Schwimmen hat Geschichte. Bereits in der griechischen Antike war Schwimmen eine verbreitete Sportart, vor allem, um Krieger zu trainieren. Auch in Japan gab es schon vor Christus Schwimm-Wettkämpfe. In Europa ist der Schwimmsport im Mittelalter in Vergessenheit geraten und wurde im 18. Jahrhundert von den Engländern wieder entdeckt. 1837 wurde die „National Swimming Society“ in London gegründet, 1869 entstand die „Metropolitan Swimming Clubs Association“ – seinerzeit die beiden repräsentativsten Verbände des Schwimmsports. Ebenfalls 1869 wurde Tom Morris der erste britische Nationalmeister im Schwimmen. Bald darauf etablierten sich auch in Australien, Amerika und Neuseeland Schwimm-Meisterschaften. Bereits bei den ersten Olympischen Spielen in Athen 1896 war Schwimmen eine der Wettkampfdisziplinen.
Vier verschiedene Schwimmstile
Heute unterscheidet man vier bekannte Schwimmstile: Brust- und Rückenschwimmen sowie Kraul- und Schmetterlingsschwimmen. Perfektioniert wurden diese erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Der älteste davon ist wohl das Brustschwimmen (bekannt seit dem 17. Jahrhundert). Das Rückenschwimmen wurde 1912 erstmalig von dem Amerikaner Harry Hebner bei den Olympischen Spielen angewandt. 1930 entwickelten Henry Myers und andere amerikanische Schwimmer das Schmetterlingsschwimmen, das jedoch erst gegen 1950 richtig bekannt wurde. Das Kraulschwimmen wurde durch den Engländer John Arthur bekannt.
Schwimmausrüstung
Die Basisausstattung professioneller Schwimmer besteht aus einem Badeanzug beziehungsweise einer Badehose, einer Bademütze, einer Schwimmbrille und Badeschlappen. Badeanzüge/-hosen bestehen entweder aus Lycra oder aus Nylon. Lycra ist in der Regel bequemer, während Nylon hingegen haltbarer ist. Auswaschen sollte man nach dem Schwimmen beide Materialien, denn das Chlor zerfrisst sie.
Die Bademützen bestehen in der Regel aus Latex oder Silikon, haben eine äußerst gute Passform, kleben aber an den Haaren, so dass es zu Kopfschmerzen kommen kann. Alternativ verwendet man deshalb oft Lycra-Bademützen. Schwimmbrillen dienen einer besseren Sicht unter Wasser sowie dem Schutz der Augen vor dem Chlor. Bei der Wahl der Schwimmbrille kommt es vor allem auf die richtige Passform an. Der Gummirand sollte auf den Knochen sitzen. Aber auch die Farbe spielt eine Rolle: Durchsichtige Schwimmbrillen werden erfahrungsgemäß von Hallenschwimmern bevorzugt verwendet, während sich dunkle Brillen für Freibäder oder Schwimmen im Meer besser eignen. Die Badeschlappen gehören aus hygienischen Gründen zur Schwimmausrüstung, denn die nassen Fußböden in Schwimmbadhallen sind Bakterienträger und können Hautreizungen hervorrufen.
Schwimmen und die Ohren – Tipps und Tricks
Schwimmer, bei denen das in das Ohr eintretende Wasser zu Entzündungen führt, benötigen spezielle Ohrstöpsel zum Schwimmen. Diese kann man in speziellen Läden oder Schwimmabteilungen von Kaufhäusern erstehen. Bewährt haben sich aber auch Watteknöllchen, mit Vaseline bedeckt.
Schwimmen, Haut und Haare
Chlorwasser trocknet Haut und Haare aus. Deshalb sollten Schwimmer immer eine Dose Feuchtigkeitscreme oder Body-Lotion dabei haben. Auch die Verwendung von Haarspülungen nach dem Schwimmen ist zu empfehlen. Vorsicht bei roten Haaren: In seltenen Fällen wurden Haarverfärbungen durch Chlorwasser festgestellt.
