Saatgutbestellung für Garten und Balkon

Die Saatgutbestellung will überlegt sein  - Ingrid Oertel
Die Saatgutbestellung will überlegt sein - Ingrid Oertel
Der Winter ist die richtige Zeit für den Einkauf der neuen Sämereien, Pflanzen und Knollen.

Wenn die Tage langsam wieder länger werden, dann juckt es auch die meisten Freizeitgärtner bald wieder in den Händen. Doch oft liegt in dieser Jahreszeit noch Schnee, man muss sich meist noch ein wenig gedulden. Somit bleibt genügend Zeit, sich über die anstehende Gartensaison Gedanken zu machen.

Wer Gemüse im Garten selber zieht, hat nicht nur finanzielle Vorteile. Ungespritzt und mit organischem Dünger versorgt, wachsen die selbst gezogenen Gemüsepflanzen zu wertvollem Biogemüse heran. Im Bioladen hat dieses Gemüse seinen Preis und kann dennoch nur selten an Frische mit dem Ertrag aus dem eigenen Garten mithalten. Dasselbe gilt für Balkon und Terrasse.

Spätestens jetzt werden auch die neuen Gartenkataloge verschickt. Verlockend leuchten die Bilder von knackigen Salaten, von dicken Kohlgewächsen, prall leuchtenden Tomaten und gesundem Wurzelgemüse. Nicht anders sieht es auf den Seiten der einjährigen Blumen und der mehrjährigen Blütenstauden aus.

Saatgut dem tatsächlichen Bedarf und den Standortbedingungen anpassen

Zunächst wäre einmal die Überlegung anzustellen, was ist in der vergangenen Gartensaison gut gediehen?

Welche Gemüsearten kränkelten und welche wuchsen gesund heran? Und nicht zuletzt ist die Erkenntnis wichtig: Was wurde gerne gegessen und was nicht? Schon hier könnte der Hobbygärtner eine Änderung in der neuen Saison einplanen. Oder war das Aussäen, Einpflanzen und Pflegen doch zuviel Arbeit?

Wer seine Samentütchen im Gartencenter kauft, erhält selten die nötigen Informationen zum richtigen Gedeihen mit dazu. In den Gartenkatalogen des Fachversandes hingegen gibt es weitaus mehr Tipps zur Anzucht der einzelnen Gemüse, zur Krankheitsresistenz, zum optimalen Standort und mehr.Dasselbe gilt für das Gärtnern auf Balkon und Terrasse.

Wer beispielsweise aufgrund des Kleinklimas seines Gartens oft mit Pilzbefall zu kämpfen hat, kann sich an Sorten halten, die weitgehend resistent dagegen sind. Und wo Karotten Jahr für Jahr nicht wachsen wollen lässt sich dieses Gemüse sicher durch ein anderes ersetzen, das mit den örtlichen Gegebenheiten besser zurecht kommt. Die Beschaffenheit der Garten- oder Kübelerde, der Wind und die Sonneneinstrahlung sind wichtige Kriterien, die unbedingt beachtet werden sollten.

Gemüsesorten für die ganze Saison verringern die Arbeit im Garten

Auch müssen nicht etwa Frühjahressalate wie beispielsweise Maikönig & Co. , Sommersorten und Herbstsalate heran gezogen werden. Wer nur wenig Zeit hierfür hat, greift zur Ganzjahressorte wie beispielsweise Merveille des quatre saisons. Dieser Kopfsalat zeichnet sich aus durch Unempfindlichkeit gegenüber den kühleren Temperaturen im Frühling wie auch den höheren Graden im Sommer.

Ebenso verhält es sich mit dem Aussäen von Kohlsarten, mit Wurzelgemüse und Tomaten. Hier gibt es ebenfalls Frühjahrs- , Sommer- und Herbstsorten. Die Arten welche das ganze Jahr über gut gedeihen sind auf jeden Fall eine attraktive Alternative für Gartenfreunde mit wenig Zeit.

Wer die Kataloge genau studiert, kann entdecken, dass sogar Lagersorten beim Kohl wie auch Gemüse welches sich besonders gut einfrieren lässt, beispielsweise bei Bohnen, angeboten werden.

Heil- und Gewürzkräuter sollten in keinem Garten fehlen. Denn sie sind das i-Tüpfelchen in der Gourmetküche aller Hobbygärtner.

Wer noch Saatgut vom Vorjahr besitzt, kann mit einer einfachen Probe feststellen, ob die Keimfähigkeit noch vorhanden ist.

Ingrid Oertel, Matthias Oertel

Ingrid Oertel - Texterin und Journalistin Ich schreibe am liebsten über Natur- und Gartenthemen Mit der Kamera halte ich gerne spannende ...

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