer.

Rocksänger Armin Lindner schreit den Schrei, wie „The rebel“ selbst druckstark hinaus, bis die Fans von ihren Stühlen aufspringen. „Hier kommen Stücke, die nur Wenige kennen“, kündigt der Lunatic-Screamer Head Games (Foreigner) an. Der Sänger ist trotz Hitze oder Leere voll in seinem Element, zieht das Publikum diabolisch in seinen Bann. Coole Bassriffs und ein Gang des Gitarristen durch die tanzenden Fans heizen die Stimmung weiter an. Mike Eder spielt vor dem Podium Perfect strangers (Deep Purple) zum Greifen nah. Dass hier nichts fremd ist, sondern alles vertraut – das weiß das Publikum schon seit Anbeginn. Homepagestimmen zeugen vom regen Austausch zwischen Fans und Band: „Tausend Dank für den supertollen Abend im Podium, bin jetzt noch ganz beflügelt ...“ Rocking greetings von Daniela. Oder Karin: „Hallo Jungs, Super Konzert heute im Podium. Macht weiter so."

Die zweite Runde eröffnet der Bass

„Kann hier jemand Bass spielen – wo ist der Bassist“, fragt der Sänger in die Runde, bis Bassmann Bernd Hennemann zum zweiten Set wieder auf die Bühne springt und mit Anytime anywhere (Gotthard) hart und heavy den Rhythmus vorgibt. Den folgenden Song Turn up the radio der amerikanischen Rockband (Autograph) interpretiert Lunatic mit vier Voices und Leadsänger Armin Lindner reicht mit variationsreicher Solostimme Here I go again (Whitesnake) als besonderen Leckerbissen hinterher.

Beim Song Let it be (Gotthard) kommen Keyboards-Fans voll auf ihre Kosten. Martin Schreib an den Tasten brilliert mit einem Opening - Keyboarder und Sänger geben damit diesem exzellenten Rocksong eine gebührende Plattform. Bis die Band den Deutsch-Rocker Marius Müller Westernhagen mit Sexy grüssen läßt. Der amerikanisch/britischen Rockband Foreigner machen die Münchner Rocker mit einer Interpretation von Urgent alle Ehre. Gitarrist Mike Eder reisst seine Fender herum - die kleine Masse der Tanzenden tobt – und Armin Lindner ruft den Fans besänftigend zu: „Ihr könnt schon da bleiben, wir spielen noch Eins: Born to rock ´n´ roll (Cliff Richard).

Dieser Ausschnitt aus dem reichhaltigen Repertoire von Lunatic macht Riesenappetit auf mehr: „Am 28. Juli 2012 spielt die Band zum Sonnenuntergang auf dem Puchheimer Stadtfest, am 18. August 2012 auf dem, drei Tage andauernden Sommer-Stadtfest in Burglengenfeld bei Regensburg und als Jahresauftakt am 26. Januar 2013 im Münchner Schlachthof. Als ständige Rockband rocken Lunatic im Münchner Podium sowieso – trotz Fußball, Hitze, Blitz und Donner.

Studio CD: Made to Rock zum Kaufen oder Downloaden.

Quelle: Vor-Ort-Recherche, Blitzinterview mit Keyboarder Martin Schreib