Schnittchen-Siesta im Hamburger Kontorhausviertel - La Taskita

Das Kontorhausviertel ist Wirkungsstätte vieler hungriger Arbeitnehmer. Grund genug für ein reichhaltiges Mittagsangebot und eine Restaurant-Kritik

Zwei gute Gründe für die Taparia La Taskita zum Lunch um die Ecke zu stürmen, sind:

Es gibt schmackhafte Tapas in rauen Mengen zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Taparia La Taskita liegt inmitten des Kontorhausviertels .

Trotz vieler Tapas-Jünger, denen bereits Einlass gewährt wurde, findet sich schnell ein gemütlicher Ecktisch in den mediterran gekachelten Räumlichkeiten. Das Herzstück der Taparia, die Tapas-Vitrine, steht in Reichweite.

Spanisches Mittagessen und schwedischer Pop

Das Interieur der Bar ist eine gesunde Mischung aus einer katalanischen Tapas- und einer orientalischen Shisha-Bar, was in erster Linie an den samtroten „Deko-Trotteln“ an Gardinen, Sitzkissen liegt. Nur die Hintergrundmusik passt nicht wirklich zum Kernthema. Das spanische Lunch wird lautstark durch schwedischen 70er-Jahre-Pop angereichert: „Dancing Queen“ von Abba.

Wer ein von Sonnenstrahlen durchflutetes mediterranes Restaurant erwartet, wartet lange. Das Restaurant ist eher dunkel. Der authentische Geruch von Schinken und Chorizo wird dezent von einem Hauch von Reinigungsmittel angereichert.

Ein theoretisch einfacher Bestellvorgang

Der Bestellvorgang ist eigentlich einfach. Bestellt wird mittels vorgefertigten Tapas-Bestell-Formular, auf dem man aus einer Angebotsfülle Wunsch- Tapas ankreuzt und dann der Bedienung überreicht. In der Theorie ganz einfach.

Die Tapas lassen dennoch auf sich warten. Wer an dieser Stelle die „mañana- mañana“-Mentalität des Personals verdächtigt, irrt! Die Verzögerung liegt einzig und allein an der verpeilten Kundschaft, die das Formular fein säuberlich ausgefüllt und danach ebenso sorgfältig in die eigene Tasche gesteckt hat. So wird das natürlich nichts, und auch eine Bedienung kann nicht hell sehen.

Nachdem der Faux Pas der „La Taskita-Debüttanten“ geklärt ist, wird der zähe Bestellprozess durch eine zügige und zuvorkommende Bedienung kompensiert. Das frisch gebackene Weiß-Brot wird mit einer Aioli-Sauce serviert, die ihres gleichen sucht. Zügig folgen große Tapas-Teller, die gerade eben auf dem kleinen Tisch Platz finden und jetzt lustig durch getauscht werden können. Die spanischen Schnittchen sind köstlich und absolut ausreichend, zumal man sich bestimmt schon viel zu viel von dem Weißbrot genehmigt hat.

Spanische "Must Haves"

Das Sortiment reicht von den „must haves“ Datteln im Speckmantel über Kartoffeln mit Salzkruste bis hin zu Scampis und frittierten Stockfisch-Kroketten. Das Preisleistungs-Verhältnis ist sehr gut. Das Bezahlen geht im Vergleich zum Bestellen richtig zügig.

Alles in Allem eine sehr gute und vor allen Dingen iberisch vielseitig schmeckende Mittags-Alternative. Der leichte Chlor-Geruch in der Nase ist durch kräftiges Inhalieren der Aioli-Sauce wie weggezaubert.

Taparia la Taskita:

Absolut empfehlenswert für einen mediterranen Mittagsplausch unter Kollegen. Für den abendlichen Plausch muss jedoch eine andere Lokalität aufgesucht werden. Die Taparia schließt um 21:00 Uhr. Auch am Wochenende hat die Tapasbar aufgrund ihrer Geschäftsviertel-Lage nicht geöffnet.

http://www.la-taskita.de/

Doris Brandt, Doris Brandt

Doris Brandt - Geboren in Wedel bei Hamburg. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und verschiedenen Auslandsaufenthalten in den USA, Studium der ...

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