Rugby – vom Strip auf dem Feld und purer nackter Männlichkeit

Rugby - ein Sport auch ohne Strip sehenswert - Tim Reinhart - Pixelio.de
Rugby - ein Sport auch ohne Strip sehenswert - Tim Reinhart - Pixelio.de
In Neuseeland wird das „Nackt-Rugby-spielen" immer beliebter. Am Rande der Rugby-WM spielten die „Nude Blacks" gegen spanische „Stripperinnen".

Rugby ist in Neuseeland so beliebt wie in Deutschland der Fußball. Vom 9. September bis zum 23.Oktober 2011 findet dort die Rugby-Weltmeisterschaft statt. Doch am Rande des Großereignisses, an dem 20 Länder wie Südafrika, Argentinien, Australien, Tonga und Italien teilnehmen, ist in diesem Jahr eine besondere Mannschaft ins Blickfeld der Medien geraten. Das Außergewöhnliche dabei ist, dass es ein Team ist, das bei der Weltmeisterschaft eigentlich überhaupt nicht mitspielt. Es sind auch nicht die vielen Siege oder die brutale harte Spielweise, die sie so berühmt haben werden lassen. Nein, es ist eine Besonderheit der etwas anderen Art, die sie zur Sensation machen. Der Grund, der diese Mannschaft ins Rampenlicht der Medien rücken lässt, ist von ganz anderer Natur. Die Rugbyspieler sind völlig unbekleidet. Sie spielen nackt.

Das Nackt-Rugby-Team „Nude Blacks“ ist in Neuseeland beliebt

Die „Nude Blacks“, so der Name des Teams, gibt es schon seit 2002. Das erste Nackt-Rugby-Spiel fand damals am Strand von Dunedin, der zweitgrößten Stadt Neuseelands statt und war ursprünglich nur als Jux gedacht. Niemand hätte sich damals erträumen lassen, wie beliebt das Nackt-Rugby werden würde. Es wurde so populär, dass bisher jedes Jahr in Dunedin dieses Match der etwas anderen Art stattgefunden hat. Dieses Jahr ist es das neunte Mal. Und in diesem Jahr ist Neuseeland auch Gastgeber der Weltmeisterschaft.

Rugby-Nationalmannschaft „All Blacks“ sind Namensgeber

Die „All Blacks“, die neuseeländische Nationalmannschaft, gelten als Titelaspirant bei dieser Weltmeisterschaft im eigenen Land. Sie tragen ihren Namen im wahrsten Sinne zu Recht, denn sie spielen (alle) in Schwarz. Und die „All Blacks“ standen auch bei der Namensgebung der Mannschaft der Klamottenlosen, der „Nude Blacks“, Pate. Doch im Gegensatz zu den „All Blacks“ spielen diese nicht in Schwarz, sondern splitterfasernackt, wie Gott sie schuf.

Sogar eine junge Frau spielt nackt bei dem Rugby-Team mit

Aber der „kleine“ Unterschied in Sachen der Kleiderfrage, hält die „Nude Blacks“ in keiner Weise davon ab, bei diesem harten Männersport richtig zur Sache zu gegen. Den Gegner packen, zu Boden werfen und ab und an dem Gegenspieler unbemerkt einen Stoß in die Seite verpassen, das geht alles auch ohne Kleidung. Es ist schon ein wenig verwunderlich, dass die „Nudes“ auf sämtlichen Schutz verzichten, zumal man bei dieser Körper betonten und brutalen Sportart mit Schlägen und Verletzungen grundsätzlich rechnen muss. Und in dieser harten Männerwelt fühlt sich seit Neuestem scheinbar auch eine junge Frau pudelwohl. Rachel Scott, eine 21-jährige Studentin, spielt bei den „Nude Blacks“ mit, und dies wohlgemerkt als einzige Frau in einem Team voller nackter Männer. Und wie es sich für eine „Nude Blacks“ gehört ohne Höschen und BH. Rugby, das ist für Rachel ihr „favorite sport“. Wie sehr muss sie diesen Sport lieben, wenn sie bei Temperaturen knapp über den Gefrierpunkt – es ist Winter in Neuseeland - vollkommen nackt aufs Spielfeld geht, um sich mit nackten Männern um einen Ball zu prügeln?

Strip junger attraktiver Frauen als Waffe gegen pure Männlichkeit

Im vergangenen Juli spielten die „Nude Blacks“ gegen die „Fiji invitational side“ und gewannen 20 zu 10. Zur Weltmeisterschaft wollte man an dem Erfolg anknüpfen. Zu diesem besonderen Ereignis hatte man sich einen ganz speziellen Gegner auserkoren. Die gegnerische Mannschaft reiste von weit her an. Sie kam aus Spanien, genau genommen aus Barcelona. Ihr Name: „Las Conquistadoras“. Er bedeutet übersetzt „die Eroberinnen“. Genau, sie haben richtig gelesen, „die Eroberinnen“. Der Gegner der nackten Rugby-Männermannschaft waren Frauen, bekleidete Frauen. Und dieses Match versprach richtig interessant zu werden, denn die hübschen Spanierinnen stellten unter bestimmten Voraussetzungen in Aussicht, sich ihrer Kleidung zu entledigen, also einen Striptease hinzulegen.

Das Spiel hielt, was es versprochen hatte. Die spanischen Mädels traten bereits leicht bekleidet, in schwarzen Shorts und blauen Shirts, an. Nach dem traditionellen Haka, dem Kriegstanz der Maori, den die „Nude Blacks“ genauso wie ihr Vorbilder, die Spieler die Nationalmannschaft, vor jedem Spiel zur Einschüchterung der Gegner zelebrieren, ging es dann los. Etwaige Berührungsängste waren, sofern es sie überhaupt gegeben hatte, schnell über Bord geworfen. Die Spieler und Spielerinnen kämpften verbissen um jeden Ball. Beide Teams schenkten sich nichts. Und immer dann, wenn die spanischen Damen erfolgreich waren, gab es etwas für die Augen der Zuschauer (und nicht nur für die). Die Spielerinnen zogen ein Teil aus. Dem Publikum wurde auf diese Weise neben dem ohnehin spannenden Spiel ein Strip der besonderen Art geboten.

Striptease erfolgreich - Spanierinnen standen in Unterwäsche da

Und wer kann es den 1.500 überwiegend einheimischen Zuschauern verübeln, wenn diese bald mehr für die heißblütige Spanierinnen, den eigentlichen Gegnerinnen der Kiwis, klatschten und jubelten, als für die eigene Mannschaft. Viele unter ihnen werden sogar insgeheim gehofft haben, dass die Senhoritas noch einige Punkte mehr als das eigene Team machen. Zu guter Letzt standen zwei attraktive, spanische Mädels am Ende des Spiels in Unterwäsche da. Bei einem Spielendstand von 25 zu 20 für die „Eroberinnen“ aus der alten Welt hätte sich so mancher Zuschauer gewünscht, dass das Match noch etwas länger gegangen wäre.

Eines ist gewiss. Das Spiel der spanischen Dessous-Mädels auf Striptease-Trip gegen nackte neuseeländische Männlichkeit wird mit Sicherheit dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben, insbesondere auch wegen der so manchen erotisch aufgeladenen Kampfszenen. Jedenfalls werden die nackten Kiwis künftig noch für so manches Aufsehen erregendes Match sorgen. Wetten?

Vincenzo Pascale, Foto: Marco Pascale

Vincenzo Pascale - Unsere (Lebens-)Zeit auf diesem Planeten ist begrenzt, so dass es schade wäre, sich nur mit einer Sache zu beschäftigen. Es gibt ...

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