"Romantischer Weihnachtsmarkt" Schloss Thurn & Taxis Regensburg

Adelserdäpfelpfanne auf dem Romantischen Weihnacht - K. Mieth
Adelserdäpfelpfanne auf dem Romantischen Weihnacht - K. Mieth
Zur Weihnachtszeit glitzert und glänzt ganz Regensburg. Ein besonderes Highlight ist der "Romantische Weihnachtsmarkt" auf Schloss Thurn und Taxis.

Ganz Regensburg ist dieser Tage im Weihnachtsmarktfieber. Weihnachtsmarkt reiht sich an Weihnachtsmarkt. Wandert der Besucher durch die Stadt, wird er empfangen von weihnachtlichen Düften auf dem künstlerischen Markt, auf dem Markt im mittelalterlichen Stadtkern und auf dem Weihnachtsmarkt hinter der steinernen Brücke, die als „Mittelalterliches Wunder“ gilt. Die „Steinerne“ wurde im Jahr 2006 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und ist neben Dom und fürstlichem Schloss St. Emmeram das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt Regensburg. Die Brücke wurde in den Jahren 1135 bis 1146 erbaut, war mit 16 Brückenbögen ursprünglich 330 Meter lang, und zu Zeiten des Mittelalters Symbol der reichen Handelsstadt. Als einzige Überquerung der Donau war sie seinerzeit Verbindungsstück zwischen Ulm und Wien. Auf dem Weihnachtsmarkt nahe der Brücke können Besucher einen Bratapfel-Glühwein zu Regensburger Schmankerln geniessen. Wieder zurück über die historische Brücke führt der Weg zum „Romantischen Weihnachtsmarkt“ auf Schloss Thurn und Taxis, der alljährlich Kunsthandwerk und weihnachtliche Köstlichkeiten aus der Region in fürstlichem Ambiente präsentiert.

Der romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis zu Regensburg

Aus der Schmankerl-Küche bietet der historische Weihnachtsmarkt scharfe Adelserdsäpfel vom Schlossgeist mit Kräutern oder vegetarische Fingernudeln „Altbayerisch“ aus einer Pfanne, die mehr als einen halben Meter misst. Solche Köstlichkeiten aus der traditionellen „Gusseisernen“ gibt es nur auf dem „Romantischen Weihnachtsmarkt“ von Schloss Thurn und Taxis zu Regensburg. Gäste können alljährlich heissen Glühwein aus dem Feuertopf oder bereits in Flaschen abgefüllte Geister geniessen. Am Stand der Regensburger Gartenamt-Mitarbeiter wird seit Jahr und Tag Hochprozentiges aber auch Sanftes (Rotwein) gereicht. In der Freizeit gebannt und auf dem „Romantischen Weihnachtsmarkt“ an die Besucher gebracht, kommt der Erlös sozialen Zwecken zugute. Die edlen Brände, Geiste oder Liköre von „Salutaris“ werden aus Vogelbeeren oder Schwarzen Johannisbeeren hergestellt. Die Früchte für Zwetschgenwasser, Schlehen-Likör oder Wein sind handverlesen und werden zu Unikaten verarbeitet. Die Verköstigung der Gäste durch die ortsansässige Schnapsbrennerei hat eine lange Tradition auf dem „Romantischen Weihnachtsmarkt“. Traditionell und der Natur verpflichtet sind auch die Schafsmilchseifen von Waltraud Schenk. Die liebevoll verpackten kleinen Schmuckstücke duften nach Schokolade oder Olive, werden kaltgerührt, mit Kräutern vermengt, zu Blütenformen und Tiergesichtern geschnitten oder zu Seifennadeln geraspelt. Das Christkindl Julia Dorfner aus Regensburg können Besucher täglich im glitzernden Festgewand auf dem Markt antreffen. „Es ist für mich eine ganz besondere Ehre, hier in diesem Jahr auf dem „Romantischen Weihnachtsmarkt“ auf dem Schloss das Christkind für die Kinder zu repräsentieren“, sagt der blonde Engel Julia.

Im Rund der historischen Stände zwischen Körbl-Zäunern, Bürstenmachern und Besenbindern

Im Eisentopf über den züngelnden Flammen brodelt die Feuerzangenbowle, die von den Gästen des Weihnachtsmarktes wohlwollend gustiert wird. In Tannen-verputzten Hütten werden handwerklicher Christbaumschmuck aus Glas und geschmackvoll handgefertigte Kerzen feil geboten, während nebenan der urtümliche Holzofen angeheizt wird. Stilvoll fürstlich wandern die Besucher von Stand zu Stand, vom Körbl-Zäuner zum historischen Bürstenmacher und vom Kerzenzieher zum Wollfilzer. Zur Schlussfeier am 23. Dezember 2011 werden Marktbesucher und die Musiker der „Falkner Hornbläser“ wieder gemeinsam im Kerzenschimmer „Stille Nacht – Heilige Nacht“ anstimmen.

Zurück führt der Weg aus dem Schlossgarten heraus entlang leuchtender Fackeln. Von Ferne wird der Besucher Regensburgs schon des Doms mit seinen 105 Metern Höhe gewahr, der überragendes Zeugnis der Gotik in Bayern ist (13. Jahrhundert). Der Bau des Gotteshaus aus sieben Jahrhunderten betrug 600 Jahre. In den Jahren 1834 bis 1838 erneuerte König Ludwig I. von Bayern einige Glasfenster im Westteil des Doms und mit der Fertigstellung der Türme in den Jahren 1859 bis 1872 erhielt die Kathedrale ihre endgültige Form. Was viele Gäste nicht wissen - mit dem Dom St. Peter steht an diesem Ort bereits das zweite Gotteshaus, denn bis zum Jahr 1250 stand dort der romanischer Dom, der wegen Baufälligkeit abgebrochen werden musste.

Quellen: Vor-Ort-Recherche. Informationsmaterial zum „Romantischen Weihnachtsmarkt“.

Fotostudio München, All eyes on you

Katti Mieth - Nach dem Studium Wirtschafts-und Gesellschaftskommunikation in Berlin lernte ich die Agenturarbeit kennen, wurde in den 80er Jahren ...

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