
- Björn Lasse Hermann - Björn Lasse Hermann
Ein Jungunternehmer im Silicon Valley hat eine ziemlich anspruchsvolle Mission: Menschen weltweit Zugriff zur Bildung zu geben.
Momentan macht er dies mit Super Cool School - einer Online Plattform, die für die Bildung das tut, was das Bloggen für das Publishing getan hat.
Schlüsselerlebnisse für eine neue Plattform
Björn Lasse Herrmann, 25 Jahre alt, wuchs in einem Dorf am Bodensee auf. In der 12ten Klasse begann er mit Projektarbeit und gründete bald sein erstes Unternehmen. Bald schon stellte sich ihm die Frage, warum Schulnoten nicht mit der tatsächlichen Leistung korrelieren. Er ist bemüht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Er gründete und leitete eine Reihe von Bildungs- und Entwicklungsinitiativen in Deutschland und Bangladesch. Desweiteren arbeitete er im Marketing & Organisational Consulting in Deutschland und Russland. Dies alles macht er neben seinem Studium zum Master der VWL an der Uni Mannheim. Er setzt sich leidenschaftlich für Bildung weltweit ein. Das hat verschiedene Schlüsselerlebnisse zu Grunde. Er stellte fest, dass Noten auf einem Zeugnis nicht zwangsläufig mit dem eigentlichen „können und wissen“ einer Person konform gehen. Als er nach dem Abitur an der Uni Mannheim ein Studium der VWL anfing, war er bereits nach einem Monat sehr frustriert. Obwohl ihn VWL an und für sich begeisterte fehlte ihm im Unterricht der Kontext und die Relevanz des Wissen vollkommen.
Globaler Zugang zur Bildung für Jedermann
Er beschäftigte sich mit der Frage, warum Menschen mit großem Potenzial, in eine unaufhaltsame Spirale von Versagen und negative Emotionen fielen weil sie einfach nicht in das System passen. Er ist davon überzeugt, dass die Chance der heutigen Bildung in globalen Leistungskriterien und globalem Zugang zu Bildung liegt. Referenzen werden wichtiger sein als Noten, so Herrmann. Traditionelle Schulen und Universitäten kommen mit dem Anpassen des Lehrplans auf relevante Inhalte nicht mehr hinterher.
Das Projekt "Super Cool School"
Bildung ist einer der Bereiche, der reif für die meisten technologiegesinnten Unternehmer ist, die sich mit Social Media befassen. Es geht bei der Super Cool School um gemeinschaftlich demokratischem Lernen und der Möglichkeit, die eigenen Talente zu entdecken. Mit der Plattform Supercool School, kann prinzipiell jeder eine eigene Schule gründen und weitere Lehrkräfte sowie Schüler dazu einladen. Der Grundgedanke ist simpel: Man meldet sich auf der Website an. Auf dem Marktplatz kann man bereits vorhandene Klassen und Veranstaltungen sehen und sich dafür anmelden. Es gibt kostenpflichtige und gratis Klassen. Alle Klassen sind per Video-und Text-basierten Chat verbunden.
Wie ein Webbinar und doch besser
Das Prinzip ist dem klassischen Webbinar sehr ähnlich. Der Unterschied ist, dass es die Kombination aus Webinar und Social Network ist. Super Cool School ist eine Plattform für das Lehren und Lernen in "geschlossenen" Räumen rund um synchrone Online "Kurse" und sozialen Netzwerk-Funktionen. Der Nutzer muss sich für jede einzelne Schule registrieren. Live-Sessions werden archiviert. Die Plattform hat auch Admin Funktionen einschließlich eines Newsletter und Foren für die Teilnehmer der jeweiligen Schule. Zur Zeit gibt es über 1.600 Schulen auf dem Portal, Tendenz steigend. Die Effekte aus dem Bereich Startup School sind beeindruckend. Dieser Bereich vernetzt Jungunternehmer weltweit mit gleichen oder ähnlichen Ideen. Sie haben nicht mehr das Gefühl, alleine dazu stehen sondern finden über dieses Portal Gleichgesinnte. Daraus haben sich schon neue Allianzen gebildet. Desweitern kann jeder bei dieser Schule „sozial aufsteigen“. So verfolgt sie das Mentoren Prinzip. Nehmen Menschen erst als einfache Schüler teil, so werden sie nach einiger Zeit, der mit ihrer eigenen wachsenden Erfahrung einhergeht selber zu Lehrern und können ihr Wissen an andere weitergeben. Sie werden von Schülern selbst zu Lehrern.
Marketing durch Social Media
Ein weiterer spannender Punkt ist die bereits bestehende Popularität der Supercool School. Auf Nachfrage erzählte Herr Herrmann, dass sie keine aktive Marketingkampagne geführt hätten. Vielmehr hat sich das Projekt über Social Media und Networking verbreitet.
Der nächste Schritt für die Plattform ist ein Zahlungssystem und ein eine Art linkedIn, welches die profile der Nutzer aller Schulen vereint. Bereits heute kann jeder Nutzer ein Profil erstellen, aus welchem hervorgeht, an was er in der Vergangenheit teilgenommen hat oder auch selber geleitet. Das bedeutet schlussendlich eine sehr hohe Authentizität der User und eine Transparenz in der Bildung. Es ist ein sehr spannendes und Fortschrittliches Projekt, dass Menschen mit gleichen Interessen weltweit zusammenführt.
