Rund um die Zitrone und einfache Zitronenrezepte

Zitronenbaum - Sabine Kranich
Zitronenbaum - Sabine Kranich
Zitronen sind eine sehr vielseitige Frucht, sie unterstützen das Immunsystem und darüber hinaus gibt es eine Vielzahl köstlicher Rezepte mit Zitronen.

Zitronenbäume kommen nirgendwo wild wachsend vor. Deshalb wird angenommen, dass die ersten Zitronen hervorgegangen sind aus einer Kreuzung verschiedener Zitrusfrüchte, möglicherweise der Zitronatzitrone, der Limette und der Pomelo. Die Pomelo wiederum wurde gezüchtet aus einer Rückkreuzung von Pampelmuse und Grapefruit.

Geschichtlich belegt wurden die ersten Zitronen um 1150 nach Christi von Arabien in den Mittelmeerraum gebracht. Der Ursprung der Zitrone wird geographisch Indien und Pakistan zugeordnet. Damit ist erklärt, warum Zitronenbäume wärmeliebende Pflanzen sind.

Zitronenbäume blühen mehrmals im Jahr und haben deshalb Früchte in verschiedenen Reifestadien am Baum hängen. Die Früchte benötigen ungefähr ein Jahr, um sich von kleinen grünen Fruchtknospen bis hin zu gelben, reifen und großen Zitronen zu entwickeln. Geerntet werden sie im Sommer. Es gibt verschiedene Zitronensorten, die aber im Geschmack nicht sehr variieren, denn Zitronen schmecken mehr oder weniger sauer.

Gesundheitlich positiv wirkende Bestandteile der Zitrone

Zitronen sind reich an Vitamin C und anderen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, wie Pektin und Flavonoiden. Bekannt ist, dass der Zitronensaft eine immunstärkende Wirkung hat. Das im Fruchtfleisch enthaltene Pektin unterstützt die Bauchspeicheldrüse und somit die Verdauung. Die in den Zwischenhäuten des Fruchtfleisches vorkommenden Flavonoide sollen der Entstehung von Krebs entgegenwirken und einem Herzinfarkt vorbeugen, die Arterien werden gereinigt und das Blutfett gesenkt. Die Liste der gesundheitsfördernden, positiven Eigenschaften dieser Frucht ist lang. Aber es gibt darüber hinaus auch andere, gut schmeckende Verwendungsmöglichkeiten für Zitronen.

Rezepte mit Zitronen oder Zitronensaft

  • Zitronensafteiswürfel: reiner Zitronensaft wird in Eiswürfelbehälter eingefroren, um mit diesen nach Wunsch und Geschmack sommerliche Getränke zu verfeinern.
  • Selbstgemachter Zitronensirup: eine gleiche Menge Zitronensaft und Zucker wird solange verrührt, bis sich der Zucker völlig aufgelöst hat. Der so entstandene Zitronensirup wird mit Mineralwasser aufgegossen und fertig ist eine Zitronenlimonade, die süßer oder weniger süß schmeckt, abhängig vom Mischungsverhältnis Sirup und Wasser.
  • „Kalte Ente“, eine Zitronenbowle. Dazu werden ungespritzte Zitronen in ein Zentimeter dicke Scheiben geschnitten und mit diesen Scheiben wird eine Bowleschüssel auf dem Boden und den Seiten ausgelegt. Danach werden die Zitronenscheiben mit Zucker bestäubt und alles wird so stehen gelassen, bis die Zitrone Saft gezogen hat. Anschließend wird die Bowle aufgegossen mit kohlesäurehaltigem Mineralwasser, Sekt und Weißwein zu gleichen Teilen. „Kalte Ente“ ist eine herrlich erfrischende Sommerbowle, die wegen ihres vergleichsweise geringen Zuckergehalts darüber hinaus auch noch sehr bekömmlich ist.
  • Zitronenschalentee: wohlschmeckend ist nicht nur Tee mit zugesetztem Zitronensaft, sondern auch ein Tee, der hergestellt wird aus heißem Wasser und der Schale einer halben, ungespritzten Zitrone. Je nach Geschmack kann diesem Tee Honig oder ein Schuss Schnaps zugegeben werden.
  • Grog: Der Saft einer Zitrone wird mit etwas Rum vermischt, mit heißem Wasser aufgegossen und mit Honig gesüßt. Wohltuende körperliche Wärme ist die garantierte Folge nach dem Trinken eines Grogs.
  • Zitronenmarmelade: Dafür benötigt man 2 kg unbehandelte Zitronen und 1 kg Gelierzucker. Die Zitronen werden heiß gewaschen, die Schale von einigen Zitronen dünn abgeschält und in feine Streifen geschnitten. Die restlichen Zitronen werden geschält, in Scheiben geschnitten und die Kerne werden entfernt. Dieses Fruchtfleisch wird im Mixer zerkleinert und danach mit dem Gelierzucker und den Schalenstreifen gemischt. Wenn alles vier Minuten lang sprudelnd gekocht hat, wird die fertige Marmelade sofort in vorbereitete Gläser gefüllt und mit Schraubverschlüssen verschlossen. Die fertig gefüllten Gläser einige Minuten auf dem Kopf stellen, damit sie besser halten.
  • Schneller Zitronenkuchen: 200 Gramm weiche Butter wird mit 200 Gramm Zucker, einem Päckchen Vanillinzucker, vier Eiern und dem Saft und der Schale einer Zitrone gut verrührt. Unabhängig davon werden 250 Gramm Mehl, 100 Gramm Speisestärke und eine halbe Packung Backpulver miteinander vermischt. Diese Mehlmischung wird unter die erste Mischung gehoben. Den fertigen Teig in eine gefettete Kastenform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 20 bis 30 Minuten lang backen.
  • Zitronen-Ingwer-Likör: 80 Gramm frischen Ingwer dünn schälen und in feine Scheiben schneiden. Danach zwei ungespritzte Zitronen waschen, abtrocknen und die Schale dünn abschälen. Die geschälten Zitronen anschließend auspressen und 100 ml Saft zusammen mit 200 ml Wasser, 200 Gramm Zucker, Zitronenschale und Ingwer in einem Topf aufkochen. Alles 10 Minuten bei mittlerer Hitze leise köcheln lassen. Danch abkühlen lassen, 400 ml Wodka zugießen und alles auf saubere Flaschen verteilen. Die Flaschen mit dem angesetzten Likör verschließen und mindestens 2 Wochen ziehen lassen vor der ersten Kostprobe.

Es gibt eine Vielzahl von weiteren kulinarischen Verwendungsmöglichkeiten der Zitrone.

Quellen:

  1. Bernhard Voss, Citruspflanzen, Von Tropisch bis Winterhart, 1997
  2. chefkoch.de
  3. essen-und-trinken.de
Sabine Kranich, Foto: Dietfrid Kranich

Sabine Kranich - Als Diplom-Psychologin, Entspannungs- und Hypnosetherapeutin interessiere mich für andere Menschen und deren Ideen und Strategien, ...

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