
- Ryan Dunn - Michael Buckner
Ryan Dunn, der auch unter den Namen "Random Hero" und "Plugs" bekannt ist, erlangte seine Popularität 2002 durch Auftritte in Videos der Band "CKY". Diese US-amerikanische Band drehte neben ihrem musikalischen Engagement vier Filme, die vor allem durch professionelle Skateboardstunts auf sich aufmerksam machten. Da diese Stuntszenen überaus beliebt bei den Zuschauern waren, startete MTV 2000 unter der Rubrik Infotainment die Produktion der "Jackass"-Serie.
Berühmt geworden mit "Jackass"
Das Konzept von "Jackass", was übersetzt soviel wie "Schwachkopf" bedeutet, war zum damaligen Zeitpunkt etwas völlig Neues: die Protagonisten zeigten Streiche und (teilweise gefährliche) Stunts sowie Mutproben, wobei nicht unbedingt Wert auf hohes Niveau gelegt wurde. In den 25-minütigen Folgen wurde der Zuschauer mit Selbsttests der Darsteller mit Elektroschockern und Brandings konfrontiert und konnten mit ansehen, wie sie durch waghalsige Aktionen ihre Gesundheit bewusst aufs Spiel setzten.Trotz der gelegentlich ekelerregenden Szenen wurde diese Serie ein Riesenerfolg; alle drei Staffeln, die bis 2002 gedreht wurden, erreichten phänomenale Einschaltquoten sowohl in den USA als später auch in Deutschland.
"Jackass" - die Filme
Aufgrund der großen Erfolgs der Serie drehte der Regisseur Jeff Tremaine 2003 den Film "Jackass: The movie", der alleine in den USA über 80 Millionen Dollar einspielte. In den Jahren 2006, 2008 und 2010 erschienen weitere Jackass-Filme, von denen der letzte der erfolgreichste war. Ryan Dunn, der in allen Teilen mitwirkte und dennoch nicht einer der Hauptstars war, bekam 2005 von MTV seine eigene Show "Homewrecker". Diese Sendung ist als Parodie auf diverse Einrichtungsshows anzusehen: Dunn tat hier das, was er am besten konnte; er spielte Menschen auf Wunsch von deren Freunden Streiche. Seit Juni 2011 moderierte er eine weitere Show in den USA: "Proving Ground".
Tod durch Autounfall
Am frühen Morgen des 20.06.2011 krachte Ryan Dunn mit überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Porsche gegen einen Baum und verstarb, ebenso wie sein Beifahrer. Ironie des Schicksals ist, dass gerade ein Auto Gegenstand einer seiner berühmtesten "Jackass"-Auftritte ist: In ein Kondom gehüllt führt er sich rektal ein Spielzeugauto ein und lässt die Zuschauer sowohl an seinem anschließenden Arztbesuch als auch an seinem Toilettengang teilnehmen. Die Trauer seiner Fans ist groß: auf diversen Internetseiten verleihen Tausende Menschen ihrer Erschütterung über Dunns frühen Tod Ausdruck. Umso mehr, als der amerikanische Filmkritiker Roger Ebert twitterte, dass "Freunde Schwachköpfe nicht trinken und fahren lassen". Mit dieser Aussage löste er einen wahren Krieg unter Twittermitgliedern aus.
Quellen: FOCUS-online vom 21.06.2011, Stern.de vom 22.06.2011
