Schauspieler Patrick Swayze im Porträt

Ein Rückblick auf das Filmische Schaffen des beliebten Künstlers

Patrick Swayze in The Beast, 2009 - Warner Bros. TV
Patrick Swayze in The Beast, 2009 - Warner Bros. TV
Die Erfolge der Kino-Blockbuster "Dirty Dancing" und "Ghost" sowie die Fernsehserie "Fackeln im Sturm" bescherten Patrick Swayze weltweiten Ruhm. Er verstarb am 14.09.09

Im Mai 2009 lief eine Nachricht über die Agenturen, die die Welt erschütterte: Patrick Swayze sei tot. Doch die Medien überschlugen sich kurz darauf mit dem Dementi dieser damit offensichtlichen Falschmeldung. Es gibt nicht viele Schauspieler, die sich weltweit einer so großen Beliebtheit erfreuen, wie der an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte und am 18. August 1952 im texanischen Houston geborene Patrick Wayne Swayze.

Der berufliche Werdegang von Patrick Swayze

Der in New York zum professionellen Balletttänzer ausgebildete Texaner stand im Jahr 1979 erstmals vor einer Kamera: In der Rolle des Ace Johnson spielte Swayze, in der von Nick Castle geschriebenen und William A. Levey inszenierten, Kinokomödie "Skatetown, U.S.A.“. Seinem Image als jugendlicher Rebell entsprechend standen Auftritte in Fernsehfilmen wie "The Comeback Kid“ (1980), "Return of the Rebels“ (1981), "The Renegades“ (1982) oder auch einer Folge der Serie "M.A.S.H." im Terminkalender.

In "The Outsider“ arbeitete Swayze 1983 mit später ebenfalls sehr renommierten Kollegen wie Rob Lowe, Matt Dillon, Emilio Estevez, Ralph Macchio und Tom Cruise unter der Regie von Francis Ford Coppola. "Die verwegenen Sieben“, "Fäuste, Gangs und heiße Öfen“, "Pigs vs. Freaks“, "Grandview U.S.A.“ sowie "Die rote Flut“ waren Projekte, in denen Patrick Swayze 1983 und 1984 engagiert war.

Mit der ersten Staffel von "Fackeln im Sturm“ kamen 1985 Imagewechsel und weltweite Berühmtheit

In der Rolle des verantwortungsbewußten und gradlinigen Südstaatenoffiziers Orry Main erlangte Swayze einen weltweit hohen Bekanntheitsgrad. Die Saga war als Miniserie über drei Staffeln angelegt und erzählte die Geschichte der Familien Main und Hazard vor dem Hintergrund des amerikanischen Bürgerkriegs. Die Freundschaft der beiden Söhne der Clans, Orry Main und George Hazard (gespielt von James Read) sowie Orrys Liebe zu Madeline Fabray LaMotte (Lesley Anne Down) waren die tragenden Elemente der Reihe in den ersten beiden Staffeln. Mit dabei waren Topstars wie David Carradine und Kirstie Alley, Hal Holbook, Gene Kelly, Robert Mitchum, Jean Simmons, Johnny Cash, Elisabeth Taylor und Jonathan Frakes ("Star Trek“, Nr. 1, Commander William T. Riker).

Ebenfalls 1985 traf Swayze bei der Arbeit zum Kinofilm "Bodycheck“ erneut auf den Kollegen Rob Lowe. Ein Projekt und zwei Jahre später: "Dirty Dancing“! Ein Film, den jeder kennt und den jeder schon mehrfach gesehen hat. Daher erübrigt sich jede weitere Beschreibung dazu an dieser Stelle. Seit dem Erfolg von "Dirty Dancing“ war Swayze endgültig ein Weltstar. Der dazu von Swayze gesungene Song "She’s like the wind“ stürmte die Charts. Mit "Steel Dawn – Die Fährte des Siegers“, "Dirty Tiger“, "Road House“ und "Ruf nach Vergeltung“ konnte Swayze in den Jahren 1987 bis 1989 jedoch nicht an den Welterfolg des Tanzfilms anknüpfen.

