
- Panorama - Zuend
Der Säntis gehört zum Alpsteinmassiv und ist mit seinen 2502 Metern über dem Meer der höchste Berg der Ostschweiz. Viele Mythen ranken sich um diesen Berg, seine Bewohner und die Säntisträger, die früher ihr Leben aufs Spiel setzten, um Vorräte zur Wetterstation und ins Gasthaus zu bringen. Besonders bei schönem Wetter, wenn die Sicht auf die Appenzeller Alpen klar ist, bietet der Säntisgipfel dem Besucher die volle Palette an Bergerlebnissen.
Der Säntisgipfel
Wer mit der Schwebebahn die ca. 10-minütige Auffahrt wagt, der kann schon erahnen, wie schwierig und gefährlich der Aufstieg auf den Säntis früher war und noch immer ist. Steil fällt die Felswand neben schmalen Wegen ab. Bäume, die dem von Schwindel geplagten Erleichterung bieten könnten, gibt es auf dieser Höhe nicht mehr. Oben angekommen, bietet der Gipfel eine beeindruckende Aussicht über sechs Länder. Gleich unter dem Wahrzeichen des Säntisgipfels, dem rot-weiss-gestreiften, 123 m hohen Rundfunk- und Fernsehturm, befindet sich ein Gasthaus, das zum Verweilen einlädt. Hier kann man die wilde Bergwelt aus sicherer Entfernung betrachten und auch hier kommen einem die Bergdohlen, die schwarzen Vögel mit den gezackten Flügeln, ganz nahe.
Wer die mit Geländer gesicherte Zone verlassen mag, der kann einen der unzähligen Wanderpfade betreten. Aber Achtung: Diese sind nur für geübte Berggänger geeignet und gutes Schuhwerk ist Voraussetzung, um sich in diesem Teil des Hochgebirges zu bewegen. Eine sehr schöne und beliebte Tour führt zum Beispiel vom Säntisgipfel über den Lisengrat zur Rotalp, wo es ein gemütliches Gasthaus gibt.
Geschichte des Säntis
1846 baute Jakob Dörig eine einfache Gasthütte auf dem Säntisgipfel. Von nun an gab es immer wieder Touristen auf dem Säntis. Fast vierzig Jahre später wurde der Säntis zur Wetterstation. Bis 1969 verbrachte ein sogenannter Wetterwart das ganze Jahr auf dem Säntisgipfel.
Die Säntismythen
Eine echte Legende sind die Säntisträger, die bis 1935 tagtäglich ihr Leben aufs Spiel setzten, um vom Tal aus alles Notwendige auf den Gipfel zu tragen. Immer wieder forderte der Berg seine Opfer, denn gerade im Winter war der Beruf des Säntisträgers eine schwierige und gefährliche Aufgabe.
Zu den bekanntesten Säntismythen zählt der Säntismord, eine mysteriöse Geschichte, die sich im Jahr 1922 zutrug. Säntisträger fanden den damaligen Wetterwart und seine Frau tot auf. Bis heute sind die Hintergründe und die Umstände der Tat ungeklärt.
Säntis-Schwebebahn
Die Talstation der Säntis-Schwebebahn befindet sich auf der Schwägalp. Dieser Ort ist mit dem Postauto von Urnäsch und Nesslau aus gut erreichbar. Auch mit dem Privatauto ist die Anreise kein Problem.
Silvester auf dem Säntisgipfel
Tipp: Silvester einmal anders verbringen. Am 31. Dezember gibt es auf dem Säntisgipfel ein festliches Buffet und ein Unterhaltungsprogramm. Die letzte Talfahrt ist um 1.30 Uhr. Preis: ca. 94 Euro pro Person.
