
- Schrecklich schönes Afrika - Kremayr & Scheriau Verlag
Die Journalistin Margit Maximilian schreibt und berichtet seit ungefähr zehn Jahren im ORF sowie in Zeitungen und Zeitschriften über Afrika. Am 12. September 2011 erschien ihr Buch "Schrecklich schönes Afrika" im Kremayr & Scheriau Verlag, in dem sie von mutigen Menschen in Afrika berichtet, die teilweise unter schrecklichen Bedingungen leben, aber niemals ihre Hoffnung verloren haben. Ihr Reportagen rütteln auf und machen Platz für einen schärferen Blick auf diesen wunderbaren Kontinent.
Schönheit und Horror eines Kontinents
Der Reportageband "Schrecklich schönes Afrika" beleuchtet die Schönheit als auch den Horror, welche nebeneinander in Zentral- und Südafrika existieren. Das Buch ist kein Roman, sondern eine Präsentation von Schicksalen einzelner Afrikaner. Viele Ereignisse und Geschehnisse berühren und machen den Leser sehr nachdenklich. Doch die Journalistin Margit Maximilian beschreibt nicht nur das Grauen, was in Afrika oft beheimatet ist, sondern zeigt dem Leser auch die Schönheit und Wunder dieses Kontinents. Das was sie berichtet, stammt aus jahrelanger eigener Erfahrung. Ihre Themen sind die Rolle der Frau in Afrika, Bürgerkriege und ihre Folgen, Kindersoldaten und die Flüchtlingsproblematik. Kein noch so heikles Thema wird ausgelassen. Insgesamt 14 kurze Geschichten geben geballte Informationen über den schwarzen Kontinent.
KIndersoldaten und mutige Frauen
Margit Maximilian schreibt in ihrem Buch "Schrecklich schönes Afrika" auch über Themen, die man im allgemeinen nicht so gern hört. Hier lernt der Leser die Geschichte von Johacim und Bashiru kennen, die in ihrer Heimat Sierra Leone überfallen und als Kindersoldaten angeworben wurden. Eine andere Geschichte handelt von den missbrauchten Frauen in Liberia, deren Leben nur aus Angst besteht. Die Autorin zeigt dem Leser auch das Schicksal von Madame Diouf. Ihr Sohn machte sich vor drei Jahren illegal auf nach Europa. Seitdem ist er verschollen und sie hörte kein Lebenszeichen mehr. Die Senegalesin Madame Diouf hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, gegen die Schlepper vorzugehen, die täglich ihre Reise nach Europa antreten. Ein sehr schöner Bericht ist auch die Reportage über die Begegnung mit den vom Aussterben bedrohten Berggorillas in Uganda. Jede der 14 Geschichten stellt ein anderes Einzelschicksal in den Focus. So wird der Leser in die Welt Südafrikas, Äthiopiens, des Sudans, Kenias und zu vielen anderen Orten in Afrika entführt.
Fazit
Das am 12. September 2011 veröffentlichte Reportagebuch "Schrecklich schönes Afrika" öffnet dem Leser auf charmante Art die Augen für einen Kontinent, der oft vergessen wird. Die einzelnen Reportagen sind recht kurz gehalten und man bedauert zeotweise, nicht mehr über das Schicksal der vorgestellten Menschen erfahren zu können. Jedes einzelne Schicksal berührt, da es keine erdachten Geschichten sind, sondern reale Menschen, über die Margit Maximilian schreibt. Ein Buch, das aufrüttelt und nachdenklich macht.
"Schrecklich schönes Afrika" von Margit Maximilian, erschienen am 12. September 2011 im Kremayr & Scheriau Verlag, gebunden, 189 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-321800827-3
Die Autorin bedankt sich beim Kremayr & Scheriau Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Bildnachweis: copyright Kremayr & Scheriau Verlag
