Ein Spaziergang am Strand macht Spaß und ist gesund. Ist das Wetter weniger zum Baden geeignet, werden schöne Steine und Muscheln gesammelt. Geeignet zum Sammeln sind ein kleiner Plastikeimer und eine Kinderschaufel. Noch im Urlaubsort oder zu Hause können aus den gesammelten Muscheln schöne Dinge gebastelt werden. Das Alter der Kinder für solche Bastelarbeiten kann zwischen fünf und zwölf Jahren liegen. Zuerst wird eine kleine Materialliste angefertigt und die notwendigen Dinge werden im Haushalt oder in einem Bastelgeschäft besorgt.

Benötigte Materialien für das Basteln mit Muscheln

  • Viele verschieden große Muscheln, Steinchen und Perlen
  • Ein Satz Acrylfarben, Klarlack und Pinsel
  • Bleistift und Radiergummi
  • Klebstoff
  • Hammer, Nägel, Haken und ein scharfes Messer
  • Drei Bilderrahmen, zweimal ohne Glas
  • Handbohrer
  • Knetmasse und ein Holzbrettchen
  • Farbloser Perlon- und stabiler Bindfaden
  • Eine alte Zahnbürste und eine Schüssel mit Wasser
Alle gesammelten Muscheln werden gründlich gereinigt. Dies geht mit einer alten Zahnbürste und klarem Wasser am einfachsten.

Eine Kette aus Muscheln basteln

Aus kleinen Muschelschalen lassen sich sehr schöne Ketten anfertigen. Nimmt man verschiedenfarbige Muscheln, wirken sie besonders interessant. Wer möchte, kann die Kette noch zwischendurch mit Perlen bestücken. Es wird die benötigte Anzahl, entsprechend der Länge der Kette, an Muscheln herausgesucht. In jede Muschel wird mit einem Handbohrer vorsichtig ein Loch gebohrt. Die Muschel liegt dabei auf einem Holzbrettchen auf. Vor dem Bohren wird unter jede Muschel etwas Knetmasse gegeben. Dadurch wird verhindert, dass die Muschel bei der Bearbeitung bricht. Jetzt werden die Muschelschalen und Perlen abwechselnd aufgereiht. Zum Schluss wird die Schnur an den Enden fest verknotet.

Ein Windspiel aus Muscheln

Windspiele gibt es in unzähligen Variationen und Größen, zur Dekoration eines Gartens oder Balkons sowie als Klangspiel zur Meditation. Beim Basteln von Windspielen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Windspiele haben einen angenehmen und leisen Klang. Dieser wirkt wohltuend und schafft im Haus eine behagliche und entspannte Atmosphäre.

Man nimmt einen Holzbilderrahmen mittlerer Größe und bohrt in alle vier Ecken ein Loch. Jeweils durch die gegenüberliegenden zwei Löcher wird ein Bindfaden gefädelt. Die vier Enden der Bindfäden werden miteinander in der Rahmenmitte verknotet. An diesem Knoten wird die Aufhängung für das Windspiel befestigt. An den langen Seiten des Bilderrahmens werden in gleichmäßigem Abstand jeweils drei Löcher und an den schmalen Seiten zwei Löcher gebohrt. Nun schneidet man sechs Fäden von etwa 95 Zentimeter Länge zurecht. An diesen werden durchbohrte Muschelschalen verschiedener Größe, im Abstand von etwa fünf Zentimetern, mit Leim befestigt. Das eine Ende der Bindfäden wird durch die Löcher im Rahmen gefädelt und verknotet, um ein herausrutschen zu verhindern. An den anderen Enden wird eine schwere Muschel oder ein Stein angebracht, damit der Faden straff herunterhängt. Nachdem dieses Kunstwerk gut aufgehängt worden ist, kann der Wind seine leise Melodie damit spielen.

