Schweinegrippe - vorsorgen und Panik vermeiden

Die Mexikanische Grippe ist in Deutschland angekommen

Die ganze Welt ist alarmiert. In vielen Staaten konnte die Schweinegrippe bereits nachgewiesen werden. Wie kann man sich vor Ansteckung schützen?

Der neue Virus-Erreger A/H1N1, der die Schweinegrippe (die neuere Bezeichnung heißt "Mexikanische Grippe") auslöst, ist auch in Deutschland nachgewiesen worden. Dies hat das Nationale Referenzzentrum für Influenza des Robert-Koch-Institutes bestätigt. Seit der Vogelgrippe im Jahr 2006 ist man in Deutschland mit einem Pandemie-Plan auf eine solche Situation vorbereitet. Krankenhäuser, Ärzte, Apotheken und Gesundheitsämter wurden informiert und sind ständig auf dem neuesten Stand über die Ausbreitung der Krankheit und welche Notfallmaßnahmen getroffen werden müssen.

In Deutschland gibt es ausreichend Medikamente die gegen die Schweinegrippe helfen

Die medizinische Versorgung in Deutschland und anderen europäischen Ländern ist weit besser, als die in Mexiko. Es stehen der Bevölkerung genügend Medikamente zur Verfügung, die allerdings von einem Arzt verordnet werden müssen. Die Apotheken haben die Arzneimittel vorrätig oder können sie jederzeit besorgen. Die Vorräte sind ausreichend, bis ein Impfstoff gegen die Schweinegrippe auf dem Markt ist. Dies könnte in etwa einem halben Jahr der Fall sein. Die amerikanische Infektionsschutzbehörde CDC hat erste Hinweise darauf, dass die Wirkstoffe Oseltamivir und Zanamivir (dies sind sogenannte Neuraminidasehemmer) auch bei der Schweinegrippe wirksam sind. Ob der Grippeimpfstoff, der sich derzeit auf dem Markt befindet, auch gegen die Mexikanische Grippe hilft, konnte nocht nicht eindeutig geklärt werden.

Presseerklärung vom 27. April 2009 des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg:

"Die Symptomatik der durch den neuen Subtyp von A/H1N1 verursachten Erkrankung ist ähnlich wie bei saisonaler Influenza (Fieber, Atemwegsbeschwerden). Im weiteren Verlauf kommt es entweder zu einem völligen Abklingen der Symptomatik oder binnen 5 Tagen zu einer Verschlechterung der Atemfunktion. Die Erkrankungen in den USA erfordern eine weitere Beobachtung des Krankheitsgeschehens. ...........

Welche Symptome können bei der Schweinegrippe auftreten?

  • hohes Fieber
  • Schüttelfrost
  • starker, trockener Husten mit Atemnot
  • Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Schwächegefühl und Schweißausbrüche

Diese Symptome treten in der Regel sehr plötzlich auf. Sie können Anzeichen der Schweinegrippe sein, aber jede andere Influenza hat die gleichen Anzeichen. Wichtig ist jedoch, dass man rechtzeitig einen Arzt aufsucht. Eine Blutuntersuchung gibt Klarheit darüber, um welchen Virus-Erreger es sich handelt.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

1. Vermeiden Sie jede Art von Menschenansammlungen

2. Waschen Sie des öfteren die Hände, besonders nach Kontakt mit anderen Personen

3. Halten Sie bei Gesprächen genügend Abstand

4. Husten oder niesen Sie andere nicht an, benutzen Sie Einmaltaschentücher

5. Lüften Sie die Räume mehrmals täglich

6. Wenn Sie selbst Grippesymptome haben, vermeiden Sie jeden Kontakt zu anderen Menschen

7. Falls Sie den Verdacht haben, dass Sie an Schweinegrippe erkrankt sein könnten, rufen Sie den Arzt bitte zuerst an und vereinbaren Sie mit ihm einen besonderen Arzttermin. Damit können Sie vermeiden, dass Sie im Wartezimmer andere Menschen anstecken.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.