
- Einkochen - Ulrike Bungert
Ob als Mitbringsel für Freunde, als Dekoration und geschmackliche Beigabe für Häppchen oder einfach zum Naschen – eingekochtes Gemüse schmeckt lecker. Saisonale Angebote lassen sich durch diesen natürlichen Konservierungstrick haltbar machen und man kann sie das ganze Jahr lang genießen.
Die Ausstattung zum Einkochen findet man in jedem Haushalt
Die Grundausstattung zum Einkochen besteht aus sauberen Gläsern und einem Kochtopf. Teure Einweckgläser sind nicht unbedingt nötig: Sauber gespülte Marmeladengläser erfüllen ihren Zweck genauso. Um sich ein mühsames Einkochen der Gläser zu ersparen, empfiehlt es sich sogar, einfache Gläser mit Schraubdeckel zu verwenden. Zum Verschenken sehen auch kleine Flaschen hübsch aus. Um diese zu befüllen benötigt man einen Trichter. Dazu sollte man eine Kelle und einige saubere Löffel bereitlegen.
Grundzutaten: Salz, Zucker, Essig und Gewürze
Zum Einkochen von Gemüse sollte man unabhängig von der Sorte Salz, Zucker, Essig sowie verschiedene Gewürze bereithalten. Die Auswahl des Essigs ist Geschmackssache: Balsamico, Branntweinessig, Apfelessig sowie verschiedene aromatisierte Essigsorten findet man in jedem Supermarkt. Je mehr Gewürze zur Auswahl stehen, desto besser kann man experimentieren. Senfkörner, Lorbeerblätter, Nelken, kleine Chilischoten und Wacholderbeeren sehen auch im fertigen Einmachglas hübsch aus.
Auswahl der Gemüse
Sparfüchse kochen ein, was das saisonale Angebot hergibt. Das ist im Übrigen auch ökologisch sinnvoll, da die Lebensmittel dann keine lange Reise zurücklegen müssen und vom Bauern der Region stammen können. Preiswertes Wintergemüse besteht oftmals aus Rüben aller Art und Zwiebeln, die sich ganzjährig gut lagern lassen. Im Frühling und Sommer kommen Möhren, Kohlrabi, Bohnen, Brokkoli und Blumenkohl hinzu. Im Herbst gibt es überall günstig verschiedene Kürbissorten zu erstehen, die sich wunderbar einkochen lassen. Im Gemüseladen oder noch besser: auf dem Markt finden Hobbyköche Inspiration.
Vorbereitungen zum Einkochen
Das Gemüse muss vor dem Einkochen gereinigt und in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Auf Vorkochen sollte man verzichten. Im Kochtopf setzt man eine Lösung aus Essig, Wasser und Salz an. Nach Belieben können hier auch Zucker und Gewürze Verwendung finden. Wer keine Vorstellung davon hat, wie etwa „Paprika süß-sauer“ schmecken könnte, sollte sich vorher durch Rezepte im Internet oder in Kochbüchern inspirieren lassen. Und vor allem: immer wieder ausprobieren. Bevor es losgeht, sollten noch saubere Einmachgläser bereit stehen.
Vom Kochtopf ins Glas mit individueller Geschmacksnote
Die Gemüse (z.B. Bohnen, Kohlrabi) blanchiert man für etwa zehn Minuten in gesalzenem Essigwasser, dem man nach Belieben Gewürze zugibt. Wer es süß-sauer oder pikant mag, köchelt seinen Gemüsefavoriten (zu empfehlen ist besonders Kürbis oder Paprika) in einem Gemisch aus Essig, Wasser und Zucker zu je gleiche Teilen. Gewürze wie etwa Chilischoten, Nelken oder Zimtstangen lässt man am besten schon einige Zeit vorher im kochenden Essigwasser ihr Aroma entfalten. Das Gemüse sollte in keinem Fall zu lange in der Lösung garen, sondern recht bissfest in das Einmachglas gegeben werden. Der Sud wird gleich über das Gemüse gegeben.
Tipps und Tricks zur Haltbarkeit
Wer sein Gemüse sofort genießt, ist auf der sicheren Seite. Doch das eingekochte Gemüse ist auch noch Wochen später einwandfrei, wenn man einige Handgriffe beachtet. Das Gemüse im Glas oder in der Flasche sollte immer komplett mit dem noch heißen Sud bedeckt werden, sonst kann es schnell schimmelig werden. Zucker, Salz und Essig sind natürliche Konservierungsmittel. Hat man sie verwendet, genügt es, das Glas mit einem Schraubdeckel zu verschließen. Das Glas dreht man dann mit dem noch heißen Inhalt einige Minuten auf den Kopf und lässt es dann abkühlen. Ein sich nach innen wölbender Metalldeckel zeigt an, dass die Köstlichkeit monatelang haltbar sein wird.
