Im Olympia-Jahr 2008 wurden bereits unglaubliche 133 neue Weltrekorde im Schwimmsport aufgestellt. Durch technische Modifikationen kamen bis zum Start der Weltmeisterschaft 2009 in Rom 25 weitere Weltrekorde hinzu. In Rom schlugen die Schwimmer wieder zu und fuhren weitere Erfolg ein.
Rekorde bei der WM in Rom
Neben deutschen Rekorden (etwa Daniela Samulski über 100 Meter Rücken, Annika Mehlhorn über 100 Meter Schmetterling) und Europarekorden (Gemma Spofforth über 100 Meter Rücken), wurden bei den Weltmeisterschaften auch Weltrekorde gefeiert. Paul Biedermann gelang eine Bestzeit bei seinem Sieg über 400 Meter Freistil. Die erst 15 Jahre alte Schwedin Sarah Sjöström schwamm in Weltrekordzeit über 100 Meter Schmetterling zum WM-Titel. Allein in den Endkämpfen wurden 26 Weltrekorde und 19 Europarekorde gebrochen.
Deutsche Schwimm-Erfolge 2009
Dabei spielten auch die deutschen Athleten eine wichtige Rolle. Das erste Ausrufezeichen setzte schon früh Paul Biedermann mit seinem Sieg über 400 Meter Freistil. Eigentlich war das Rennen als Generalprobe für seine Paradedisziplin gedacht. Nachdem er aber schon die 400 Meter in Weltrekordzeit schwamm, ging er als großer Favorit in das 200 Meter Freistil-Rennen. Als großer Konkurrent zu Schwimmstar Michael Phelps ging er in den Endkampf und deklassierte den Schwimmstar deutlich. Angeführt vom neuen deutschen Schwimmstar holte Deutschland zudem Silber in der 4 x 100 Meter-Lagen-Staffel. In seiner Bugwelle errang Helge Meeuw zusätzlich Silber über 100 Meter Rücken.
Was Biedermann für die Männer ist, war Britta Steffen für die Frauen. Auch sie holte sich zwei Titel bei den Weltmeisterschaften 2009. Über 50 und 100 Meter Freistil war sie nicht zu schlagen. Zusätzlich konnte sie sich über Silber in der 4 x 100 Meter-Freistil-Staffel und Bronze mit der 4 x 100 Meter-Lagen-Staffel freuen. Daniela Samulski feierte Silber im 50 Meter-Rücken-Rennen.
Auch bei den weiteren Wettbewerben der Schwimm-Weltmeisterschaften gab es für deutsche Athleten noch Edelmetall. Thomas Lurz siegt im Freiwasser sowohl über die 5 Kilometer als auch über die 10 Kilometer. Angela Maurer holte Gold über 25 Kilometer.
Damit gab es für den Deutschen Schwimm Verband (DSV) insgesamt zwölf Medaillen zu bejubeln.
Diskussionen um die Schwimm-Anzüge
Für riesigen Gesprächsstoff in Rom sorgten die Schwimmanzüge. Die Hersteller haben neue Verfahren und neue Materialien entwickelt, damit die Sportler noch schneller durch das Wasser gleiten können. Leistungsexplosionen und neue Rekorde waren die Folge. Doch gleichzeitig hat der Weltverband FINA die neuen Ganzkörperanzüge ab dem 1. Januar 2010 verboten.
Demnach werden ab 2010 nur noch Badehosen und Badeanzüge in Textil bis oberhalb der Knie erlaubt sein. Bei den Frauen müssen die Anzüge schulterfrei sein. Breite Zustimmung gab es hierbei vom Großteil der Sportler, die dem Wettrüsten kritisch gegenüber standen. Gleichzeitig wird es in Zukunft schwerer werden, neue Schwimmrekorde aufzustellen.
