
- Dominique Horwitz, Gläserne Manufaktur - Volkswagen AG
Für Freitag, den 24. September 2010, wurde die Gläserne Manufaktur Dresden zum Veranstaltungsort eines ganz besonderen Events bestimmt: Der Schauspieler Dominique Horwitz hat die Möglichkeit erhalten, mit dem Stück "AHAB – Vom Ungeheuren ein Mensch zu sein" Weltpremiere in der Gläsernen Manufaktur zu feiern. Der Romanklassiker "Moby Dick" diente als Vorlage für diese sinfonische Bühnenparabel, die ursprünglich mit Klaus-Maria Brandauer zur Aufführung kommen sollte. Künstlerische Differenzen führten dazu, dass Horwitz in das Projekt einstieg. Die Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Sebastian Weigle hat sich dazu bereit erklärt, den musikalischen Part des Projekts zu gestalten. Das Videodesign der optischen Untermalung stammt von Robert Nortik.
Dominique Horwitz in der Gläsernen Manufaktur: "AHAB"
"AHAB" ist ein Bühnenprojekt, das Elemente der Oper, des Sprechtheaters und des Films zu einem visuell eindrucksvollen Gesamtwerk vereint. Als Vorlage dient der Romanklassiker "Moby Dick" von Herman Melville. In der Figur des Kapitäns Ahab werden die Grundfragen des Menschseins behandelt: Das Spannungsverhältnis zwischen Emotion und Ratio, zwischen Rache und Versöhnung, die verhängnisvolle Ausweglosigkeit von Hass. Die Grundlage für die sinfonisch-theatralische Parabel lieferten Regisseur und Produzent Martin Mühleis sowie Komponist Libor Síma.
Das Leben und Arbeiten von Dominique Horwitz im Kurzüberblick
Der Schauspieler Dominique Horwitz wurde am 23. April 1957 in Paris geboren. Die Eltern führten dort einen Feinkostladen. Im Jahr 1971 zog die Familie, zu der noch ein Bruder und eine Schwester Horwitz‘ gehören, nach Berlin. Die unter seinem Namen angelegte Seite der Filmdatenbank imdb.de weist bis zum Tage der Veröffentlichung dieses Artikels 92 Einträge auf; beginnend 1977 mit dem Fernsehfilm "Eine Jugendliebe“, in dem er neben dem Kollegen Christian Berkel vor der Kamera stand. Auf dieses Engagement hin folgten weitere Rollen in anspruchsvollen Produktionen des deutschen und internationalen Film- und Fernsehgeschäftes.
"Der große Bellheim" – Horwitz‘ großer Durchbruch
Eine größere Popularität erlangte Horwitz in der Rolle des Verkäufers Charly, die er in dem Fernsehmehrteiler "Der große Bellheim" verkörperte. Buch und Regie stammten von Dieter Wedel ("Gier"); die Titelrolle spielte Mario Adorf. Der packende Thriller um den Existenzkampf eines Kaufhauskonzerns aus 1993 vereinte nahezu die gesamte Schauspielerelite in einer Produktion und erreichte Spitzenquoten auf Straßenfegerniveau. In demselben Jahr wirkte Horwitz als Obergefreiter Fritz Reiser unter der Regie von Joseph Vilsmaier auch in dem internationalen Kinofilm "Stalingrad" mit, in dem er auf den Kollegen Thomas Kretschmann traf.
Fortan war Horwitz aus dem deutschen Fernsehbusiness nicht mehr wegzudenken. Gastauftritte in nahezu allen bekannten und erfolgreichen Serien folgten. Mit den Titeln "Der Fahnder" (1994), "A.S." und "Wolffs Revier" (beide 1995), "Der Alte" und "Derrick" (beide 1996), sechs Ausgaben des "Tatort", "Der letzte Zeuge" (2007), "Küstenwache" (2009) sowie "Ein Fall für Zwei" (1993, 2010) sei hier nur eine kleine Auswahl genannt. Aber auch in Fernsehfilme wurde Horwitz sehr oft verpflichtet: "Polizeiruf 110" (1996, 1999), "Anne Frank" (2001), "Rennschwein Rudi Rüssel 2" (2007), "Die Rebellin" mit Alexandra Neldel und David Rott.
Theater und Musik als fester Bestandteil der Arbeit von Dominique Horwitz
Neben der Schauspielerei sind seine Arbeiten am Theater und dem Bereich der Musik seine große Leidenschaft. Als Chansonnier erhielt Horwitz im Jahr 2002 den Kunst- und Kulturpreis "Mephisto". Dominique Horwitz gab 1993 erstmals ein Best of der "Dreigroschenoper" und überraschte 1997 mit einer Interpretation von Jacques Brel. Zu seinen Wirkungsstätten am Theater zählen das Bayerische Staatsschauspiel München, das Thalia-Theater Hamburg, das Berliner Ensemble, das Deutsche Theater Berlin und das Düsseldorfer Schauspielhaus. In zweiter Ehe lebt Horwitz mit seiner Familie in der Nähe von Weimar / Thüringen.
Weltpremiere der Bühnenparabel "AHAB": Sebastian Weigle als Dirigent der Staatskapelle Dresden
Die Volkswagen AG als Hausherrin der Gläsernen Manufaktur in Dresden räumte der Weltpremiere von "AHAB" mit Dominique Horwitz nicht nur für Freitag, sondern auch für Samstag (25. September 2010, 20 Uhr) Raum in der von Handarbeit geprägten Automobilfertigungsstätte ein; dort entsteht die dritte Serie des Luxusautomobils Pheaton, die ihre Weltpremiere auf der Auto China 2010 feierte. Den Kartenverkauf für beide Tage übernahmen der dortige Besucherempfang sowie die Schinkelwache in Dresden. Eine weitere Aufführung des Programms mit Dominique Horwitz ist bereits für Baden-Baden geplant.