Einen Muschel-Bilderrahmen anfertigen

Dies ist eine sehr einfache Bastelarbeit. Oft gibt es zuhause einen ungenutzten Bilderrahmen oder man erwirbt diesen preisgünstig auf einem Flohmarkt. Man sucht sich die entsprechenden Muscheln aus der Sammlung heraus und legt diese probeweise und dicht auf den Bilderrahmen. Zwischen den Muscheln kann man zusätzlich noch schöne Steinchen oder Perlen in passender Farbe anbringen. Nun werden die Muscheln in derselbem Anordnung wie auf dem Rahmen neben diesem abgelegt. Der Rahmen wird gleichmäßig mit Leim bestrichen und kurz darauf werden die Muscheln wie vorher auf dem Rahmen angebracht. So lange der Leim noch nicht getrocknet ist, sind Korrekturen möglich. In einen solchen Rahmen passen am bester Strandbilder aus dem Urlaub.

Ein Bild aus Muscheln entwickeln

Hierfür gibt es unzählige Motive. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Strandbild mit Segelschiffen. Dazu sucht man sich einen nicht zu großen Bilderrahmen aus und entfernt die Glasscheibe. Danach malt man das Motiv mit Bleistift auf die Bilderpappe. Es wird die Trennung für das Ufer und das Meer gekennzeichnet. Etwas vom Ufer weg kann man noch ein oder zwei Segelboote im Umriss einzeichnen und an der Seite einen Leuchtturm. Jetzt werden die passenden Muscheln ausgesucht und auf die Pappe gelegt. Weiße Muscheln nimmt man für die Segel und die dunkleren für die Bootskörper und den Strand. Mosaikartig werden die Flächen mit Muscheln belegt. Mit einem Messer kann man die Muschelschalen passender machen. Ist das Motiv fertig belegt, werden die Muscheln, die auf den großen Flächen Platz finden sollen, in derselben Anordnung wie auf dem Bild neben dieses gelegt. Die erste große Fläche, zum Beispiel der Strand, wird gleichmäßig mit Leim bestrichen und kurz darauf werden die Muscheln wie vorher auf dieser Fläche positioniert. So wird auch mit allen weiteren Flächen verfahren. Ist das Bild vollständig mit Muscheln ausgefüllt und der Leim getrocknet, wird es mit Farbe ergänzt. Da blaue Muscheln eher nicht zu finden sind, werden die Muscheln der Wasserfläche mit blauer Farbe übermalt. Nun kann das Bild je nach Wunsch, weiter farbig bemalt werden. Ein so gefertigtes Bild ist immer ein Unikat und eine schöne Urlaubserinnerung.

Weitere Ideen

Es gibt viele weitere Bastelideen mit Muscheln. Ebenso wie einen Bilderrahmen kann man ein kleines Holzkästchen mit Muscheln bekleben. Dieses kann dann als Schmuckkästchen genutzt werden. Oder man hat ein Windlicht in einer Schale. Diese wird gleichmäßig mit Sand, kleinen Steinen und Muscheln gefüllt. Bei Kerzenschein kann man sich dann in der kälteren Jahreszeit an die schöne Urlaubszeit erinnern.

Die größte Muschel der Welt

Die größte Muschel der Welt wird als Mördermuschel bezeichnet. Sie gehört zur Familie der Riesenmuscheln. Sie kommen im indopazifischen Ozean vor. Die Schale einer solchen Muschel kann bis zu 1,4 Meter lang werden. Ihr Gewicht beträgt bis zu 200 Kilogramm. Dadurch kann sie sich nur wenig bewegen. Die großen Schalenhälften wurden früher als Taufbecken verwendet.

Das Markenzeichen einer Handarbeit oder Bastelei ist ihre Einmaligkeit, egal wie gut sie gelingt. Es ist für Kinder reizvoll, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten auf diese Art und Weise zu erproben und ständig weiter zu entwickeln.

Quellen:

  • Hobby Blätter – Verlag Junge Welt Berlin
  • Werner Hirte – 1000 Dinge selbst gebaut – Urania Verlag Leipzig
Nachweis der Bilder: Bild 1 © Gaby Kempf / Pixelio.de * Bild 2 © Dieter Wndelken / Pixelio.de * Bild 3 © Dieter Spillmann / Pixelio.de * Bild 4 © Johannes Schätzler / Pixelio.de * Bild 5 © Alfred Heiler / Pixelio.de