
- Radarfalle - seedo
Die sogenannten Schwarzblitzer, auch als „Black Flash“ bekannt, sind momentan in vieler Munde. Diese neue Verkehrsüberwachungstechnik kommt bevorzugt in Tunneln zum Einsatz. Dort messen sie die Geschwindigkeit des vorbeikommenden Verkehres und nehmen bei Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit ein Beweisfoto auf. Der Unterschied zu den herkömmlichen Blitzern ist, dass das Auslösen des Gerätes vom Fahrzeugführer nicht wahrgenommen wird. Sie blitzen also nicht. Die Schwarzblitzer wurden entwickelt, um die Autofahrer in Tunneln nicht zu blenden, da dies unter Umständen gefährliche Folgen nach sich ziehen könnte.
Schwarzblitzer – gefährliche Kostenfalle für jeden Verkehrsteilnehmer
Durch den Einsatz von Schwarzblitzern entsteht jedoch eine ganze andere Gefahr. Eine Gefahr für die Geldbörse. Da das Blitzen vom Autofahrer nicht wahrgenommen wird, tappen einige Verkehrsteilnehmer gleich mehrmals in die Radarfalle. Sie werden dann erst durch die unerwünschte Post darüber informiert. Dadurch können erhebliche Kosten entstehen. Eine solche Radarfalle kostet etwa 100.000 Euro. Geld, was sich sicher auszahlt. Da der Blitz nicht wahrnehmbar ist, tappen immer wieder die gleichen Raser in die Falle. Für diese Verkehrsteilnehmer wird es dann ganz besonders teuer. Durch die ständig wiederholten Verstöße, kann außerdem schon bald der Führerschein in Gefahr sein. Dies sollte sich jeder Autofahrer in Zukunft deutlich vor Augen führen, wenn er einen Tunnel durchquert und sich lieber an die Höchstgeschwindigkeit halten. Lieber die Tunnel etwas langsamer durchfahren, als sich über ein Fahrverbot oder hohe Geldstrafen zu ärgern.
In Großstadt-Tunneln lauert die Gefahr der Schwarzblitzer
Besonders in Großstadt-Tunneln kommen die Schwarzblitzer immer häufiger zum Einsatz. Im Münchner Autobahntunnel sollen innerhalb von 2 Wochen 2500 Autofahrer durch den Blitzer festgehalten worden sein. Von diesen tappten mit Sicherheit einige mehrfach in die Radarfalle. Hierbei bedeutet mehrfaches Blitzen und mehrfaches Bezahlen. Leider gibt es hierfür keinen Mengenrabatt. Ein weiterer Schwarzblitzer befindet sich im längsten Autobahn-Tunnel der deutschen Hauptstadt Berlin. Dieser ist 1713 m lang und es gilt hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h. Im Berliner Autobahn-Tunnel sollen insgesamt 12 Schwarzblitzer eingebaut werden. Das entspricht zwei Blitzern je Fahrbahn und das in beiden Richtungen. Hierbei bestimmt ein Zufallsgenerator, welches Gerät gerade aktiviert ist. Die Geschwindigkeit wird von in der Fahrbahn befindlichen Sensoren gemessen.
Nun werden auch Motorradfahrer zur Rechenschaft gezogen
Auch Motorradfahrer werden in Zukunft durch den Einsatz der Schwarzblitzer nicht mehr ohne Weiteres davon kommen. Zusätzlich zur Frontalaufnahme werden die Fahrzeuge auch von hinten aufgenommen. Dies trägt zur besseren Identifizierung von Motorradfahrern bei, die bislang auf Grund des Fehlens des vorderen Nummernschildes erschwert wurde.
Da hilft wohl nur noch eines: Höchstgeschwindigkeit beachten!
Bildnachweis: © seedo / Pixelio.de
Quelle: Bruns, H.: Jetzt kommen die Schwarz-Blitzer nach Berlin, in: bild.de, vom 27.02.2010
