Der 28. April 2009 war für diejenigen Fans eines Schauspielers, der seine weiblichen wie männlichen Zuschauer allein schon durch sein Lächeln für sich gewinnen kann, ein ganz besonderer Tag: In der Serie "In aller Freundschaft", einem der erfolgreichsten Dauerbrenner der ARD mit derzeit knapp unter sieben Millionen Zusehern die Woche, trat zum ersten Mal die Figur des David Engel in Erscheinung – dargestellt von Kristian Kiehling. Noch über vier Folgen kommen seine Fans in den Genuss, den charmanten Schauspieler dienstags um 21:05 Uhr auf dem Bildschirm sehen zu dürfen.

Kristian Kiehling wurde am 17. September 1976 in Holstebro, Dänemark, dem Westen Jütlands geboren

Und ist von da an zweisprachig aufgewachsen, spricht somit fließend deutsch und lettisch. Seinen Sprachschatz hat der Schauspieler, der sich auf seiner Website prägnant KK nennt, um russisch und englisch ergänzt. Was ihm beim Brötchenholen in seiner Wahl-Zweitheimat London sicher ebenso hilft, wie im Beruf. Kiehlings Mutter Ilse war Journalistin und sein aus Thüringen stammender Vater Uwe Kapitän auf Tankern und Frachtschiffen. Kiehlings jüngerer Bruder heißt Kristopher-Robin.

Sein Abitur legte Kristian Kiehling in Hamburg ab. Danach ging Kristian auf Pilgertour auf den Jacobsweg und startete im Anschluss daran seine im Jahr 2000 abgeschlossene Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, dem Mozarteum in Salzburg. Seitdem hat Kristian Kiehling unter anderem in Hamburg, Salzburg, Köln, Lissabon, Kapstadt, Berlin und London gelebt und gearbeitet. Berlin und London sind seine ständigen Wohnsitze, weil er sowohl in Deutschland als auch England besetzt und durch Agenturen vertreten wird.

Ein Überblick über das schauspielerische Schaffen von Kristian Kiehling

Kiehlings erste Produktion, die in seiner Filmografie in den einschlägigen Datenbanken geführt wird, war der Film "Eine Herzensangelegenheit", in dem er 1997 an der Seite von Johanna Klante und Martin Benrath spielte. Roland Suso Richter führte Regie in dem Thriller "Buddies" nach einem Drehbuch von Holger-Karsten Schmidt, in dem Kiehling 1997 neben Jürgen Vogel, Heino Ferch und Aglaia Szyszkowitz besetzt wurde. Die Dreharbeiten zu einer Episode "Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen" standen 1999 in Kiehlings Terminkalender.

Neben der Schauspielausbildung stand Kiehling bis ins Jahr 2002 hinein regelmäßig auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Unter anderem im Schauspielhaus Köln und in Stuttgart, wo er für "The Killer In Me Is The Killer In You My Love" den Theaterpreis der Stuttgarter Zeitung gewann. Im Jahr 2003 hatte Kiehling Gastauftritte in der Serie "Hallo Robbie" (ZDF), der Komödie "Fast perfekt verlobt" (ProSieben), der ARD-Erfolgsserie "Berlin, Berlin" mit Felicitas Woll, in der Kinokomödie "Wilde Jungs" unter anderem mit Sebastian Deyle und dem Drama "Der Preis der Wahrheit" von Christine Kabisch für die ARD. Trashig ging es weiter in 2004: Kiehling war in "Pura Vida Ibiza – Die Mutter aller Partys" von Gernot Roll und "Autobahnraser" zu sehen. Ein Gastauftritt in "Die Wache" (2004), einer Episode "Unser Charly" und eine Rolle im ProSieben-Film "Scharf wie Chili" (beide 2005) folgten.

