Rührei – ein schnelles Gericht einfach gemacht

Rühreier sind leicht und schnell gemacht. Mit ein wenig Fantasie werden sie zu einer kleinen Delikatesse.

Leider sind Rühreier ein wenig in den Hintergrund gerutscht, obwohl sie ein schnelles und gesundes Gericht in der alltäglichen Küche zu Hause sind. Leicht und sehr variabel passen sie zu fast allem, was gegessen werden kann.

Rührei international und mit Geschichte

Wann jemand auf die Idee kam, Eier zu verschlagen und in etwas Fett zu braten, ist nicht überliefert. Mit Sicherheit war das noch zu einer Zeit, in der das Aufschreiben von Rezepturen für ein Essen einfach nicht üblich war. Vielleicht lag es auch daran, dass noch niemand das Schreiben erfunden hatte.

Eier haben unsere Vorfahren schon sehr lange gegessen. Mit der Entdeckung, wie das Feuer gezähmt wird, kam sicherlich auch das eine oder andere gegarte Ei hinzu. Und irgendwann das Rührei.

Wie dem auch sei: Rühreier werden wohl rund um den Globus gegessen. Und zu Recht. Sind Eier doch gut für die menschliche Ernährung.

Rührei und Omelett unterscheiden sich nur wenig

Nicht selten werden die Begriffe „Rührei“ und „Omelett“ für die gleiche Sache benutzt. Dabei gibt es einen kleinen feinen Unterschied.

Er besteht im Aufschlagen der Eier. Bei einem Omelett wird alles ordentlich vermischt, während das Rührei noch gut erkennen lässt, was Dotter ist und wie das Eiweiß sich in fantasievollen Formen um es legt.

Rührei besteht in erster Linie aus Eiern

Rührei zuzubereiten ist sehr einfach. Für eine Person rechnet man zwei bis drei Eier, je nach Hunger kann es aber auch mehr sein, was in die Pfanne geschlagen wird. Ein wenig Salz, dazu Pfeffer und das war es schon an Zutaten für das Grundrezept.

In einer Pfanne wird Butter, Butterschmalz oder Pflanzenöl zerlassen. Nicht zu heiß werden lassen, eher auf zwei Dritteln der Wärme lassen. Die Eier verbrennen sonst und garen nicht vernünftig durch. Außen schwarz und innen wabbelig, das mag wohl kaum jemand essen.

Dann werden die Eier in die Pfanne geschlagen und gewürzt. Besser ist es, die Eier in eine Schüssel zu schlagen. Oft bleiben kleine Eierschalen zurück, die aus der Eimasse heraus gefischt werden sollten. Sie knacken beim Essen unangenehm in den Zähnen. Stockt das Ei bereits in der Pfanne, wird es schwierig, die kleinen Schalenstückchen zu angeln.

Wer mag, schlägt die Eier ein wenig mit der Gabel, dass die Dotter aufgehen. Doch sollten die Eier nicht zu stark vermischt werden, denn sonst werden sie zu einem Omelett, bei dem die Eimasse einheitlich ist.

Ein gutes Rührei wird geschoben

Wenn die Eier in der Pfanne sind, darf nicht sofort angefangen werden, mit einem Pfannenwender darin herumzurühren, als sollte ein Schaumbad daraus werden.

Erst einmal müssen die Eier ein wenig stocken. Die Hitze, die in der Pfanne ist und nun auf die Eier einwirkt, verändert das Eiweiß und lässt die komplizierten Strukturen ganz anders werden. Der Effekt dieser chemischen Reaktion ist, dass die Eier nicht mehr flüssig bleiben, sondern beginnen fest zu werden.

Also erst einmal die Hitze etwas ihre Arbeit tun lassen und dann geht es mit dem Rühren los. Eigentlich ist es kein Rühren, sondern genau genommen ein behutsames Schieben. Weg mit der Gabel und dem Schneebesen und den Pfannenwender geholt. Das nun am Pfannenboden bereits etwas gestockte Ei wird von außen nach innen geschoben. Sonst wird alles wieder einheitlich wie bei einem Omelett. Und es wird grob stückig, wie eben nur ein Rührei sein sollte.

Immer wieder schieben und dann wieder ein wenig stocken lassen, bis es keine flüssigen Eier mehr gibt. Dann ist das Rührei fertig. Im Gegensatz zum Omelett darf ein Rührei ruhig etwas angebräunt sein.

Rührei fein, Rührei deftig

Eier lassen sich grenzenlos mit anderen Zutaten kombinieren. Beim Rührei ist es ebenso: Es kommt rein, was schmeckt. Probieren, kreativ sein. Bei Eiern kann man sich so richtig ausleben.

Kräuter, Gewürze, Schinkenwürfel, Erbsen, Trüffel, Kaviar, Räucherfisch, Tomaten, Pilze, Käse, Zwiebeln, Bratenfleisch vom Vortag, Salami, Chorizo und noch so viel mehr. Oder so, wie es eine Berühmtheit für eine andere tat: Georges Auguste Escoffier soll seiner Freundin Sarah Bernhardt Rühreier serviert haben, die mit einer aufgespießten Knoblauchzehe gerührt (besser: geschoben) worden waren. Ein leichtes Knoblaucharoma für die berühmte Schauspielerin. (nach Arnold Zabert, Kochen – Die neue große Schule, Zabert Sandmann Verlag, 1993). Wie die Freundschaft zwischen den beiden Berühmtheiten aussah, wissen die Historiker vielleicht. Wie jedoch dieser Freundschaftsbeweis schmeckte, ist nur eine Pfanne, ein paar Eier und eine Knoblauchzehe weit entfernt.

Bianca Dräger - Das Leben ist zu kurz, um ungesund und schlecht zu essen! Bianca Dräger ist 41 und lebt im Raum Hannover. Verheiratet mit zwei ...

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