Rupertikirtag in Salzburg

Salzburger Rupertikirtag - Irene Ehart
Salzburger Rupertikirtag - Irene Ehart
Am 24. September feiert Salzburg seinen Landespatron Rupert. Der Rupertikirtag ist Brauchtumsveranstaltung und Volksfest im Zentrum der Stadt Salzburg.

Sobald die letzten Akkorde des Festspielsommers verklungen sind, kehrt die Stadt Salzburg wieder zu gemütlicher Normalität zurück. Ab September gehört Salzburg den Salzburgern und jenen Gästen, die es traditionell bodenständig lieben. Auf Feste und Geselligkeit braucht trotzdem niemand zu verzichten. Salzburg gedenkt seines Landespatrons Rupert mit dem Rupertikirtag vom 21. bis 25. September 2011. Der Namenstag des Hl. Rupert wird am 24. September gefeiert, und zur Freude aller Schüler ist dieser Tag unterrichtsfrei.

Rupert, der Landespatron

Der Überlieferung nach kam Rupert im Jahr 696 von Worms nach Salzburg, gründete hier auf dem Boden der Römersiedlung Juvavum das Stift St. Peter und wurde zum ersten Salzburger Bischof ernannt. In jener grauen Vorzeit waren die Bischöfe Reisende, die von Siedlung zu Siedlung zogen und die einheimische Bevölkerung christianisierten. So entstand unter Rupert auch die Maximilianszelle in Bischofshofen. Im Lauf der Geschichte gehörte Salzburg abwechselnd zu Bayern und Österreich. So hat manches Brauchtum hier wie dort ähnliche Wurzeln.

Rupertikirtag für Junge und Junggebliebene

Auf den Plätzen rund um den Salzburger Dom geht es fünf Tage lang bunt und gesellig zu. Kinder freuen sich auf die Fahrt mit Kettenkarussell, Autodrom, Ringelspiel oder Geisterbahn. Auf Hungrige und Durstige warten jede Menge köstliche Bauernschmankerl. Ob deftige Bratwürstel mit Bier, Knödel, Steckerlfische, feines Wildragout, traditionelle Honiglebkuchen, für jeden Gusto ist etwas dabei. Man trifft sich, tauscht Urlaubserinnerungen aus und genießt die Herbstsonne.

Gelebtes Brauchtum

Als Gegenpol zu globalisierter Vereinheitlichung haben Brauchtumsveranstaltungen wie der Rupertikirtag heute einen Stellenwert wie eh und je. Viele Einheimische spazieren im traditionellen Dirndl und Hirschlederhosen oder Trachtenanzug über den Rupertikirtag. Auch bei den Jüngsten gehört die Tracht selbstverständlich dazu. Volksmusik, Volkstanz und Brauchtum, welches auf traditionelles Handwerk Bezug nimmt, machen den Rupertikirtag bunt und ereignisreich. Besonders beliebt sind der Salzburger Hanswurst und die Salzburger Bürgergarde in ihren schmucken Uniformen.

Stilvolle Souvenirs

Wer in Salzburg ein typisches Geschenk kaufen möchte, findet auf dem Rupertikirtag eine Reihe von handwerklichen Souvenirs. Der hölzerne Hampelmann, die handgefertigten Besucherpatschen, der feine Früchtelebkuchen oder die Trachtenknöpfe aus Hirschhorn, hier finden sich individuelle Geschenke, die sicher Freude machen - vielleicht gönnt man sich auch selbst etwas?!

Festgottesdienst und andere Highlights

Bei einer Kostümversteigerung des Salzburger Landestheaters kommt verrückte Trachtenbekleidung unter den Hammer, vielleicht das Outfit für den nächsten Faschingsball? Überhaupt geben Theater und Musik den fröhlichen Rahmen für das fünftägige Fest. Zahlreiche Musikkapellen sind zu hören, Opernarien, Operetten, Marionettentheater, Zaubershow und Dichterlesung runden das Programm ab. Zu Ehren des Salzburger Landespatrons wird am Sonntag im Dom das Hochamt mit Mozartmesse gelesen. Schließlich soll – bei aller weltlichen Feierlaune – auch weiterhin Gottes Segen erbeten werden.

Weitere Infos: Rupertikirtag

Irene Ehart , Irene Ehart

Irene Ehart - Geboren im Salzkammergut und seit vielen Jahren in Salzburg lebend möchte ich meinen Lesern die bezaubernde Vielfalt von Landschaft, ...

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