R.S. Connett – Der Künstler illustriert düstere Zukunftsvisionen

Sie scheint bunt und fröhlich zu sein - die Kunst von R.S. Connett. Doch bei näherer Betrachtung sind pessimistische und düstere Zukunftsvisionen erkennbar.

Sein Stil ist von ganz besonderer Skurrilität geprägt – die Kunstwerke, die R.S. Connett illustriert, scheinen aufgrund der farbenfrohen Gestaltung zunächst fröhlich zu wirken, doch bei genauerer Betrachtung offenbaren sich eher düstere und pessimistische Visionen. Zwar empfindet R.S. Connett selbst seine Kunstwerke nicht als pessimistisch – zumindest nicht immer –, doch die Sichtweise seiner Betrachter kann er gut nachvollziehen. Zwar spiegeln die Visionen des amerikanischen Künstlers das wieder, was er fühlt, aber die Empfindungen entstehen dennoch aufgrund des Verstandes – schließlich macht er sich ernsthafte Gedanken über die Zukunft der Welt.

R.S. Connett – Gedanken über die Selbstzerstörung der menschlichen Spezies

Die Inspiration für die düsteren Zukunftsvisionen, die R.S. Connett in seinen Kunstwerken darstellt, entstammt aus seinem Glauben, dass die Welt und somit auch die menschliche Spezies am Ende ist. Vor allem das exponentielle Wachstum der Weltbevölkerung, so meint der Künstler, ist einer der Gründe, weshalb das Ende unserer Zivilisation bevorstehe. Schließlich weiß R.S. Connett, dass der Lebensraum knapp wird – seit dem Jahre 1840 ist die Bevölkerung von einer Milliarde Menschen bis heute auf knapp sieben Milliarden Menschen gewachsen. Doch nicht nur die Überbevölkerung ist für R.S. Connett ein Problem – auch durch Umweltverschmutzung setzt die menschliche Zivilisation die Selbstzerstörung in Gang.

Aus der Hoffnung eines alternativen Aussterbens der menschlichen Spezies schöpft R.S. Connett eine weitere Inspiration, die in seinen Kunstwerken zum Tragen kommt. Der Künstler hält es für möglich, dass der Mensch sich zu einer ganz neuen Lebensform entwickelt, welche eine andere Sicht der Dinge hat, Probleme sicher erkennt und sie zu lösen versteht. So könne vielleicht eine Mischform beziehungsweise die Vereinigung aus Mensch und Maschine ein Schritt in die richtige Richtung sein, um etwas Besseres zu werden.

R.S. Connett – vom Versicherungsmakler zum Künstler

Bevor R.S. Connett als reiner Künstler tätig wurde – professionell erst seit etwa dem Jahre 2004, war er Manager in einer Filmfirma und besaß als Versicherungsmakler eine eigene Firma. Da er seine bisherigen Berufe jedoch nie wirklich mochte, ist er froh darüber, Kunstwerke erschaffen zu können. Zwar lebt der Amerikaner inzwischen von seiner kreativen Beschäftigung, aber finanzielle Sicherheit habe er bislang noch nicht erlangt. Und wenn R.S. Connett seine Bilder malt, denkt er auch nicht daran, seine Bilder verkaufen zu müssen, er konzentriert sich nur auf den künstlerischen Prozess. Weiterhin meint der Künstler, seine Bilder seien stil-technisch noch nicht ausgereift, weshalb noch ein weiter Weg vor ihm liege. Trotzdem ist der Künstler mit seinen düsteren Zukunftsvisionen ganz zuversichtlich. Doch objektiv gesehen kann gesagt werden, dass der amerikanische Künstler, wie beispielsweise auch Jason Beam, einen einzigartigen Stil gefunden hat, seinen düsteren Visionen Ausdruck zu verleihen.

M. Fernholz, M. Fernholz

M. Fernholz - Nach meiner Ausbildung zum Siebdrucker, die ich in einem Disc-Presswerk absolvierte, arbeitete ich dort zunächst als Anlagenfahrer an ...

rss