
- Maria Kwiatkowsky stirbt mit 26 Jahren. - Pegasus Künstleragentur
Als Mitglied des Ensembles der Berliner Volksbühne feierte Maria Kwiatkowsky rauschende Erfolge. Auch bei Fernsehproduktionen war die junge Schauspielerin gefragt. Sie spielte oft Charakterrollen. Maria Kwiatkowsky glänzte beispielsweise als manisch depressive Jugendliche und als von Magersucht gebeutelte junge Frau. Am 19. Februar 2012 wurde in der ARD der Polizeiruf 110 aus Rostock ausgetrahlt. In der Folge "Einer trage des anderen Last" spielte Maria Kwiatkowsky die Rolle der Jessica Schulz. Das war kurz vor ihrem Tod.
"Fröhlich, komisch, manchmal traurig, laut und niemals still" beschreibt die Berliner Volksbühne in ihrem Nachruf die junge Schauspielerin. Maria Kwiatkowsky ist bereits seit dem 4. Juli 2011 tot. Bekanntgegeben wurde ihr Ableben erst am Freitag, 8. Juli 2011. Die Schauspielerin war erst 26 Jahre alt. Über die Ursache ihres Todes gibt es keine konkrete Angaben. Sie sei an einem Herzstillstand gestorben, hieß es in einer öffentlichen Verlautbarung. Es war ein offenes Geheimnis, dass die junge Schauspielerin Drogenprobleme hatte.
Goldene Kamera für Maria Kwiatkowsky als beste Nachwuchsschauspielerin
Seit 2010 gehörte Maria Kwiatkowsky dem Ensemble der Berliner Volksbühne an. Die jetzt im Alter von 26 Jahren verstorbene Schauspielerin heimste für die ausdrucksstarke Darstellung eines Heimkindes in dem Film "En Garde" bereits 2004 höchste Auszeichnungen ein. Sie wurde für die Verkörperung der Rolle beim Filmfestival in Locarno als beste weibliche Darstellerin ausgezeichnet. Im Jahr 2010 erhielt die Berlinerin als beste Nachwuchsschauspielerin die Goldene Kamera. Die Rollen, die Maria Kwiatkowsky in Krimiserien spielte, waren anspruchsvoll. Sie brillierte in der ARD-Produktion "Bloch" und in den vom ZDF ausgestrahlten Staffeln zu "Kommissarin Lucas“ und "Kommissar Stolberg".
Maria Kwiatkowsky verbüßte Jugendstrafe für Brandstiftung am Prenzlauer Berg
Es gibt aber noch eine zweite Seite der Privatperson Maria Kwiatkowsky, die eine Jugendstrafe verbüßen musste, weil sie als 20-Jährige im November 2005 eine Kindertagesstätte am Prenzlauer Berg in Brand gesteckt hatte. Als Auslöser der Tat hatte die Schauspielerin einen Streit mit ihrem Freund genannt, der sie in Rage versetzt hatte. Die nahe ihrer Wohnung gelegene Kita habe sie sich zufällig ausgesucht. Rund 440.000 Euro Schaden waren damals entstanden. Maria Kwiatkowsky hatte ihre Schuld eingestanden und die Tat bereut. Sie wurde zu zwei Jahren Jugendstrafe mit Bewährung verurteilt. Den entstandenen finanziellen Schaden musste sie ausgleichen. Maria Kwiatkowsky war offensichtlich eine in sich zerrissene Persönlichkeit. Zwar wurde bisher nichts über die Todesursache bekannt gegeben, aber laut Berliner Morgenpost sickerte durch, dass die Schauspielerin "Probleme im Umgang mit Betäubungsmitteln" gehabt haben soll.
Dreharbeiten zu "Erfindung der Liebe" mit Mario Adorf
Im Kinofilm "Die Erfindung der Liebe", für den eine Woche zuvor die Dreharbeiten stattfanden, stand Maria Kwiatkowsky an der Seite von Mario Adorf. Sie sollte eine Schauspielschülerin darstellen, die einer todkranken Millionärin das Geld aus der Tasche ziehen will. "Mit Maria Kwiatkowsky verliert nicht nur die Volksbühne ein außergewöhnliches Talent“, so das Berliner Theater in einem Statement zum Tod von Maria Kwiatkowsky.
Quellen:
- Focus online
- Berliner Morgenpost
- Maria Kwiatkowsky blogspot
