Rosmarin ist die Heilpflanze des Jahres 2011

Der Naturheilkundeverein NHV Theophrastus kürte den Rosmarin zur Heilpflanze 2011. Er hilft bei Verdauungsproblemen, Rheuma und niedrigem Blutdruck .

Rosmarinus officianlis ist die Heilpflanze 2011, so beschloss es der Naturheilkundeverein NHV Theophrastus auf einer Tagung des Heilkräuter Fachsymposiums im Kloster St. Marienstern. Rosmarin ist ein altes Heilmittel. Heute vielen als Gewürz in der mediterranen Küche bekannt, kann der Rosmarin auch bei vielen gesundheitlichen Problemen wie Verdauungsstörungen, chronischen Erschöpfungssyndromen und Beschwerden des rheumatischen Formenkreises helfen.

Viele ätherische Öle

Der wohlriechende Rosmarinstrauch stammt aus der Familie der Lippenblütlergewächse (Lamiaceae). Rosmarin liebt es warm und wächst wild bevorzugt in Mittelmeerländern. Der wirksamkeitsbestimmende Bestandteil des Rosmarins sind seine Blätter. Diese enthalten ätherisches Öl (1,8- Cineol, Kampfer), Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide.

Wirkung von Rosmarin

Die Inhaltsstoffe der Rosmarinblätter wirken aktivierend und tonisierend auf das Herzkreislaufsystem, entkrampfend im Bereich der Gallenwege und des Dünndarms, entzündungshemmend, antimikrobiell, antiviral und antioxidativ. Äußerlich wirkt das ätherische Öl der Rosmarinblätter hautreizend und durchblutungsfördernd.

Hilfe bei Rheuma und niedrigem Blutdruck

Durch seine aktivierende Wirkung kann der Rosmarin zur Tonisierung bei allgemeinen Schwächezuständen, bei chronischen hypotonen Kreislaufbeschwerden sowie bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden. Bei rheumatischen Beschwerden hat sich eine äußerliche Anwendung mit Rosmarinöl zur allgemeinen Durchblutungsförderung bewährt.

Antioxidantien in der Lebensmittelindustrie

In der Lebensmittelindustrie nutzt man die antioxidative Wirkung des Rosmarins. Vor allem die Carnolsolsäure des Rosmarins zeigt ein ausgeprägtes antioxidatives Potential. Die Antioxidantien des Rosmarins werden ohne Angabe von E-nummern als „Gewürzextrakt“ auf der Packung gekennzeichnet. Man findet diese Stabilisatoren in Saucen und Wurst. Aber auch in Nahrungsergänzungsmitteln und in kosmetischen Präparaten wird Rosmarin als Antioxidans zwecks längerer Haltbarkeit eingesetzt.

Darreichungsformen wie Medizinalwein und Tee

Eine Möglichkeit, Rosmarin therapeutisch zur allgemeinen Tonisierung einzusetzen, ist die Anwendung in Form eines Medizinalweins. Dafür werden 15 g Rosmarinblätter mit einer Flasche Weißwein übergossen und darin 5 Tage ziehen gelassen. Anschließend werden die Rosmarinblätter abfiltriert. Davon wird täglich ein kleines Likörgläschen getrunken. Auch die Zubereitung eines Tees gegen Verdauungsbeschwerden ist möglich. Dafür werden 1 Teelöffel Rosmarinblätter mit einer Tasse 200 ml kochendem Wasser übergossen, bedeckt stehen gelassen und anschließend abgegossen. Wer Rosmarin innerlich anwenden möchte, sollte die Tagesdosis von 5 g Rosmarinblätter nicht überschreiten.

Für die äußerliche Anwendung bei rheumatischen Beschwerden eignet sich eine Salbe mit Rosmarinöl (z.B. Rosmarin-Salbe 10% von Weleda) oder auch im nichtentzündlichen Stadium ein Vollbad mit Rosmarin.

Wann man Rosmarin nicht anwenden darf

Da Rosmarin aktivierend wirkt, sollte man, um Schlafstörungen zu vermeiden, keinen Rosmarintee direkt vor dem Schlafengehen trinken. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man auf Rosmarin verzichten.

Die Heilpflanzenkunde ersetzt bei Beschwerden nicht den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers. Auch übernehmen weder Autor noch Suite 101 Verantwortung für die Risiken einer Eigenbehandlung infolge des Artikels.

Sonja Moormann - Sonja Moormann ist Heilpraktikerin und Apothekerin. Sie führt eine eigene Naturheilpraxis in Bad Soden mit den Schwerpunkten: ...

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