Schottisch-Gälisches in Cape Breton Nova Scotia

Keltische Traditionen auf der Insel an Neuschottlands Atlantikküste

Dudelsackspieler am Meer - jurvetson, Flickr
Dudelsackspieler am Meer - jurvetson, Flickr
Ein Viertel der Bewohner Nova Scotias ist schottischer Abstammung, und die gälische Kultur ist vor allem auf der Insel Cape Breton im Osten der Atlantikprovinz präsent.

Schon die Straßenschilder deuten darauf hin, dass viele Menschen mit schottisch gälischem Erbe auf Cape Breton Island leben. Viele Orte besitzen zwei Namen – einen englischen und einen gälischen, wie zum Beispiel die kleine Stadt Mabou, An Drochaid auf Gälisch, ein Name, den man durchaus auch auf den Straßenschildern entlang der Wege durch Cape Breton Island lesen kann.

Im Red Shoe Pub des kleinen Ortes trifft sich die Gemeinde auf eine Schüssel Fischsuppe und gesalzene Kabeljaubiscuits. Und sie kommen, um der Fiddle Musik von Andrea Beaton und David Rankin zu lauschen – Verwandte von Kanadas bekanntester Musikgruppe für gälische Musik. der Rankin Family, deren CDs seit den 1990er Jahren regelmäßig Platin erzielten. Und sie tanzen gerne dazu in der gälischen Form des Steptanzes. Jeden Samstag Abend treffen sie sich in der Sporthalle des Ortes zum traditionellen gälischen Square Dance, der an die Massentänze von Riverdance erinnert.

Schottisch Gälisches Erbe wird gepflegt auf Cape Breton Island

Die Bewohner von Cape Breton sind stolz auf ihre schottisch-gälische Herkunft und tun viel, um die alten Traditionen, die sie aus dem schottischen Hochland mitbrachten zu erhalten. Im Sommer heißt das Gaelic College of Celtic Arts & Crafts in St. Ann's mit "Caed Mille Failte!" alle jene hunderttausend Mal willkommen, die gerne die gälische Sprache lernen oder die Fiedel spielen wollen. Während der Sommersaison lädt ein Dudelsackspieler Interessierte ein, sich näher mit dem schottischen Erbe der Region zu befassen. Und im dazugehörenden Souvenirladen erhält man alles vom Kilt über flauschige Wollschals bis hin zu keltischem Silberschmuck.

Keltische Musik im Celtic Music Interpretive Centre

Neben zahlreichen lokalen Pubs und Gemeindehallen, in denen die Ceilidhs, schottisch-irische Tanz- und Musikveranstaltungen, stattfinden, die bei Einheimischen wie Gästen gleichermaßen beliebt sind, gibt es seit 2006 das Celtic Music Interpretive Centre in Judique. Hier führen professionelle Musiker aus Cape Breton ihre Kunst vor, und wer will, kann außerdem den Umgang mit traditionellen schottisch-irischen Musikinstrumenten wie der Fiedel oder dem Dudelsack lernen. Wer nur kurz Zeit hat, sollte das Zentrum zur Mittagszeit besuchen, denn jeden Wochentag zwischen 11.30 und 13.00 Uhr findet hier ein kostenloses Ceilidh statt mit Tanz und Musik.

Schottisch inspiriert übernachten in der Keltic Lodge Resort and Spa

Gleich hinter der östlichen Einfahrt in den Cape Breton Highlands National Park am Cabot Trail liegt die Keltic Lodge, ein Luxus Resort, auf einer Halbinsel, die sich in die umliegende Bucht in den Atlantik hinausschiebt. In gepflegter Umgebung lässt sich der wundervolle Ausblick auf das Meer bei einem Spaziergang zur Spitze des Middle Head - so heißt die Halbinsel - genießen, die Augen immer auf die Wellen gerichtet, um vielleicht doch einen Wal oder eine Robbe zu entdecken oder dem Flug von vorbeifliegenden Möwen oder Fischadlern folgend. Andere verbringen einen sportlichen Nachmittag auf dem Golfplatz, der zum Resort gehört oder einen Badetag am geschützten Sandstrand unterhalb der Lodge, um sich anschließend im Wellnessbereich des Hotels von den Anstrengungen zu erholen.

Den schönen Abschluss des Tages bildet ein elegantes Abendessen im Purple Thistle Restaurant der Lodge mit frischen Hummer und Blick auf den Sonnenuntergang über dem Middle Head. Und bevor die bequemen Betten der Lodge einen ruhigen Schlaf versprechen, hört man noch dem Barden in der gemütlichen Highland Bar and Lounge zu wie er Lieder vorträgt, die Alba Nuadh (Nova Scotia) besingen.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort

Monika Fuchs, Monika Fuchs

Monika Fuchs - Seit 1989 ist Monika Fuchs ganzjährig auf Reisen in den USA, Kanada, Zentralamerika, Australien, Südafrika, Namibia, Zimbabwe, ...

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