
- Ruhestand an der Costa Blanca - Rainer Sturm/Pixelio
Die RTL-Doku "Ruhestand am Ruhestrand - Deutsche Rentner an der Costa Blanca" zeigt anhand persönlicher Schicksale Licht und Schatten eines Altersruhesitzes im Ausland auf. Die Sendung, in deren Fokus ein Leben in Spanien steht, wird am Sonntag, den 19. Juni 2011, um 22.50 Uhr ausgestrahlt.
RTL-Doku "Ruhestand am Ruhestrand - Deutsche Rentner an der Costa Blanca"
Die ehemalige Lehrerin Ilse Kübler und der Unternehmer Jürgen Bayer haben vor elf Jahren ihre Heimat Deutschland verlassen, sich eine großzügige Finca an der Costa Blanca in Spanien gekauft und genießen seitdem ihren Platz an der Sonne. Das wechselhafte Wetter in Deutschland wollten sie ganz einfach nicht mehr erleben und erfüllten sich mit ihrer Residenz in Spanien einen Traum, den viele Deutsche träumen. Sie genießen jetzt ihren Ruhestand, ernten Obst aus dem eigenen Garten, spielen Golf und engagieren sich sozial für ihre deutschen Landsleute in Spanien. Sie organisieren Konzerte und Spielenachmittage, gesellige Treffs und bereiten jetzt ein großes Fest vor, zu dem als Gäste mehrere Hundert deutsche Gäste erwartet werden. Die meisten von ihnen sind Rentner.
Ilse und Jürgen sind zum Mittelpunkt des sozialen Lebens der deutschen Rentner an der Costa Blanca geworden. An der Costa Blanca leben etwa 200.000 Deutschsprachler. Sie finden hier alles. Es gibt einen deutschen Metzger, einen deutschen Bäcker, deutsche Kneipen und Restaurants mit deutschem Angebot und im Advent sogar deutschen Christstollen im Supermarkt. Und überall können sie sich in deutscher Sprache unterhalten. Eigentlich ist alles so „wie früher“ in Deutschland, nur das Wetter ist schöner und wärmer.
Schattenseiten des Rentnerlebens im Ausland
Doch Ilse und Jürgen kennen aus dem eigenen Freundeskreis auch die Schattenseiten des Rentner-Daseins an der Costa Blanca. Deshalb engagieren sie sich in einem Verein, der sich um ältere Auswanderer kümmert. Manchen ist das einst viele Geld inzwischen ausgegangen, manche sind durch Krankheit isoliert worden und allein geblieben und manchen ist das Euro-Leben im einst billigen Spanien zu teuer geworden und die Rente reicht nicht mehr. Hinzu kommt die „Alltagsfalle“, in die viele Rentner ahnungslos geraten. Eine Schieflage in der Ehe in Deutschland wird nicht einfach durch schönes Wetter in Spanien behoben. Freunde, die man in Deutschland hatte, sind nicht mehr kurzfristig da, denn die Bindungen sind erst einmal abgerissen.
Spätere Fragen und Probleme des Rentnerlebens im Ausland
Im Alltag, durch das eigene Erleben und durch Erlebnisse im Bekanntenkreis kommen so wichtige Fragen auf wie: Wer pflegt mich, wenn ich zu einem Pflegefall werde? Bleibe ich oder gehe ich nach Deutschland zurück, wenn mein Partner stirbt? Und wo eigentlich möchte ich begraben werden? Dann erst wird vielen bewusst, dass sie sich auch nach 20 Jahren Aufenthalt in Spanien immer noch „wie Fremdkörper“ im Landes bewegen, dass sie allein geblieben sind und kein Spanisch gelernt haben. Ist meine neue Heimat eigentlich zu meiner Heimat geworden?
In der Not des Rentnerlebens im Ausland hilft die Diakonie
Diese grundsätzliche Fragen muss sich jeder im Ausland lebende Rentner stellen und auch ganz allein für sich rechtzeitig beantworten. Mit täglicher Hilfe steht an der Costa Blanca eine deutsche Diakoniestation bereit, die DiaCare in Calpe. Sie ist die spanische Außenstelle der Diakonie Neuendettelsau/Bayern. Die Mitarbeiter pflegen Kranke und Gebrechliche, helfen im Haushalt und erledigen kleinere Einkäufe. Sie beraten in der aktuellen Lebenssituation, nehmen die notwendige Begleitung bei Behördengängen, Arztterminen und, wenn es sein muss, ins Krankenhaus vor. Sie übersetzen die Worte des Gesprächspartners aus dem spanischen. Sie unterstützen bei Anträgen auf Pflegeversicherung und unterstützen auch durch Beratung und Organisation bei einer eventuelle Rückkehr ins Heimatland Deutschland.
Quelle: Welt, DiaCare, RTL
Bildnachweis: © Rainer Sturm/Pixelio