1990 folgte erneut ein Blockbuster, der weltweit große Erfolge feierte: "Ghost – Nachricht von Sam“

Wenn ein Film seine Zuschauer mitten ins Herz traf, dann dieses anrührende Drama um den jungen Sam Wheat (Patrick Swayze), der wegen der Geldgier seines vermeintlichen Freundes Carl Bruner sterben mußte. Aus der Zwischenwelt vor dem Jenseits und mit Hilfe des Mediums Oda Mae Brown – genial verkörpert von Whoopi Goldberg – mußte Sam seiner in Gefahr befindlichen Freundin Molly Jensen helfen, die von Demi Moore gespielt wurde. Gab es einen Zuschauer, der beim Finale des Films nicht geweint hätte? "Ghost“ wurde von Bruce Joel Rubin geschrieben. Jerry Zucker führte Regie.

Im Jahr darauf überzeugte Patrick Swayze erneut als Schauspieler: "Gefährliche Brandung / Point Break“

An der Seite von Keanu Reeves spielte Swayze im diesem Surferkrimi, der am 19. September 1991 seine Premiere in Deutschland feierte, die Rolle des Bodhi. Drei Projekte und vier Jahre später lieferte Swayze in der Travestiekomödie "To Wong Foo“ wiederum einen Beweis für seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit ab.

Nach "To Wong Foo“ blieben die Blockbuster aus: 20 weitere Engagements, aber kein Knüller mehr

"Das Geheimnis der drei Wünsche“ wurde 1995 inszeniert. Nach drei Jahren Pause standen die Arbeiten zu "Black Dog“ und "Letters from a Killer“ im Terminkalender. Nach wiederum zwei Jahren Pause drehte Swayze "Forever Lulu“ (2000). "Green Dragon“ und "Donnie Darko“ entstanden 2001 unter Swayzes Mitwirkung.

"Waking Up in Reno“ (2002), "One last Dance“ und "Elevenforteen“ (jeweils 2003) sowie 2004 je ein Gastauftritt in der Sitcom "Whoopi“ und – in Form einer kleinen Nebenrolle als Tanzinstruktor – in "Dirty Dancing 2“ folgten. Im Zeitraum von 2004 bis 2007 war Patrick Swayze an nur sieben unwesentlichen Produktionen beteiligt. Schon eine Folge seiner im Januar 2008 diagnostizierten Krankheit?

Nominierungen und Privates zu Patrick Swayze

Drei Nominierungen für den Golden Globe erhielt Swayze für "Gefährliche Brandung“, "Ghost“ und "To Wong Foo“. Seine Mutter Patsy Swayze arbeitet in Hollywood als begehrte Choreographin. Patricks Vater Jesse Swayze starb bereits 1982 an einem Herzinfarkt. Zu seiner Familie gehören noch die Brüder Don und Sean, die Adoptivschwester Bambi sowie die bereits 1994 verstorbene Schwester Vicky Swayze. Seine am 12. Juni 1975 geschlossene Ehe mit der Schauspielkollegin Lisa Niemi führt Patrick skandalfrei, glücklich, aber auch kinderlos. Das Ehepaar lebt nördlich von Los Angeles. In "One last Dance", zu dem Lisa Niemi das Drehbuch geschrieben sowie Regie geführt und den Patrick produziert hatte, standen das Ehepaar sowie Bambi Swayze gemeinsam vor der Kamera.

Im Jahr 2009 häuften sich bereits die Berichte über Swayzes Kampf gegen den Krebs

Dennoch wirkte er im hochkarätig besetzten Drama "Powder Blue“ mit und spielte 2009 darin an der Seite von Forest Withaker, Jessica Biel, Ray Liotta sowie Kris Kristofferson. Der Film feiert am 23. Juli 2009 Weltpremiere in der Ukraine. Ebenfalls 2009 verkörperte Swayze die Hauptrolle des Charles Barker in der dreizehnteiligen Serie "The Beast“. Dem Krankheitsverlauf zum Trotz konzentrierte sich Patrick Swayze auf seine Arbeit, erlebte bessere und schlechtere Tage und hörte entgegen dem Rat der Ärzte nicht mit dem Rauchen auf, weil er sich wohl mit seinem Schicksal abgefunden hat. Am Montag, den 14. September 2009, verlor er den Kampf gegen den Krebs endgültig.

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