Schauspieler Ben McKenzie – ein Porträt

Bekannt geworden als Ryan Atwood in "The O.C." / "O.C. California"

Ben McKenzie - Warner Bros. Television / Fox
Ben McKenzie - Warner Bros. Television / Fox
Sommer, Sonne, Strand - schicke Autos, noble Villen und Schulen, wie sie in Deutschland niemand kennt: Das ist die Welt des Ryan Atwood, zu erleben nachmittags auf VOX.

Der Schauspieler Benjamin McKenzie drehte für 2009 drei Projekte, in denen er mitwirkt. Weltweit bekannt wurde er mit der von 2003 bis 2007 produzierten Serie "O.C., California", die sich an das Publikum von Serien wie "90210, Beverly Hills" wendete und mit stimmungsvollen Bildern, den Problemen junger Menschen und cooler Musik rund um die Welt zu sehen war.

Benjamin McKenzie Schenkkan im Porträt

Der Sohn des Rechtsanwaltes Pieter Schenkkan und der Autorin Mary Frances Victory wurde am 12. September 1978 in Austin, Texas, geboren. Seine Mutter, die auch als Professorin an einer texanischen Universität und als Journalistin arbeitete, hat neben Ben auch dessen Brüder Nate und Zack zur Welt gebracht. Internationale Beziehungen und die Wirtschaft standen im Fokus von McKenzies Studium an der Universität von Virginia, nach dessen Ende Ben nach New York umzog. Er wollte Schauspieler werden. Neben der Mitwirkung in einigen Off-Broadway-Produktionen feierte McKenzie in einer Episode der Fernsehserie "The District" 2002 sein Bildschirmdebüt.

In einer Folge der bekannten Militäranwaltsserie "J.A.G" spielte Ben im Jahr darauf den Petty Officer Spencer an der Seite der Hauptdarsteller David James Elliot und Catherine Bell. "J.A.G" wurde von 1995 bis 2005 und über 227 Folgen hergestellt und stammt vom Serienschöpfer David P. Bellisario, der weltweit erfolgreiche Serien wie "Battlestar Galactica" (elf Episoden, 1978 – 1979), "Airwolf" (56 Folgen, 1984 bis 1986), 152 Folgen "Magnum" (1980 bis 1988) und aktuell "Navy NCIS" mit Mark Harmon (2003 bis 2009) ins Leben gerufen und produziert hat.

McKenzie setzte seine Karriere 2003 mit "O.C., California" fort und wurde dadurch weltweit bekannt

In "The O.C." (Originaltitel) spielte McKenzie den jugendlichen Straftäter Ryan Atwood, den sein Anwalt Sandy Cohen in seinen Haushalt holte, um ihm einen tieferen Absturz ins kriminelle Milieu zu ersparen. Cohen, ein sehr sympathischer und sozial eingestellter Strafpflichtverteidiger, lebt in Orange County und ist mit Kirsten Cohen verheiratet, der wohlhabenden Tochter des Immobilientycoons Caleb Nichol. Sandy wurde von Peter Gallagher gespielt; seine Gattin Kirsten von Kelly Rowan. Gallagher, Jahrgang 1955, ist zuvor schon durch 64 andere Produktionen bekannt gewesen und veröffentlicht 2009 drei neue Filme. Kelly Rowan stand seit 1984 in insgesamt 54 Filmen und Serienepisoden vor der Kamera. Auch im wirklichen Leben waren zu Zeiten des Drehs von "The O.C." Adam Brody und Rachel Bilson ein Paar, die in der Serie als Seth Cohen und Summer Roberts die Höhen und Tiefen einer Beziehung durchleben.

Ben McKenzies Figur Ryan Atwood kommt somit in eine gewachsene Familie in einer Wohngegend von Reichen und deren verwöhnten Kindern. Unterschlupf findet er in dem Pool-Haus der Cohen’schen Villa am Pool mit Meeresblick. Sehr schnell wird er zum Teil der Familie, darf den Range Rover fahren und hat es somit besser erwischt, als sein Bruder Trey.

Ryan Atwood verliebt sich in die Nachbarstochter Marissa Cooper (gespielt von Mischa Barton, die eine Rolle in der neuen Serie von Ashton Kutcher erhalten hat), doch bis die beiden ein Paar werden, gibt es viele Hindernisse zu überwinden. Dass Ryan in der letzten Staffel Marissas Tod überwinden muss, war einer der Haupterzählstränge des Teen-Dramas: Zurückzuführen auf die Rivalität zwischen Ryan und Kevin Volchok (Cam Gigandet), der für Marissas Tod verantwortlich ist. Darüber hinaus drehten sich die Geschichten, in denen Ryan meist im Zentrum des Geschehens stand, um die Aufarbeitung seiner Vergangenheit und das Finden seines Platzes in der neuen Welt samt Comebacks in der Schule.

Vier Staffeln stimmungsvolle Langeweile vor wunderschönen Locations am Strand, vor noblen Villen und palastartigen Schulen

Die Serie folgte der Grundidee "fish out of water" und damit dem Leitmotiv, dass sich eine Figur einen Platz in einer für sie fremden Welt finden muss. Dies kann eine Firma, eine Anwaltskanzlei oder eben eine Familie oder ein neuer Wohnort sein. Im Falle von "The O.C." haben die Ausführenden Produzenten Josh Schwartz und McG ("Supernatural") die Eingewöhnungszeit von Ryan Atwood und die damit verbundenen Schwierigkeiten so kurz gehalten, dass Atwood viel zu schnell eingewöhnt war.

Dies führte dazu, dass der Kern der Geschichte im Grunde der Spannung schadend viel zu schnell auserzählt gewesen ist. Mit ein Grund für die schwachen Quoten der Serie? Die Macher schienen dies begriffen zu haben und holten Trey, Ryans Bruder, aus dem Gefängnis, der später auch als Sohn von Minister Heller in "24" mitspielte. In "The O.C." spielte Logan Marshall-Green in der Rolle des Trey das unangepasste, gewalttätige Gegenstück zu seinem Bruder Ryan, wurde aber auch sehr früh wieder aus der Handlung herausgeschrieben.

Erfolgreich wurde "O.C. California" durch die gut laufende Vermarktung per DVD

Wesentlich erfolgreicher als in der Ausstrahlung im Fernsehen lief die Vermarktung der Serie mittels der DVD-Sets. Diese war letztlich dafür verantwortlich, dass überhaupt noch eine vierte Staffel und damit insgesamt 92 Folgen produziert wurden. Einprägsam auch der Titelsong, performed von der Gruppe Phantom Planet. An den Erfolg von "90210, Beverly Hills" konnte die Serie nicht anknüpfen. Auch deren Nachfolger "90210" mit ihrem Publikumsliebling in der Rolle des Ethan Ward, Dustin Milligan, läuft nicht so gut, wie ihre Vorläuferin. Ändert sich das mit dem Auftreten von Matt Lanter, dem man die Nachfolge von Dylan McKay als bad boy in "90210" andichtet?

Zwischendurch hatte Ben McKenzie Gastspiele in den Produktionen "MADtv" (2004), "Junebug" (2005) und "88 Minutes" (2007) oder gab sein Debüt als einer der Sprecher auf der Versammlung der Demokraten im Sommer 2004. Im Jahr 2009 kehrt McKenzie mit Engagements in "Johnny Got His Gun" (2008), "The Stanford Prison Experiment" und "Southland" auf den Bildschirm zurück.

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