
- Landschaft am Icefields Parkway - Icefields Parkway
Kaum einer ist nicht begeistert von der grandiosen Naturkulisse, die sich dem Autofahrer auf der Straße zwischen Lake Louise und Jasper bietet. Stille Bergseen, in denen sich die umliegenden Dreitausender spiegeln, wenn Windstille herrscht, Gletscher, die zum Greifen nah scheinen, tiefblaue oder milchiggrüne Gletscherseen, deren Farben unwirklich erscheinen und eine fast zahme Tierwelt, die sich immer wieder in Gestalt eines Bären, eines Elchs oder eines Dickhornschafs am Wegesrand zeigt, sind Eindrücke, die man von einer Autofahrt entlang des Icefields Parkway mit nach Hause nimmt. Die Tour von Lake Louise nach Jasper gilt als eine der schönsten Bergstrecken der Welt - zu Recht.
Die schönste Straße durch die Rocky Mountains Kanadas: Der Icefields Parkway von Lake Louise nach Jasper
Nur wenige Kilometer westlich von Lake Louise zweigt der Icefields Parkway nach Norden ab in Richtung Jasper. Er führt durch den Banff und Jasper Nationalpark über eine Strecke von etwa 230 km nach Norden durch eine der schönsten Bergregionen Westkanadas. Wer die landschaftliche Schönheit dieser Route wirklich kennen lernen will, sollte das Auto auch einmal stehen lassen und sich einige der ausgeschilderten landschaftlichen Highlights auf einer kleinen Wanderung oder einem kurzen Spaziergang ansehen.
Dies beginnt bereits wenige Kilometer hinter der Abzweigung bei Lake Louise mit dem Hector Lake, einem kleinen, wenig auffälligen See, der bei Windstille seine wirkliche Schönheit entfaltet: dann nämlich spiegeln sich die umliegenden Berggiganten im glasklaren Wasser des Sees und bieten dem Betrachter einen Eindruck davon, wie überwältigend die kanadischen Rockies sein können.
Rocky Mountains Kanada: Landschaftliche Highlights an der Route des Icefields Parkway
Es gibt eine ganze Reihe landschaftlicher Höhepunkte, die vielen bereits von Fotos bekannt sind, die weltberühmt sind. Dazu gehören:
- der Crowfoot Glacier am Bow Lake
- der Bow Pass und der milchiggrüne Peyto Lake
- das Columbia Eisfeld
- die Sunwapta Falls und
- die Athabasca Falls.
Am Columbia Eisfeld können Besucher mit Spezialfahrzeugen auf den Gletscher fahren - ein eher zwiespältiges Erlebnis, da der Schutz der Natur dabei in den Hintergrund rückt. Und wenn man die Besucher ansieht, fragt man sich, was manche der Damen mit Stöckelschuhen auf dem Gletscher suchen . Schöner ist es da schon, sich den grandiosen Ausblick auf das Eisfeld bei einer Wanderung über den gegenüberliegenden Berg zu gönnen. Aber Vorsicht vor Bären! Diese sind hier in großer Anzahl vorhanden und scheuen auch vor näherer Bekanntschaft mit den Besuchern nicht zurück, an die sie sich im Laufe der Jahre gewöhnt haben. Daher sollte man die Verhaltensregeln der Parkverwaltung immer genau beachten.
Geheimtipps abseits der Hauptstrecke des Icefields Parkway
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann auf kleinen Wanderungen und Spaziergängen dem sommerlichen Trubel an der Hauptstraße entgehen. So lohnt der Spaziergang hinunter in den Mistaya Canyon mit seinem eindrucksvollen Bachbett ebenso wie eine Wanderung entlang der Parker Ridge. Kurz bevor der Icefields Parkway Jasper erreicht, zweigt bei den Athabasca Falls die Nebenstrecke des Highway 96A links ab. Und wer gerne wandert, findet nur wenige Kilometer von der Kreuzung entfernt interessante Wanderwege zum Mount Edith Cavell - zum Beispiel zu einer Eishöhle, die man gut zu Fuß erreichen kann. Die Nebenstraße ist auch eine gute Wahl, wenn man unterwegs Ausschau nach wilden Tieren hält. Hier stehen die Chancen gut, einen Bären oder einen Elch zu sehen.
Alle, die den Icefields Parkway wirklich kennen lernen wollen, sollten mindestens einen vollen Tag - bei längeren Wanderungen auch zwei oder drei Tage - einplanen. Nur dann hat man die Möglichkeit, die landschaftlichen Höhepunkte abseits der Hauptstrecke zu erkunden und dem Rummel entlang der Straße zu entgehen.
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