Sandro Martinez - Snow in June

Erster Longplayer von Martinez mit schmeichlerischen Vocals

Sandro Martinez - Snow in June - www.musik-promotion.net
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Das Gitarrenmultitalent aus Köln, bisher bekannt als brillanter Instrumentalist, entdeckt seine romantische und lyrische Seite und überzeugt mit sanfter Stimme.

Bislang griff Sandro Martinez vor allem für und mit anderen Musikern in die Saiten, sei es für Cosmic11, Renate Otta oder Wolf Mahn. Als "Kölscher Jung" verwundert es auch nicht weiter, dass er ebenfalls für Bap und Marla Glen spielte. Dabei bewies er vielseitige Qualitäten, die von Heavy Metal über Blues bis hin zu Pop und Jazz reichten.

Die rockenden & jazzigen Bands

Neben diesen Zusammen-Spielereien gründete der 43-jährige auch seine eigenen Bands: Alyson Hell verrät schon durch den Namen, dass das starker Tabak war. Die Band kam unter die ersten zehn von mehreren Tausend Bewerbern beim Yamaha Band Contest in der Kategorie Heavy Metal. Etwas weniger heavy geht es nun bei der Sandro Martinez Band zu, deren Künstler sich aus der Bonner und Kölner Musik-Szene zusammensetzen, und die durch den Produzenten Volker Brenn initiiert wurde. Mitglieder sind unter anderem ein Teil der Funk & Soulband Cosmic11, die ebenfalls wie Martinez beim Label Mokambomusic erscheinen, außerdem noch zwei weitere Musiker, die in ihrer Ganzheit eine Mischung aus Jazz und Latin kreieren.

Der singende Solist

Sandro Martinez bricht nun mit "Snow in June" zu neuen Ufern auf. Größtenteils autobiographischen Inhalts sind seine Texte, melancholisch seine Stimme und verträumt die Melodien. Durchgehend bleibt der Sänger und Gitarrist auf dem aktuellen Album einer Musikrichtung treu und riskiert keine gewagten Experimente. Inhaltlich geht es vor allem um Thema Nummer Eins: die Liebe. Sei es, dass der Musiker sehnsüchtig auf "Key to your heart" um den Weg zum Herzen seiner Angebeten bittet und das ganze in akustische Gitarrenriffs verkleidet. Auf "One more night" stellt er sich - mit leicht angehauchten Blues-Elementen, elektrischer Gitarre und einer etwas raueren Stimme – Millionen von Fragen, die wohl nie beantwortet werden. Der Song "Silent" zeichnet sich durch das umfangreiche Arrangement aus, und auch "What is beauty" bedient sich einer ausgefeilten Komposition, deren Stärke vor allem in den Bläsersätzen liegt. Zu guter Letzt holt sich der malende Musiker auf "Too Much" noch die weibliche Gesangsstimme von Melanie Leucht-Flach hinzu, die wunderbar voll klingt, leider aber auch seine eigene stimmliche Qualität, die manches Mal etwas dünn rüberkommt, deutlich in den Schatten stellt.

Resümee

Diejenigen, die vor allem die Heavy Metal Seite von Sandro Martinez bevorzugten, werden mit Sicherheit ihre Schwierigkeiten mit dem geläuterten Musiker haben. Denn das neue Album ist so weit von Metal entfernt, wie man es sich nur vorstellen kann. Es ist ein extrem ruhiges Singer-/Songwriter-Album entstanden, das abgerundet wird durch die sanfte und melancholische Stimme des Gitarristen. Dieser Genrewandel dürfte für die alten Fans eine große Herausforderung sein, allerdings werden Martinez dafür unzählige neue Herzen zufliegen, die auf entspannte Gitarrenklänge und romantische Songs stehen.

Sandro Martinez - Snow in June

Label: Good Old Boys Records / Mokambomusic, VÖ 18. Januar 2008

Silvy Pommerenke, Foto Sharon Adler

Silvy Pommerenke - Irgendwann in den sechziger Jahren geboren, fand ich schon in den Siebzigern meine Liebe zur Musik. Später wurde aus dem Hobby die ...

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