Der Sauerampfer kommt in Mitteleuropa wild wachsend vor, es gibt jedoch für den Garten eine kultivierte Art, die man aussäen kann und die – ohne Geschmackseinbuße – größere Blätter hervorbringt. Das nur frisch verwendbare Kraut treibt im Frühjahr immer wieder aus dem Wurzelstock aus und schmeckt säuerlich-bitterlich. Um die Ernte zu verlängern, sollten Sie beim Pflücken das Herz der Pflanze und die aufschießenden Blütenstände abschneiden. Sie können allerdings die weißen Blütchen auch in einem Wildblumenstrauß verwenden.

Sauerampfer-Suppe

Diese Suppe schmeckt frisch und leicht säuerlich.

Das brauchen Sie:

  • 4 Essl. Sauerampfer
  • etwas Butter
  • Suppenwürze
  • 4 Scheiben Toastbrot
  • 2 Eier
  • einige Esslöffel Sauerrahm
  • und frisch gemahlene Muskatnuss
So gehen Sie vor:

  • Den Sauerampfer klein hacken und in Butter anbraten,
  • mit ¾ l Wasser auffüllen, die Suppe würzen und zum Kochen bringen
  • Die Toastscheiben fein bröseln und mit der Suppe durchkochen.
  • Inzwischen die Eier und den Rahm verquirlen,
  • dann unter die Suppe ziehen, jedoch nicht mehr kochen.
  • Mit geriebener Muskatnuss abschmecken.
  • Statt Toast kann man die Suppe auch mit Grieß oder Haferflocken binden.
Nach dem gleichen Rezept lässt sich Suppe aus Kerbel kochen, der sich im Garten leicht aus Samen ziehen lässt und. sich im zeitigen Frühjahr immer wieder selbst neu aussät. Die Pflanze lässt sich leicht mit Petersilie verwechseln, jedoch ist der Geschmack würzig und etwas anisartig. Auch Bärlauch-Suppe können Sie nach dem gleichen Rezept herstellen.

Kräuter-Quarktorte

Im Frühling ist diese pikante Torte eine herrliche Schlemmerei, wenn es im Garten viele frische Kräuter gibt. Man kann durch die Wahl der Kräuter (und deren Menge) die Geschmacksrichtung der Torte selbst bestimmen und sie wird auch immer wieder etwas anders ausfallen.

  • Belegen Sie ein Backblech mit einem Hefeteig aus 300 g Mehl, etwas Salz, 1 Essl. Öl, ½ Päckchen Hefe und warmem Wasser nach Bedarf.
  • Während der Teig geht, bereiten Sie die Füllung zu:
  • Vermischen Sie 750 g Quark, etwas Milch, Salz, Pfeffer, gemahlenen Kümmel, 3 Eier, 2 Essl. Grieß und gehackte, frische Kräuter (Dill, Petersilie, Schnittlauch, Pimpinelle, Borretsch, Sauerampfer, Kerbel sowie Wildkräuter, ganz nach Lust und Laune).
  • Wer mag, kann auch Knoblauch zugeben, aber nur einen Hauch, da sonst das feine Aroma der Kräuter zerstört wird.
  • Die Füllung streichen Sie vorsichtig auf den Teig und backen die Torte bei Mittelhitze (180 °C Umluft).
Als Variante können Sie zerbröselten Schafskäse über den Belag streuen und zusätzlich mit frischem Pfeffer übermahlen. Dadurch wird der Kuchen insgesamt würziger.

Dazu schmeckt ein kühler, leicht saurer Wein (am besten ein Riesling) aus dem letzten Jahr.

Pfannkuchen mit Sauerampfer

  • Mischen Sie einen luftigen Pfannkuchenteig aus 150 g Mehl, 350 ml Milch, 1 Pr. Salz und 2 Eiern.
  • Den Teig kurz quellen lassen, dann (je nach Lust und Laune) geschnittenen Sauerampfer untermengen.
  • Mit je 1 Essl. Butter (oder Öl) kleine Pfannkuchen in einer beschichteten Pfanne backen.
Variation: Zusätzlich Champignons, Speckstückchen oder Schinkenstreifchen zugeben.

Lust auf mehr?

  • Bearbeiteter und ergänzter Text aus „Familien-Erinnerungen - Ein kulinarischer Streifzug“
  • Mehr originelle Rezepte und Artikel von mit finden Sie auch in meinen Ebooks - schauen Sie mal rein. 
  • Oder doch lieber was Gedrucktes? Auf meiner Webseite "Physikhexe" finden Sie Buchanregungen.
  • Frankfurter Grüne Sauce, damit besiegen Sie auf jeden Fall die Wintermüdigkeit.
  • Der Bärlauch - ein wildes Kraut mit feiner Würze - wird ebenfalls im Frühjahr gesammelt.
  • Oder Sie probieren Handkäse mal in einer frischen Variante, nämlich mit Orangensauce.
Bildnachweis: © Hannelore Dittmar-Ilgen