Das 30-jährige Bestehen des "Salon-Orchesters Berlin" war der Anlass für das Neujahrskonzert in der Berliner Philharmonie am 7. Januar. Unter der Leitung seines Gründers Christoph Sanft spielte das bekannte Orchester Tanz- und Unterhaltungsmusik der 20er bis 60er Jahre. Das Jubiläumsprogramm stand unter dem Motto "Es leuchten die Sterne", und das Publikum war wieder einmal begeistert von den Hits aus alten Tonfilmen und Berliner Schlagern. Als Gäste traten das Showtanzpaar Maike Wende und Oliver Steirl auf, die mit ihren professionellen Tanzeinlagen ausgewählte Schlager wunderschön visuell umsetzten.

30 Jahre "Salon-Orchester Berlin" und Max Raabe

Das "Salon-Orchester Berlin" entstand eher zufällig als geplant. Zu Ehren der Abiturfeier eines Steglitzer Gymnasiums im Jahr 1980 fanden sich einige Schüler des Musik-Leistungskurses zusammen, um dort das musikalische Programm mit zu gestalten. Christoph Sanft, damals noch Christoph Fischer und ein Mitschüler arrangierten spontan den Aufbau eines Salonorchesters, um Schlager aus den 30er bis 50er Jahren zu spielen. Im Jahr 1981 formierte sich dann das "Salon-Orchester-Berlin", welches in den folgenden Jahren für Auftritte in Seniorenheimen oder bei Schützenfesten gebucht wurde. Auf Grund ihres großen Erfolges konnten die Musiker dann auch kleine Konzertreisen durch Deutschland unternehmen. Es folgte das Engagement eines Sängers im Jahr 1984, der das "Salon-Orchester Berlin" auf seinen Auftritten begleitete. 1985 suchte das Orchester einen neuen Sänger und fand durch eine Anzeige im "TIP" Matthias Otto. Dieser passte perfekt in das Ensemble. 1987 nahm Matthias Otto seinen Künstlernamen an: Max Raabe. Der heute sehr bekannte Max Raabe trennte sich 1987 vom "Salon-Orchester Berlin", um eine eigene Karriere zu verfolgen. Das Orchester vergrößerte sich in den folgenden Jahren auf 17 Musiker und zwei Gesangssolisten und tritt erfolgreich bei Opernbällen und Konzerten in ganz Deutschland auf.

Das "Salon-Orchester Berlin" und sein Programm

Während des Neujahrskonzertes spielte das "Salon-Orchester Berlin" viele beliebte Titel aus alten Kinofilmen der 20er bis 60er Jahre. Angefangen vom Lied "Es leuchten die Sterne" aus dem gleichnamigen Film von 1938 über die "Schiwago-Melodie" aus "Dr. Schiwago" bis zum Titelsong "Que Sera" aus dem Film "Der Mann, der zuviel wußte" - für jeden Geschmack war etwas dabei. Die Gesangssolisten Susann Hülsmann und Martin Stange interpretierten mit ihren ausgebildeten Stimmen die alten Tonfilmschlager sowie modernere Tanzmusik perfekt. Maike Wende und Oliver Steirl setzten ausgewählte Musikstücke, wie zum Beispiel "Yes, Sir, That´s My Baby" oder "Kriminal-Tango" gekonnt in tänzerische Variationen um. Das beliebte Showtanzpaar tritt bei besonderen Anlässen zusammen mit dem "Salon-Orchester Berlin" auf. Christoph Sanft gründete parallel zum "Salon-Orchester Berlin" ein sogenanntes Caféhausorchester, welches aus zwei bis zehn Musikern besteht. Dieses kleine Orchester ist dominiert von Streichern und spielt ausschließlich die für das Ende des 19. Jahrhunderts typische Salonmusik.

Termine der nächsten öffentlichen Auftritte

Das aktuelle Programm "Es leuchten die Sterne" spielt das "Salon-Orchester Berlin" am 15. Januar 2011 in der Laeizhalle in Hamburg. Danach folgt ein Auftritt auf dem "Ball der Österreicher" am 12. Februar 2011 im Berliner Hotel Maritim. Die Berliner Philharmonie ist am 8. März 2011 der Ort, an dem das "Salon-Orchester Berlin" zusammen mit Henry de Winter auftritt.

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