S-Bahn Rhein-Ruhr

S-Bahn Rhein-Ruhr - Erika von Oltersdorff-Kalettka
S-Bahn Rhein-Ruhr - Erika von Oltersdorff-Kalettka
Wo einst die erste Eisenbahnstrecke Deutschlands war, befindet sich heute eines der modernsten S-Bahnnetze Europas.

In Deutschland gibt es 16 Netze, die sich als S-Bahnen bezeichnen. Eines davon ist das Netz Rhein-Ruhr, welches im Norden in Haltern am See beginnt, im Osten in Unna, nahe Dortmund, im Westen in Mönchengladbach und südlich grenzt die S-Bahn Rhein-Ruhr an die S-Bahn Köln. S-Bahnen haben sich als besondere Betriebsform aus der Eisenbahn heraus entwickelt.

Die erste deutsche Eisenbahnstrecke

Der Südast der heutigen Linie 9 des S-Bahn-Netzes Rhein-Ruhr entstand aus der ersten Eisenbahnstrecke Deutschlands, die 1831 eröffnet wurde. Damals diente die Strecke dem Kohlentransport. Sie begann an den Zechen der Ruhr und endete in Nierenhof. Die Gesamtlänge der Schmalspurstrecke betrug 7,5 km. Ab 1844 wurde die Strecke dann verlängert, von Langenberg nach Vohwinkel über Neviges. Außerdem wurde sie von Schmalspur- auf Normalspurbahn umgebaut. Die Bauarbeiten endeten 1847. Am 23. Juli wurde die Strecke eingeweiht. Da sich der Kohletransport nicht rentierte, wurde die Strecke dann für den Personenverkehr genutzt. Seit Dezember 2003 ist die Strecke elektrifiziert. Sie wird als S-Bahn Linie 9 zwischen Wuppertal und Haltern am See betrieben und hat heute eine Länge von 90 km. Damit ist sie die zweitlängste S-Bahn Strecke des Netzes Rhein-Ruhr.

S-Bahn Rhein-Ruhr heute

Insgesamt umfasst das 1967 eingeweihte Netz heute 9 Linien. Zwischen November 2008 und Dezember 2010 wurden auf 7 dieser Linien neue Elektrotriebzüge vom Typ ET 422 eingeführt. Die neuen Züge sind mit 192 Sitzplätzen, davon 16 in der ersten Klasse, ausgestattet. Sie verfügen über große Einstiegstüren und Einstiegshilfen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen sind sie durchgängig begehbar und mit Klimaanlagen ausgestattet. Außerdem verfügen sie über ein visuelles und akustisches Fahrgastinformationssystem. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Dank Energierückspeisung sind sie besonders umweltfreundlich. Die S-Bahnen Rhein-Ruhr verkehren auf den meisten Streckenabschnitten werktags im 20 Minuten Takt, abends und am Wochenende im 30 Minuten Takt.

Zufriedenheit und Zukunftspläne

Seit der Einführung der neuen Fahrzeuge und einer Umstrukturierung des Streckennetzes im Dezember 2009 hat sich die Fahrgastzufriedenheit laut einer Umfrage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr erheblich verbessert. 2010 bewerteten die Fahrgäste auf der Linie S3 von Oberhausen nach Hattingen die Pünktlichkeit mit der Schulnote 2,3, während die Bewertung bei derselben Strecke 2008 noch mit einer Schulnote von 3,12 ausfiel. Bis Ende 2014 sollen die neuen Triebwagen im gesamten Streckennetz verkehren. Mit Ausnahme der S28 von Kaarster See nach Mettmann Stadtwald die nicht von der Deutschen Bahn AG sondern von der RegioBahn betrieben wird und dies bereits seit 1999. Auf dieser Strecke verkehren Dieseltriebwagen vom Typ Talent. Bis 2015 sind außerdem weitere Umstrukturierungen des Streckennetzes geplant.

Quellen:

Erika Kalettka, Erika von Oltersdorff-Kalettka

Erika von Oltersdorff-Kalettka - Ich bin am 24.03.1988 in Teterow geboren. Bis vor kurzem habe ich in der wunderschönen norddeutschen Hansestadt Lübeck gewohnt ...

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