Samenbomben selbst herstellen

Nützliches zum Bepflanzen schwer zugänglicher Flächen

Einige Orte lassen sich nur schlecht oder gar nicht bepflanzen, man kommt einfach nicht heran. Samenbomben können da Abhilfe schaffen.

Es gibt viele Gründe dafür Samenbomben einzusetzen. Am meisten sind diese beim Guerilla-Gardening verbreitet, als eine gute Möglichkeit Pflanzen schnell und einfach vor Ort zu säen. Aber auch im eigenen Garten können Samenbomben immer wieder von Nutzen sein, wenn man schwer zugängliche Bereiche des Gartens bepflanzen möchte. Wer nicht tief in die Tasche greifen möchte um fertige Samenbomben zu kaufen, erfährt hier, wie man diese ganz einfach selbst herstellen kann.

Wie funktionieren Samenbomben?

Samenbomben enthalten alles, was eine Pflanze zum Wachsen braucht, nämlich ein wenig Nährboden. Lediglich Wasser muss noch anderweitig zugefügt werden, aber das übernimmt Mutter Natur ja ganz von allein. Die fertigen Samenbomben sehen aus wie kleine braune Murmeln und eignen sich bestens zum Werfen. Und das ist auch gut so, denn zum Werfen sind sie schließlich gedacht.

Das Material

Zunächst einmal gibt es hier eine kleine Material-Liste. Es braucht nicht viel, um eine Samenbombe herzustellen, das meiste hat man ohnehin zu Hause oder kann direkt im nächstgelegenen Baumarkt oder in der nächstgelegenen Gärtnerei besorgt werden.

Alles was man benötigt ist: ein wenig Ton oder Lehm sowie Erde oder Kompost. Außerdem braucht man etwas Wasser (Regenwasser oder Wasser aus der Leitung) und natürlich die Samen der Pflanzen, die gesät werden sollen. Das war alles und schon kann es losgehen.

Die Herstellung

Die Angabe der Masse der verwendeten Zutaten erfolgt nun in Prozent, so kann man ganz flexibel wählen, wie viele Samenbomben man herstellen möchte und wie viele Zutaten dafür benötigt werden. Als kleiner Richtwert: Aus einem Liter des Gemischs lassen sich etwa 500 Samenbomben herstellen.

Wir gehen hier also von 50% Ton oder Lehm, 30% Erde oder Kompost sowie 10% Samen und 10% Wasser zur Herstellung aus. Zunächst mischt man den Lehm mit der Erde und den Samen in einer Schüssel. Man fügt nun noch etwas Wasser hinzu und knetet die Masse wie einen Teig gut durch.

Damit ist das Gemisch aus dem die Samenbomben gemacht werden nun auch schon fertig. Man kann nun mit der Hand kleine Kügelchen daraus formen. Diese haben etwa einen Durchmesser von 1,2 bis 1,6 cm. Die fertigen Kugeln kann man auf einem Tablett oder einem Backblech o.ä. nun zum Trocknen bereitlegen. Die Kugeln brauchen ein wenig, bis sie trocken sind, in etwa 24 bis 36 Stunden sollten sie vollständig getrocknet sein.

Die Anwendung

Anwenden lassen sich die Samenbomben nun ganz einfach. Hierzu sucht man sich nun eine schwer erreichbare Stelle, die bepflanzt werden soll. Die fertigen Samenbomben lassen sich jetzt einfach dort hinwerfen. Anschließend einige Tage warten und schon beginnen dort, wo vorher nichts war, ein paar Pflanzen zu wachsen.