
- Schwedenbitter: Wirkung von Maria Treben I - Cornelia Buron
Die Schwedentropfen setzen sich aus 11 unterschiedlichen Heilkräutern zusammen. Aloe, Myhrre oder Safran sind nur einige der Inhaltsstoffe, mit denen Maria Treben (1901-1991) ihre Patienten behandelte.
Schwedenbitter: Wirkung innerlich und äußerlich
Das ursprüngliche Rezept für die Naturmedizin stammt angeblich aus dem Nachlass des schwedischen Arztes Dr. Samst. Sowohl der Mediziner, der bei einem Reitunfall mit 104 Jahren tödlich verunglückte, als auch sämtliche Mitglieder seiner Familie, erreichten ein biblisches Alter.
Die Schwedenkräuter werden wegen ihres bitteren, unangenehmen Geschmacks auch Schwedenbitter genannt. In der "Alten Handschrift", der Abschrift, die sich mit der Heilkraft der Schwedenkräuter befasst, finden sich Angaben zu den verschiedenen Erkrankungen. Um die beste Wirkung von Schwedenbitter zu erzielen, stehen hinter den einzelnen Krankheiten/Verletzungen die jeweilige Dosierung und der Hinweis, ob die Tropfen innerlich oder/und äußerlich anzuwenden sind.
Für die optimale Wirkung muss die genaue Dosierung der Schwedenbitter beachtet werden
Die Schwedenkräuter sollten nie unverdünnt, sondern stets mit Wasser oder Kräutertee (Tee bei Grippe und Erkältungen) eingenommen werden. Wird Schwedenbitter nur vorbeugend genommen, um die Abwehrkräfte zu stärken, reichen morgens und abends je 1 TL. Liegen Unpässlichkeiten vor, wie Maria Treben es nennt, sollte auf 3 TL erhöht werden. Die Heilkundige rät, um die Wirkung bei schwereren Erkrankungen nochmals zu verbessern, die Dosierung weiter zu steigern und dafür jeweils eine halbe Stunde vor und nach einer Mahlzeit je 1 EL von den Schwedenkräutern mit 125 ml Heilkräutertee zu trinken.
Die äußerliche Anwendung der Schwedenkräuter
Die schmerzende Stelle zuerst gut mit einer Salbe aus Ringelblumen, einem alten und bewährten Hausmittel, einreiben. Anschließend wird, entsprechend der Notwendigkeit, ein größeres oder kleineres Stück Zellstoff oder Watte mit den Schwedenkräutern getränkt, aufgelegt und fixiert. Die Einwirkungszeit sollte bei 2 bis 4 Stunden liegen, am besten jedoch über Nacht einwirken lassen.
Schwedenbitter: Wirkung und Anwendung bei unterschiedlichen Erkrankungen
Je nach Krankheit/Beschwerden werden die Schwedentropfen unterschiedlich dosiert und innerlich oder/und äußerlich als angewendet. Sie sollen eine positive Wirkung haben bei:
- Schlaflosigkeit, unruhigem Schlaf
- Magen- und/oder Verdauungsproblemen, die mit Blähungen und Völlegefühl einhergehen. Je nach Stärke der Beschwerden können bis zu 3 EL langsam nacheinander genommen werden.
- Kopfschmerzen (Umschläge und an Schwedenbitter riechen)
- Pickeln und Mitessern
- Monatlich widerkehrenden Beschwerden während der Regel
- Wunden
- Appetitlosigkeit, zur Anregung der Verdauung
- Narben
- Gelenkschmerzen, wie sie bei Gicht, Rheuma oder auch Arthrose (Arthrose Behandlung, Arthrose Ernährung, (Kniearthrose, Arthrose im Sprunggelenk, Hüftarthrose, Spondylarthrose/Facettensyndrom, Arthrose der Hand/Finger, Schulterarthrose, HWS Arthrose, Arthrose Sport, Arthrose Übungen) auftreten. Durch ihre im Laufe der Jahre gemachten Erfahrungen empfiehlt Maria Treben über den Tag verteilt 3 TL Schwedenbitter in Brennnessel- oder/und Zinnkrauttee zu trinken.
- Erkältungen, Husten (Kapland Pelargonie) und zur Prophylaxe, um das Immunsystem zu stärken
Maria Treben - ihre Heilkräuter und Schwedenbitter
Die österreichische Heilkundige sah es als ihre Lebensaufgabe an, Menschen mit Hilfe von heimischen Kräutern zu heilen. In dem Buch "Gesundheit aus der Apotheke Gottes" beschrieb sie die einzelnen Heilkräuter, deren Wirkung, Anwendung und Dosierung.
Zur Wirkung der Schwedenbitter, die stets in ihrer Hausapotheke bereit lagen und oft zum Einsatz kamen, gibt es bisher keine wissenschaftlichen Studien und bei ihren Kritikern ist die Lehre von Maria Treben sehr umstritten.
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