Schattenwanderer – Fantasy-Roman von Alexey Pehov

Alexey Pehov: Schattenwanderer - Piper
Alexey Pehov: Schattenwanderer - Piper
Mit „Schattenwanderer" beginnt der russische Fantasy-Autor Alexey Pehov die „Chroniken von Siala" um den Dieb Garrett, die in der Tradition Tolkiens stehen.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Russland hat die Verfilmung von „Der Herr der Ringe“ einen Fantasy-Boom ausgelöst. Autoren wie Sergej Lukianenko gelang der Durchbruch. Alexey Pehov war ebenfalls sehr erfolgreich. Der erste Band seiner „Chroniken von Siala“ erschien im Original bereits 2002 und brachte ihm gleich mehrere Preise ein. In Deutschland wurde der Fantasy-Roman acht Jahre später übersetzt und erscheint unter dem Titel „Schattenwanderer“.

Alexey Pehov erzählt die Fantasy-Geschichte aus Sicht des Diebs Garrett

Alexey Pehov erzählt die Geschichte des Diebs Garrett, der seine Heimat Awendum in der Fantasy-Welt Siala vor dem Untergang bewahren soll. Zusammen mit einer Gruppe von Kriegern, darunter auch Elfen, soll er aus den Beinernen Palästen – einer Grabstätte mehrerer Rassen – ein magisches Horn holen. Denn nur mit dem Horn des Regenbogens lässt sich er Unaussprechliche in Schach halten, der mit einer Armee aus Ogern, Orks und Untoten die Reiche der Menschen und Elfen vernichten will. Garrett, der Schattenwanderer, und seine Gefährten müssen jedoch nicht nur gegen die Schergen des Unaussprechlichen kämpfen, sondern auch gegen Verräter in den Reihen der Menschen sowie einen geheimnisvollen Herrn …

„Schattenwanderer“ steht in der Tradtion des „Herrn der Ringe“

Die Grundkonstellation von „Schattenwanderer“ erinnert stark an den „Herrn der Ringe“: Eine Gruppe Auserwählter soll mithilfe eines magischen Gegenstandes das scheinbar übermächtige Böse besiegen. Auch leben in Siala Völker wie Elfen, Zwerge und Orks und Pehov hat mit Lyrik russischer Autoren ein Pendant zu den Liedern und Gedichten in Tolkiens Werk geschaffen.

Diese Fantasy tolkienscher Prägung hebt das Buch von Alexey Pehov von den Werken ab, die seit mehreren Jahren aus Großbritannien und den USA nach Deutschland kommen. Im anglo-amerikanischen Raum sind die Handlungen komplexer geworden, und man hat sich von den Völkern wie Elfen, Orks und Zwerge gelöst. Allerdings hat auch Pehov nicht einfach einen neuen „Herrn der Ringe“ geschrieben. „Schattenwanderer“ wird aus der Sicht von Garrett geschildert, mithilfe eines Ich-Erzählers. So bekommen Leser einen guten Einblick in die Gedankenwelt des Diebes. Zudem dominiert ein ironischer Unterton, da es sich bei Garrett um einen Zyniker handelt. Einen Zyniker, der jedoch seinen Glauben an das Gute nicht verloren hat – er vertraut dem Gott der Diebe, seinen Gefährten und dem König von Awendum.

„Schattenwander" nur der erste Band der „Chroniken von Siala“

Alexey Pehov setzt seine spannenden und unterhaltsamen „Chroniken von Siala“ fort. Band 2 trägt den Titel „Schattenstürmer“ und ist im August bei Piper erschienen. Mehr zu seinem Werk findet sich auf der englischsprachigen Homepage des Autors.

Alexey Pehov: Schattenwanderer. Die Chroniken von Siala 1. Piper 2010. Broschiertes Taschenbuch, 560 Seiten. Euro 16,95.

Jörn Käsebier - Bei Suite101.de betreute Jörn Käsebier zweieinhalb Jahre die Ressorts Wirtschaft & Geld sowie Sport als Redakteur, solange es ...

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