
- Schnorcheltraining Olympia-Bad München - K. Mieth
Eine Badehose oder einen Badeanzug hat jeder und in Aussicht auf den kommenden Sommerurlaub in der Karibik ist eine Investition in Flossen, Maske und Schnorchel sehr sinnvoll. Aussichtsreich ist auch das Schnorchel- und Tauchtraining im Münchner Olympia-Hallenbad, wo Wasserratten schon mal vorlernen können, mit der ABC-Ausrüstung aus Flossen und Co. umzugehen. „Meine Gruppe trainiert schon seit dem Jahr 2009 im Becken unter dem Fünf-Meter-Sprungturm, das uns am Freitag Abend zur Verfügung steht“, erklärt Jenny Sadzik. Die Schnochel- und Tauchlehrerin erläutert weiter: „Absolute Anfänger können erste Erfahrung unter Wasser sammeln und das Atmen nur durch den Mund erlernen, das zum Schnorcheln gehört, wie die Flosse zum Fisch.“ Von den Fischen abgeschaut ist auch die Technik des korrekten Flossenbeinschlags und das Abtauchen. Ob ein Anfänger fünf Meter erreicht, die das Becken in die Tiefe misst, hängt von seinen sportlichen Vorerfahrungen und davon ab, ob es ein guter Schwimmer oder Urlaubsschnorchler ist. Zum Training kommen Schwimmer mit Unterwassererfahrung oder Anfänger. „Wir hatten schon Gäste, die hier ihre Liebe zum Schnorcheln entdeckt und dann auf ihrer Hochzeitsreise in die Karibik die Unterwasserwelt lieben gelernt haben. So war unser Schnorcheltraining im Olympia-Bad Impulsgeber für eine lebenslange Verbindung in gemeinsamer Liebe zur Unterwasserwelt“, so die Schnorchel- und Tauchlehrerin. „Was man neben dieser Freude noch braucht, sind gute Schwimmkenntnisse und gesunde Ohren.“
Auf die Flossen fertig los
Im Kurs sammeln die Teilnehmer erste Erfahrungen mit dem Druckausgleich für die Ohren, der beim Abtauchen eine Trommelfell-Schädigung verhindert. „Das ist wie beim Nase-schnäuzen oder Nase-zuhalten, man muss einmal kräftig dagegen atmen“, erklärt Jenny Sadzik. Die meisten Teilnehmer trainieren schon circa ein Jahr, aber schon nach einigen Trainingsrunden erzielen Schnorchler und Taucher Erfolge und so lohnt sich die Anschaffung der ABC-Ausrüstung auf jeden Fall, die für Einsteiger um 50 Euro kostet. Die höherwertige Ausführung des Schnorchel-Sets kostet um 140 Euro. Mit den Kenntnissen aus dem Schnorchelkurs und der ABC-Ausrüstung im Gepäck steht dem kommenden Karibik-Urlaub nichts mehr im Weg.
Nach Herzenslust im Olympia-Bad untertauchen
Im Wechsel trainiert das Dreierteam aus Jenny, Martin und Peter die Schnorchel- und Tauchbegeisterten. Vor dem Abtauchen gibt es jedoch noch viel Wissenswertes zu den Vorbereitungen. Auf die Frage der Suite101-Autorin, warum manche Teilnehmer kurze weisse Socken unter den Flossen tragen, erklärt die Tauchlehrerin: „Es gibt zweierlei Flossen. Die Schwimmerflossen sind kürzer und hinten geschlossen und damit diese besser sitzen, tragen manche Taucher unter den Flossen feine Baumwollsocken. Die zweite Variante von Flossen sind sogenannte Apnoe-Flossen, „Apnoe heißt: Ohne Atem“, erklärt die Tauchlehrerin, „diese Flossen sind sehr viel länger, als herkömmliche“, deutet Jenny Sadzik auf die langen schlanken Gummipaddel. „Wir machen hier im Kurs aber nur wenig „Apnoe-Tauchen“, es geht mehr um Technik und Kondition, erklärt die passionierte Tauchlehrerin, die schon seit 1985 den Tauchschein besitzt und seit 20 Jahren Flossen-Training gibt.“ Vor dem Untertauchen in karibischen Meeresgefilden empfiehlt sie noch das Googeln, um Wissenswertes über die uralte Schwammtaucher-Tradition aus Japan, das Ama-Tauchen in der Theorie kennen zulernen.
Wissenswertes über die Ursprünge des Tauchens
„Das Freitauchen, Tauchen mit angehaltenem Atem, begann vor über 2000 Jahren mit der Schwamm- oder Perlentaucherei. Beim Apnoe-Tauchen oder Freediving atmet man vor dem Abtauchen ein und nutzt nur diesen einen Atemzug. Den Zeitraum des Luftanhaltens bezeichnet man als Apnoe, das Wort kommt aus dem Griechischen. In Japan oder auf der griechischen Schwammtaucherinsel Kalymnos tauchten schon vor Jahrhunderten Freitaucher nach Schwämmen, Muscheln und Korallen nur mit einem Stein beschwert, der sie in die Tiefe zog. Heute wird diese Art des Tauchens als Extemsport betrieben, den Urlaubs-Schnorchlern- und Tauchern geht es eher um die Erkundung der vielfältigen Unterwasserwelt.
Nach dem Schnorchelkurs im Pool ist - Vor dem Abtauchen in karibischen Gewässern
Bevor man in die fremde Unterwasserwelt eintaucht ist es sinnvoll, im Schnorchelkurs zu überprüfen, ob die Sportart für einen geeignet ist. „Der Kurs ist offen für alle, Kinder unter 12 Jahren müssen von ihren Eltern begleitet werden, sagt die Schnorchel- und Tauchexpertin. Das Training startet mit sechs Bahnen Einschwimmen, in der Mitte des Beckens unter dem Sprungturm versuchen die Taucher, je nach Kondition auf den Grund zu gelangen. In darauf folgenden Übungen wird mit einem Konditionstraining die Muskulatur gestärkt und das Lungenvolumen verbessert. Dabei durchziehen die Flossenträgerinnen- und Träger kraftvoll das Becken, machen unter Wasser einen U-Turn, wobei die Flossen in die Höhe ragen. „Das erinnert an Schwäne und Enten, die auf ihrer Futtersuche nach unten abtauchen“, kommentiert die Suite101-Autorin das, den Wasservögeln nachempfundene Verhalten. „Es macht mir wahnsinnig viel Freude, diesen Sport auszuüben“, erzählt eine Teilnehmerin, „und ich hoffe, meine Kenntnisse bald auf einer Reise in der Inselwelt der Karibik anwenden zu können. Auf einer Reise nach Venezuela haben wir mit einer Gruppe schon im offenen Meer geschnorchelt, die nach unten absteigenden Felsen und mannsgroße Fische sind unglaublich faszinierend. Nach einer halben Stunde musste ich allerdings wieder an Bord, da der Körper ausgekühlt war. Es kann auch gefährlich werden, wenn man dann ohne Tauchanzug weiter schnorchelt“. Gut vorbereitet ist die Vielfalt der Unterwasserwelt nicht nur faszinierend für die Augen, die Geräuschlosigkeit unter Wasser wirkt sich auch wohltuend auf Körper und Seele aus. Den Druckausgleich für die Ohren und das Ab- und Auftauchen haben die Teilnehmer der Schnorchel- und Tauchgruppe ja im Olympia-Bad gelernt.
Quellen: Information Tauchlehrerin: Jenny Sadzik und Vor-Ort-Recherche
