Rugby WM 2011 in Neuseeland

Vom 9. September bis 23. Oktober treffen sich die besten Rugby-Teams der Welt zur Rugby-Weltmeisterschaft 2011 in Neuseeland.

Die 7. Rugby-Weltmeisterschaft wird am 9. September mit dem Spiel zwischen Gastgeber Neuseeland und Außenseiter Tonga im Eden Park von Auckland eröffnet. Im größten Stadion Neuseelands, das insgesamt 60.000 Zuschauern Platz bietet, findet am 23. Oktober auch das Endspiel statt. Weitere Austragungsorte der insgesamt 48 WM-Spiele sind Wellington (Westpac Stadium), Hamilton (Waikato Stadium), Dunedin (Forsyth Barr Stadium), Whangarei (Okara Park), Rotorua (Rotorua International Park), New Plymouth (Yarrow Stadium), Invercargill (Rugby Park Stadium), Nelson (Travalgar Park), Napier (McLean Park), Palmerston Park (Arena Manawatu) und North Shore City (North Harbour City). Ursprünglich sollten auch sieben WM-Partien im AMI-Stadium in der zweitgrößten neuseeländischen Stadt Christchurch stattfinden. Diese sind allerdings nach dem Erdbeben im Februar 2011 in andere Spielorte verlegt worden.

Titelverteidiger Südafrika

Titelverteidiger bei der Rugby-Weltmeisterschaft ist Südafrika. Die Südafrikaner setzten sich bei der WM 2007 in Frankreich im Endspiel mit 15:6 gegen England durch. Als Favoriten gelten diesmal neben den Südafrikanern auch der zweimalige Weltmeister Australien (1991 und 1999) sowie Vize-Weltmeister England und Gastgeber Neuseeland, der zum zweiten Mal eine Rugby-WM austragen darf. Die WM-Premiere 1987 fand in Neuseeland und Australien statt.

20 Teams in vier Vorrunden-Gruppen

Insgesamt 20 Teams aus allen Kontinenten kämpfen in vier Vorrundengruppen mit jeweils fünf Teams um den Einzug in das Viertelfinale. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe schaffen den Sprung in die Runde der besten Acht. In der Vorrundengruppe A bekommt es Gastgeber Neuseeland mit dem zweimaligen Vize-Weltmeister Frankreich (1987 und 1999) sowie den Außenseitern Tonga, Kanada und Japan zu tun. Während Kanada bereits 1991 in England das WM-Viertelfinale erreicht hat, hoffen Tonga und Japan erstmals auf den Sprung unter die besten Acht. Die großen Favoriten auf den Titel bei der Rugby WM 2011 in Neuseeland sind neben dem Titelverteidiger Südafrika auch der zweimalige Weltmeister Australien (1991 und 1999) und Gastgeber Neuseeland.

In Gruppe B sind der Weltmeister von 2003 und Vize-Weltmeister 2007 England und der starke WM-Dritten von 2007 Argentinien die Favoriten auf den Einzug in das Viertelfinale. England hat bereits im März mit seinem Sieg beim prestigeträchtigen Six Nations Cup, dem Treffen der sechs besten europäischen Rugby-Teams, seine gute Form unter Beweis gestellt. Im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale werden auch Schottland gute Chancen eingeräumt. Die kampfstarken Schotten, die bei sechs WM-Teilnahmen bereits fünfmal das Viertelfinale erreicht haben, gelten bei einigen Experten sogar als Geheimfavorit auf den Titel. Die klaren Außenseiter in dieser Gruppe sind Georgien und Rumänien.

Der zweimalige Weltmeister Australien (1991 und 1999) geht bei der Rugby WM 2011 als klarer Favorit in die Spiele der Vorrundengruppe C. Die besten Chancen auf den begehrten zweiten Viertelfinal-Platz werden WM-Stammgast Irland (sechs WM-Teilnahmen) eingeräumt. Als klare Außenseiter gelten dagegen die Teams aus Italien und der USA sowie der einzige WM-Debütant dieser Titelkämpfe, Russland.

In Gruppe D scheint der zweimalige Weltmeister Südafrika (1995 und 2007) auf dem Weg in das Viertelfinale nicht aufzuhalten. Beim Kampf um den zweiten Tabellenplatz zeichnet sich ein spannender Zweikampf zwischen dem WM-Dritten von 1987, Wales, und Fidschi ab. Samoa und Namibia gelten in dieser Gruppe als Außenseiter.

Die Vorrundengruppen der Rugby-WM 2011 im Überblick:

Gruppe A:

Neuseeland

Frankreich

Tonga

Kanada

Japan

Gruppe B:

England

Argentinien

Schottland

Georgien

Rumänien

Gruppe C:

Australien

Irland

Italien

USA

Russland

Gruppe D:

Südafrika

Wales

Fidschi

Samoa

Namibia

Andreas Neustadt, Andreas Neustadt

Andreas Neustadt - Bereits seit 1997 bin ich als Journalist tätig. Nach einem Praktikum in einer Lokalredaktion der Elbe-Elster-Rundschau begann ich ...

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