Schwarzwaldkrimi von Doris Rothweiler

Tod im Schwarzwald - olga_meier-sander/pixelio
Tod im Schwarzwald - olga_meier-sander/pixelio
Rezension: Eine Zweifache Mutter schreibt einen Kriminalroman über einen brutalen Kindesentführer.

Der Kriminalroman ist zur Domäne der Autorinnen geworden. Beherrschten früher noch Agatha Christie und Dorothy Sayers das Genre mit klassisch unterhaltsamen Rätselspielen um Mord und Täter, so entdeckte die nachfolgende Generation der Queens of Crime die psychologischen Aspekte des Mordens, so wie Ruth Rendell oder Martha Grimes.

Inzwischen haben Autorinnen den Markt erobert, die vor brutalen Bluttaten und Serienverbrechen nicht zurückschrecken. Themen der Zeit sind unter anderem die Albträume jeder Mutter: Kindesentführung, Missbrauch und Mord an Kindern.

Doris Rothweiler, selbst Mutter zweier Töchter, hat in ihrem Erstling "Fünf" solche Ängste in einem Krimi verarbeitet.

Authentische Schwarzwald-Atmosphäre

Die Autorin, die in Villingen geboren, und nahe der Schweizer Grenze aufgewachsen ist, lebt seit vielen Jahren im Schwarzwald und hier spielt auch ihr Kriminalroman "Fünf".

In der Nähe von Donaueschingen, wo die Welt noch in Ordnung sein könnte, begegnet Katrin, die Protagonistin des Romans, der Vergangenheit - einer Vergangenheit, von der sie nichts weiß, und die sie unerbittlich einholen wird. Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, treibt ein Serienkiller sein Unwesen, der entschlossen scheint, Katrin psychisch zu Grunde zu richten.

Eine Kommissarin, die bis an ihre Grenzen getrieben wird

Als Kommissarin hatte sie bereits einen brutalen Fall zu bearbeiten, der sie bis in den Zusammenbruch trieb. Nun will sie eigentlich Kraft schöpfen und gesund werden, doch sie hat die Rechnung ohne einen Mörder gemacht, der es darauf anlegt, sie vollkommen zu vernichten. Sie weiß nicht, weshalb er es auf sie abgesehen hat, aber eines weiß sie - sie muss sein jüngstes Opfer finden, ehe es zu spät ist.

Ein Täter mit einem Motiv aus der Vergangenheit

Katrin gewinnt die Hilfe eines Journalisten und die gemeinsamen Recherchen bringen die beiden einander näher, doch als Katrin gerade spürt, dass er ihr mehr bedeutet, zeigt sich, dass er ihr etwas Wesentliches vorenthalten hat. Soll sie mit ihm brechen, oder hält er den Schlüssel in der Hand, um das Motiv des Kindesmörders zu enträtseln?

Nichts für sensible Naturen

Doris Rothweilers "Fünf" spielt mit Ängsten und setzte die Protagonistin bösen Erkenntnissen aus. Der regionale Bezug gibt dem brutalen Spiel um die Vergangenheit Lokalkolorit und macht es möglich, die Stationen im wahrsten Sinne des Wortes nachzugehen. Der Roman, der sofort nach seinem Erscheinen auch überregionalen Tageszeitungen aufgefallen ist, dürfte genau das richtige für Freunde des Psycho-Krimis sein.

Berufstätige Mutter als Autorin

Doris Rothweiler müsste eigentlich nicht über Langeweile klagen, denn sie ist in einer Bäckerei tätig und hat zwei schulpflichtige Kinder. Trotzdem findet sie Zeit zu Schreiben. Die Neununddreißigjährige gehört zu jener Gruppe von Autorinnen, die über die Mitarbeit in Autorenforen, die Teilnahme an Wettbewerben und eine bewusste Marktorientierung schließlich einen Verlag für sich zu interessieren vermögen. Die gelernte Verwaltungsfachfrau und Lerntherapeutin liest selbst gerne und viel und möchte in erster Linie gute Unterhaltung bieten. Das ist ihr mit "Fünf" gelungen.

Herausgekommen ist der Kriminalroman "Fünf" von Doris Rothweiler im Verlag Edition Doppelpunkt. Er umfasst 280 Seiten und kostet 12,50 €.

Gundel Limberg - Studium der Literaturwissenschaft/Philosophie/ Abschluss: B.A.Studium der Bildungswissenschaft/ Abschluss: B.A.Beruflich im Bereich ...

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