„Nach dem Tod gibt es nichts mehr, und deshalb will ich bis dahin jede Sekunde schön leben.“ Rolf Eden sagt, es war immer ein Glücksfall, dass er immer nur Glück hatte. Rolf Eden ist Playboy, Exhibitionist und Geschäftsmann. Wenn er einen Tag nicht in Zeitungen steht (die er sich alle täglich kauft), ist er schrecklich traurig. Peinlichster Berliner (Stadtmagazin Tip) von nahezu 4 Millionen Einwohnern zu sein, darauf ist er stolz, weil: wer ist das schon?

Rolf Eden wechselte vom Nachtclub- über zum Immobilien-Besitzer

Der ehemalige Nachtclub-Besitzer ist inzwischen 82 Jahre jung und besitzt 14 Mietshäuser mit ca. 800 Wohnungen in Berlin. In den 1950er und 1960er Jahren prägte er mit dem Eden-Saloon (Old Eden) die Nachtclub-Szene auf Berlins Kudamm. Weitere Clubs folgten: New-Eden, Eden-Playboy-Club, Kabarett Schlüsselloch, Big Eden, Blue Tattoo und Eden Theater. Rolf Eden liebt die Kameras und wirkte seit 1959 als Schauspieler in etlichen Filmen („Das Testament des Dr. Mabuse“, „Richy Guitar“) mit.

Einst als Jude geflüchtet, kehrte Rolf Eden 1956 wieder zurück nach Berlin

„Geld macht sexy - Wenn sich eine Frau nicht gefällt, dann kauf ich ihr 'nen neuen Busen, dann lass ich ihr was einbauen. Das hat sich natürlich herumgesprochen bei den Damen.“ Er selbst ist mehrmals geliftet (mit 39 Jahren konnte er kaum noch sehen, da durch das Nachtleben seine Augen bereits fast zu waren, die Lider herunterhingen). Sieben Kinder hat er, und unzählige Frauen hatte er. Mit Tausenden schlief er, drei davon liebte er. Seiner über 60 jährigen Tochter erzählt er vor der Kamera, dass ihre Mutter nicht unter diesen dreien war. Seine sieben Kinder, jedes von einer anderen Frau, reden nicht schlecht von ihrem Vater, der für seine ehrliche Direktheit bekannt ist. Regisseur Peter Dörfler („Achterbahn“) filmt Rolf Eden mit seiner Dekaden jüngeren Geliebten „Brischiit“, die er von seinem Wert überzeugt wie ein Kleinod vorführt.

Einst von den Nazis verfolgt, lockte man Rolf Eden 1956 wieder nach Berlin zurück

Als 14jähriger jobbte er mit Freunden als Musiker und ernährte sich mehr oder weniger bereits selbst, nachdem er als Jude von den Nazis nach Haifa floh und später, 1948/49, in Israels „Gründungskrieg“ beteiligt war. Er kehrte nach Berlin zurück, als er in Paris in einer Zeitung las, dass jeder im Ausland lebende Berliner 6.000 Mark erhalte, wenn er 1956 wieder nach Berlin zurück komme. Damit konnte man natürlich etwas anfangen!

Welt-Stars wie die Rolling Stones und Beatles feierten auf Rolf Edens Partys

Ingrid Steeger war eine der ersten, die pünktlich um 0:00 Uhr bei Gegröhle in seinen Disco-Pool sprang. Tischtelefone, Go-Go-Girls, Revue-Girls – 1964 gabs kaum Clubs mit DJ's - und er hatte gleich eine „Oben-Ohne“-Djane! Er war der erste, der Travestie in einem ganz normalen Laden machte und Leute reihenweise in Ohnmacht fielen, weil sie es nicht glauben konnten, dass das ein Mann war. Die Rolling Stones kamen, die Beatles, Klaus Kinski, Harald Juhnke (er war Jury bei den Miss-Wahlen), Richard von Weizsäcker, Boney M., Nachtclub-Party-Queen Brigitte Mira. Mit Chauffeur fuhr Rolf Eden von Club zu Club zu Club zu Club und zu Club: Jedem in seinen fünf Clubs „Guten Tag“ zu sagen – das war seine Arbeit. Grinsend sagt er in die Kamera: „Das einzig schwere war, nachts das Geld zu zählen.“ Mit 16 Jahren besuchte er bereits mit seinem Papi einen Puff, erzählt er bei Maischberger und von „Flatrates“, wo 20 Frauen breitbeinig liegen – „besser geht’s doch nicht für nen Mann“, lacht er vor einer sichtlich schockierten Sozialpädagogin und Frauenrechtlerin im TV.

Die DVD-Extras beinhalten Deleted-Scenes (Cannes, Bodensee, Djs, Israel Itzhaki, Jehuda – The Painter, Kalinka) und Super-8-Filme (Filmset, Joggen, Rom).

DVD „The Big Eden“ erschien am 11. Mai 2012 bei Senator Home Entertainment