Die Neugestaltung des Sport- und Veranstaltungskomplexes am Lambrechtsgrund ist am 3.März 2010 mit der Eröffnung der neuen Dreifeldhalle um ein wichtiges Projekt reicher geworden. Die neue Halle ist die Trainings- und Wettkampfstätte der Volleyballerinnen, der Boxer und Judokas sowie der Schüler des Sportgymnasiums.
Der Weg zur neuen Halle war sehr steinig
Bereits seit 1995 wurde an einer neuen Lösung gebastelt. Die Deutsche Volleyball-Liga erteilte zwar immer wieder Ausnahmegenehmigungen für den Spielbetrieb in der alten Halle, allerdings musste davon ausgegangen werden, dass auf Grund der vielen Mängel an der alten Stätte irgendwann die Nachsicht ein Ende hat.
Im Jahr 2007 wurde dann das PPP-Projekt durch den Leiter des Sport- und Veranstaltungszentrum Lambrechtsgrund vorgestellt und durch die Stadtvertretung Schwerin beschlossen.
PPP - Public Private Partnership
Der Kern des PPP-Projektes war, dass die Landeshauptstadt Schwerin weiterhin Eigentümerin des ca. 90.000 m2 großen Areals Lambrechtsgrund bleibt und die Sanierung und Finanzierung durch den privaten Partner, der Projektgesellschaft Lambrechtsgrund Betriebsgesellschaft mbH, einem Unternehmen der HEITKAMP-Gruppe erfolgt. Eine spätere Vermarktung erfolgt durch die C&M, Concert und Management GmbH. Mit diesem Projekt geht die Landeshauptstadt einen neuen Weg, die Risiken der Planung, der Bau und auch der Betrieb werden komplett auf private Partner übertragen.
Das Konzept Olympiastützpunkt Schwerin
Die Volleyballhalle ist Teil des Vorhabens Olympiastützpunkt Schwerin. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf etwa 22 Millionen Euro, davon entfallen rund 6,5 Millionen Euro auf die neu eröffnete Sporthalle. Der Auftragsumfang umfasst den Umbau und die Modernisierung von vorhandenen Gebäuden, der Sport- und Kongresshalle, dem Neubau von Sporthallen, dem Neubau des Internatsgebäudes der Sportschule und dem Umbau der Freianlagen.
Die moderne Halle bietet Platz für 1.600 Zuschauer
Die neue Halle ist eine Halle der Superlative. Ein Großspielfeld mit einer Fläche von 27 Meter mal 45 Meter lässt sich in drei Spielfelder mit einer Fläche von 15 Meter mal 27 Meter aufteilen. Diese sind dann nicht nur optisch, sondern auch akustisch von einander unabhängig. Mehrere Geräteräume, Umkleidebereiche und modernste Sanitäreinrichtungen bieten zusätzlich Attraktivität und Sicherheit.
Für 1.600 Zuschauer wurden übersichtliche Sitzplätze geschaffen, von denen aus sie hoffentlich viele interessante sportliche und kulturelle Veranstaltungen erleben können.
Die SSC-Volleyballerinnen haben die Halle würdig eingeweiht
Heute um 18.00 Uhr war es endlich soweit, Trainer Tore Aleksandersen und seine Spielerinnen haben die Halle in Besitz genommen. Mit den Frauen der Allianz Volley Stuttgart kam der Tabellenvierte zum Eröffnungsspiel. Es war ein interessantes Spiel und das 3:0 für die Hausherrinnen klingt deutlicher als es wirklich war, denn vor allem der zweite Satz wurde durch die Gäste bestimmt.
Es war ein schönes Spiel und ein würdiger Auftakt.
Quellen:
PPP-Datenbank beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und StadtentwicklungÖffentliche Bekanntmachung der Stadt Schwerin vom 12.03.2007