Was Kristian Kiehling selbst nicht wußte: Der Film "Tsunami" erhielt nur seinetwegen Unterstützung von Porsche

Im Jahr 2005 stand Kiehling für den Actionfilm vor der Kamera, der das künstliche Auslösen von Flutwellen thematisierte. Der Film wurde nur deswegen von dem Sportwagenhersteller unterstützt, weil dem zuständigen Verantwortlichen die Perspektive gefiel, gerade Kristian Kiehling in einem Porsche 996 Cabrio zu sehen. Der graue Flitzer war dann in dem Film in dessen Erstausstrahlung am 29. September 2005 präsent. Insgesamt 5,13 Millionen Zuschauer schalteten ein. Der Film wurde darüber hinaus in 73 Länder der Erde verkauft.

Susanne Porsche, die millionenschwere Anteilseignerin der Porsche AG, hat mit ihrer Produktionsfirma Sanset die RTL-Serie "Arme Millionäre" erfunden, in der Kiehling in vier Folgen 2005 mitwirkte. Engagements in "Rosamunde Pilcher" und "Soko Leipzig" folgten. 2006 ging es für Kristian Kiehling mit "Polizeiruf 110 – Tod im Ballhaus" neben Tom Beck weiter. Der Kurzfilm "Speed Dating" mit Donia Ben Jemia ("Um Himmels Willen"), eine Doppelfolge der englischen Serie "Waking the dead", der englische Film "I want Candy" mit Carmen Electra, der Kurzfilm "Family", die Romanze "Zu schön für mich" mit Katharina Böhm sowie eine Folge der englischen Serie "The Bill" standen 2007 auf Kiehlings Programm.

Im Jahr 2008 erreichte Kristian Kiehling nahezu Vollbeschäftigung

In "Die Tränen meiner Mutter" (ZDF), "Das Traumhotel – China" (ARD), eine Episodenrolle in "The Royal Today" (ITV Productions, "Primeval", England) und wie schon 2003 eine weitere Folge "Die Küstenwache" (ZDF) stand Kristian Kiehling ebenso vor der Kamera, wie als junger Andrea Conti im Thriller "Das Papstattentat" von RTL und unter der englischsprachigen Fassung seines Namens – Kristian Killing – in dem russisch-englischen Actionthriller "Novaja Zemlya" als Lieutenant Anderson.

Die internationalen Engagements nehmen an Bedeutung für Kristian Kiehling zu

Bis Dezember 2008 spielte Kiehling in vier Folgen der von Debbie Horsfield ("Cutting it" / deutsche Fassung "Bis in die Spitzen") geschriebenen BBC-Serie "All the Small Things / The Choir" in der Rolle des serbischen Künstlers Nemanja Radic mit und wurde Anfang 2009 von Ines Rahn von der Saxonia Media für "In aller Freundschaft" verpflichtet. Die mit Kristian Kiehling von Hofmann & Voges für RTL gedrehte Pilotepisode des Krimis "Der Assistent" hat dagegen noch keinen Ausstrahlungstermin. Auf seiner Myspace-Seite darf Kiehling davon nichts zeigen, wie er seinen Fans dort enttäuscht über den Sender mitteilt. Zitat: "Denk ich an Fernsehdeutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht."

Für eine Rolle in dem deutsch-/südafrikanischen Projekt Nofretete – Die Frau des Pharao ist Kiehling bereits vorgeschlagen. Bis der Drehstart erfolgt, kann sich Kiehling seinen Hobbys widmen: Boxen, Reiten, Fechten und Eishockey, dem er beim HSV in Hamburg nachgeht. Oder sich Filme seines Lieblingsregisseurs Aki Kaurismäki ansehen. Im Frühjahr 2009 drehte Kiehling in der Eifel den Märchenfilm "Rumpelstilzchen" mit Julie Engelbrecht, Robert Stadlober und Gottfried John. In der Neujahrsepisode 2009 von "Das Traumschiff" ist er nach 2005 erneut an Bord der MS Deutschland.

Günter Felbert, Fachmann für die Betreuung von Schauspielern und Product Placement über Kiehling

"Ein schauspielerisch sensationell gereifter, charismatischer Mann, der in Deutschland einfach noch nicht richtig wahrgenommen wurde. Er hat das Potential zu einem echten Star. Was ihm fehlt, ist ein Projekt, das ihn auf breiter Basis bekannt macht." Wozu das führen würde? Dass noch mehr Menschen seinem Lächeln erliegen.