Mit Schnarchen bezeichnet man ein meist lautes, kratzendes oder ratterndes Geräusch. Das Schnarchen wird in den oberen Atemwegen von schlafenden Menschen erzeugt. Normales Schnarchen entspricht der Norm und zählt daher nicht zu den Krankheiten. Fachleute bezeichnen diese Art des Schnarchens als kompensiertes Schnarchen. Je älter man wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man zu schnarchen anfängt. Im Durchschnitt schnarchen Männer häufiger als Frauen. Kinder schnarchen in der Regel kaum. Bei sehr starkem Schnarchen kann die Zufuhr von Sauerstoff gestört werden und es kommt zu einer Schlafstörung. Fachleute bezeichnen diese Art des Schnarchens als obstruktives Schnarchen.
Das Schnarchverhalten
Das Schnarchen kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und nur gelegentlich auftreten. So gibt es Menschen, die nur bei einem Schnupfen oder einer Erkältung schnarchen. Andere schnarchen jede Nacht sehr laut. In einzelnen Fällen kann das Schnarchgeräusch so laut sein, dass der Schnarchende selbst davon wach wird.
Viele Menschen schnarchen nur dann, wenn sie in einer bestimmten Position schlafen. Schläft man auf dem Rücken, so wird der Unterkiefer nicht gestützt und der Mund öffnet sich. Der Körper registriert dieses Zeichen als erschwerte Atmung bzw. einen Sauerstoffmangel und man dreht sich in eine andere Position. Durch dieses ständige Hin und Her bekommt der Körper nicht ausreichend Schlaf und man fühlt sich morgens müde und unausgeschlafen. Auch übergewichtige Menschen leiden oft unter dem Schnarchen.
Generell haben Schnarcher meist keinen erholsamen Schlaf. Es werden wichtige Tiefschlaf- und Traumphasen durch das Schnarchen gestört und unterbrochen. Es gibt einige Hausmittel und kleine Helferchen, mit denen man mit ein bisschen Glück leichte Schnarchgeräusche erfolgreich bekämpfen oder zumindest lindern kann.
Die verschiedenen Schlafphasen
Die Schnarchgeräusche betreffen aber nicht nur den Schnarchenden selbst, sondern auch den Partner. Dieser wird durch die Geräusche wach und liegt oft mehrere Stunden im Bett, ohne wieder einschlafen zu können. Hört das Schnarchgeräusch nicht auf, ist es fast unmöglich, wieder ein zu schlafen. So kann auch der Partner mit der Zeit an Schlafstörungen bzw. einem Schlafmangel leiden. Aber nicht jedes Atemgeräusch, das im Schlaf erzeugt wird, gehört zum Schnarchen. Es gibt Geräusche und Töne, die durchaus als normal betrachtet werden können. Die meisten Menschen schlafen nicht lautlos, sondern erzeugen während des Schlafens und besonders in der Tiefschlafphase Geräusche.
Selbsthilfegruppen für Schnarcher
Für Betroffene sind Witze über das Schnarchen oft nur schwer zu ertragen, da sich kaum jemand Gedanken über die Folgen macht. Betroffene fühlen sich nicht ernst genommen und in ihrem Leiden verspottet. Es gibt Bundesinitiativen und Selbsthilfegruppen, die eine erste Anlaufstelle für Schnarcher bieten. Dort finden Betroffene und deren Angehörige Hilfe und Zuspruch. Spezielle Foren im Internet bieten den Austausch mit Leidensgenossen an und fördern so eine positive Zuversicht, das Problem des Schnarchens zu bekämpfen.
Schnarchen und die Folgen
Da das Schnarchen schwere Folgen haben kann, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um gesundheitliche Probleme oder Erkrankungen auszuschließen. Der Hausarzt eignet sich als erster Ansprechpartner am besten, da man zu ihm bereits ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat und er gegebenenfalls eine Überweisung an einen Facharzt ausstellen wird. Meistens tritt das Schnarchen erst ab einem gewissen Alter auf. Im Durchschnitt schnarcht jeder vierte Mann unter 60 Jahren. Darüber sind es deutlich mehr. Im Vergleich dazu schnarchen durchschnittlich nur 10 % der Kinder.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
