
- Butchart Gardens in Victoria BC - Canadian Tourism Commission
Das milde Klima Vancouver Islands, das - im Gegensatz zum Rest Kanadas - keine strengen Winter kennt, erlaubt es den Gärtnern und Landschaftspflegern der Insel an der Westküste British Columbias, ihre Gärten und Parks mit exotischen Pflanzen zu bestücken, die man in diesen Breiten eigentlich nicht erwartet. So wachsen hier Blumen aus dem Himalaya neben Pflanzen, die aus den Subtropen stammen. Ungewöhnliche Blumen- und Pflanzenkombinationen sorgen in den Gärten und Parks von Victoria BC für ein üppiges Farbschauspiel, das jeden Sommer zahlreiche Besucher anlockt. Allein die Hauptstadt British Columbias, Victoria, am Südende Vancouver Islands bietet eine ganze Reihe sehenswerter Gärten und Parks. Drei davon sind besonders sehenswert:
Die Butchart Gardens auf Vancouver Island
Am bekanntesten sind sicher die Butchart Gardens nördlich von Victoria. Hierher zieht es jeden Sommer zahllose Besucher aus aller Welt, die durch den ehemaligen Steinbruch wandern und sich von Blumenarrangements bezaubern lassen. Tulpen aller Art wachsen neben roten Geranien und vielfarbigen Aschenblumen. Rosa und malvenfarbene Akeleien, orange leuchtende Mauerblümchen und gelbe Sonnenröschen sorgen für ein vielfarbiges Blumenbeet.
Im Japanischen Garten werden Staudenarrangements immer wieder mit überraschenden asiatischen Blickfängen unterbrochen: steinerne Lampen, rotleuchtende Brücken, die über plätschernde Bäche führen und Lampions, die von exotischen Bäumen hängen.
Von Juni bis Juli lohnt ein Besuch im Rosengarten. Hier wachsen Sorten wie die Duftwolke, Abrakadabra und Neon Nächte und verführen die Besucher mit ihrem intensiven Duft. Dazwischen leuchtet royalblauer Rittersporn. Weitere Blumensorten, die man in diesen Monaten in den Butchart Gardens sehen kann, sind Rudbeckien, duftende Sonnenwenden, helle Dahlien und Hortensien.
Die Gärten und das Waldland von Glendale
Der Ottawa Citizen zählt Glendale Gardens & Woodland zu den zehn schönsten Gärten Kanadas. Diese Gartenanlage besticht durch ihr Nordwestküsten Feeling. Hier legt man besonderen Wert auf die Pflanzenwelt des pazifischen Nordwesten und legt auch Gärten mit heimischen Pflanzen an. Kein Wunder, ist Glendale doch Sitz des Pacific Horticultural College, der Pflanzenbauschule des Pazifischen Nordwestens. Daher begegnet der Besucher bei seinem Rundgang auch immer wieder Gartenbaustudenten, die sich mit ihren Studien beschäftigen.
Etwa ein Drittel der Gartenanlage widmet sich der heimischen Vegetation: Garry Eichen, Farne und wilde Glockenblumen. Aber es gibt auch andere Pflanzen- und Blumenarten zu sehen wie Bartnelken, flammende Herzen und weitere. Durch den Takata Japanese Garden fließt ein ruhiger Bach, über den Brücken führen, und der mit dem Zen Garden eine hervorragende Ecke zum Ausruhen besitzt. Sehenswert ist außerdem der Mittelmeergarten mit seinem sonnenverwöhnten Lavendel, den Sukkulenten und den Fetthennen. Und auch Kinder werden sich hier wohlfühlen: für sie gibt es ein kleines Spielhaus, in dem Pflanzen auf dem Dach wachsen und in einer allen Kinderkrippe.
Der Abkhazi Garten
Der ehemalige Privatgarten des georgischen Prinzen Nicholas Abkhazi und seiner Frau Peggy, die in Victoria BC im Exil lebten, blickt auf ein halbes Jahrhundert Geschichte zurück. Nach dem Tod der beiden Besitzer kaufte die Land Conservancy of British Columbia den Garten im Jahr 2000 und unterhält ihn nun in der Tradition der Abkhazis. Hier spaziert der Besucher durch Rhododendren, von denen einige älter als einhundert Jahre sein sollen, vorbei an spanischen Tannen und Stechfichten, die so zugeschnitten wurden, dass sie moosbedeckten Felsen Schatten spenden. Natürlicher Rasen windet sich an einem Pfad entlang, den Peggy Abkhazi als Yangtse Fluss bezeichnete.
Der Gartenbauarchitekt Jeff de Jong der Land Conservany of BC meint: "In diesem Garten herrscht eine solche Ruhe. Das ist es vor allem, was die Besucher spüren, wenn sie hierher kommen." Der Abkhazi Garden ist ein echter Ruhepol inmitten der Hektik der Großstadt.
Blütenpracht auf Vancouver Island kann man auch noch anderswo erleben, zum Beispiel wenn die Osterglocken blühen auf der Saanich Peninsula oder auf der Lavendel Farm im Cowichan Valley.
Quelle: Canadian Tourism Commission und eigene Recherchen vor Ort
