Schokolade - Sündenfall mit Glückseffekt

Alles, was Sie schon immer über Schokolade samt Wirkung und Nebenwirkung wissen wollten.

Süß und auf der Zunge zerschmelzend - kaum jemand kann sich dem sinnlichen Genuss von Schokolade entziehen. Kleiner Luxus im manchmal tristen Alltagsleben: hemmungslos gibt Mann/Frau sich dem Genuss des "braunen Goldes" hin - man gönnt sich ja sonst nichts.

Was ist dran am Mythos "Glücklichmacher" Schokolade?

Dass Schokolade glücklich macht, ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen:

Kakao enthält außer anregenden Substanzen wie Koffein auch eine Aminosäure, die im Gehirn zu Serotonin, dem Botenstoff für gute Laune, umgewandelt wird. Sogar ein leicht berauschender Stoff - das Anandamid - wurde in Kakao gefunden! Aber keine Sorge - viele Kilos Schokolade müssten konsumiert werden, um tatsächlich einen "Rauschzustand" zu spüren. Schokolade - von ihrer dunklen Seite - hat auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit: im Kakao sind Flavanole - zellschützende Pflanzenstoffe - enthalten, die den Blutdruck senken und das Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, mindern. Vorausgesetzt wird dabei mäßiger Genuss - also einige Gramm Kakao täglich. Schokolade macht also tatsächlich glücklich und gesund.

Schokolade und Frauen

Laut dem Magazin "Elle" verzichten 50% der Amerikanerinnen lieber auf Sex als auf Schokolade. Warum scheinen Frauen die süße Versuchung häufiger zu brauchen als Männer? Nach dem Eisprung sinkt der Serotoninspiegel im Körper langsam - kurz vor der Menstruation sogar stark ab: Launenhaftigkeit, Stimmungsschwankungen und depressive Phasen "schreien" nach: Schokolade! Der "Glücklichmacher" kann diese negativen Effekte zumindest dämpfen.

Wie frisch verliebt

Schokolade enthält "Phenylethylamin". Diese Substanz ist auch vermehrt im Blut von Frischverliebten zu finden. Phenylethylamin ist ein Muntermacher, steigert die Pulsfrequenz und löst einen Wohlfühleffekt aus.

Pickel, Stress und Schokolade

Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Schokoladenkonsum Pickel verursacht. Vielmehr löst Stress Pickel und gleichzeitig Heißhunger auf Süßigkeiten aus - so kommt Schokolade zum fälschlichen Ruf, Hautunreinheiten auszulösen.

Schokolade und ihre Historie

Entdecker des Geschmackes der Kakaopflanze waren die Mayas, die mexikanischen Ureinwohner. Später brauten die Azteken einen "Göttertrank" namens "Xocolatl" (bedeutet bitteres Getränk) aus Kakao, Maismehl, Zimt, Chili, Honig und Wasser - daher der Name "Schokolade". Xocolatl war dem Stammeshäuptling und wenigen Auserlesenen vorbehalten: sie schätzten die belebende und stärkende Wirkung des Wundertrankes.

Erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts gelangte das bitterscharfe Getränk über spanische Eroberer nach Europa - doch es wollte hier niemandem munden. Der Zusatz von Zucker sorgte jedoch für ein neues Geschmackserlebnis und Schokolade wurde zum Luxus- und Modegetränk in ganz Europa.

Francois-Louis Cailler gründete im zarten Alter von 23 Jahren 1819 die erste Schokoladenfabrik in Vevey in der Schweiz. Hier wurde auch erstmals blockmäßig Schokolade hergestellt. Bis dahin hatten französische und italienische Süßwarenhersteller Schokolade in kleinem Rahmen produziert. Italienische Schokolade wurde zu dicken Rollen geformt und später in Scheiben geschnitten.

Die erste Milchschokolade wurde 1875 von Daniel Peter, dem Schwiegersohn von Francois-Louis Cailler, und Henri Nestlé ebenfalls in Vevey hergestellt.

„Man soll dem Körper etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen." (Winston Churchill)

Brigitta Mesenich und Kater Konstantin, Brigitta Mesenich

Brigitta Mesenich - Mein Name ist Brigitta Mesenich. Ich habe drei Töchter, einen Kater und jede Menge Ideen im Kopf. Vielleicht kann ich meinen Wunsch, ...

rss