Sci-Fi-Epos "Avatar": Teil 2 & 3 des 3D-Spektakels angekündigt

Avatar: Der erfolgreichste Film der Welt - 20th Century Fox
Avatar: Der erfolgreichste Film der Welt - 20th Century Fox
James Cameron wird in zwei Fortsetzungen des 3D-Blockbusters „Avatar" wieder Regie führen. Kinostarts voraussichtlich Dezember 2014 und 2015.

Blockbuster-Regisseur James Cameron („Terminator 2“, „Titanic“, „Avatar – Aufbruch nach Pandora“) kündigte seine Beteiligung an gleich zwei Fortsetzungen seines Mega-Erfolgsfilms „Avatar“ an. Avatar 2 & 3 sollen „back-to-back“, sozusagen gleich nacheinander, abgedreht werden und dann aufeinanderfolgend im Dezember 2014 und 2015 weltweit in den Kinos anlaufen. Der erste Teil des Science-Fiction-Spektakels sorgte im Winter 2009/2010 vor allem auf Grund der bahnbrechenden 3D-Effekte für einen Massenanlauf in Lichtspielhäusern rund um den Globus.

„Avatar“-Fortsetzungen: James Cameron ist offiziell an Bord

Laut US-Branchendienst Deadline.com hat sich James Cameron auf einen Deal mit dem Produktionsstudio 20th Century Fox eingelassen und für zwei Fortsetzungen von „Avatar“ zugesagt. Im Gegenzug verpflichtete sich das Produktionsstudio Fox dazu, Cameron beim Aufbau einer Umweltschutzorganisation, der „Avatar Foundation“, zu unterstützen. Mit seiner Entscheidung für Avatar 2 & 3 musste der Oscar-Preisträger von einem Engagement bei Sony Pictures Neuverfilmung von „Cleopatra“ mit Angelina Jolie in der Hauptrolle absehen.

Wie Cameron und Jon Landau von Camerons Produktionsfirma Lightstorm Entertainment mitteilten, würde die Arbeit an den Drehbüchern bereits im kommenden Frühjahr beginnen und die Vorbereitungen zu den Dreharbeiten später im Jahr aufgenommen werden.

„Avatar“: Ein modernes Medienphänomen entsteht

Die Geschichte von „Avatar“ reicht bis in die Mitte der 1990er Jahre zurück. Damals entwickelte Cameron bereits seine Vision vom Planeten Pandora, auf dem die großen, bläulich-schimmernden Bewohner in Frieden mit ihrer Umwelt zusammenleben. Jedoch musste erst eine entsprechende Tricktechnologie entwickelt werden, um die Geschichte glaubhaft und mit ausgereiften Spezialeffekten auf die Leinwand zu bringen. Unterstützung bei der Entwicklung der voll umfassenden 3D-Technologie fand Cameron im kreativen Team von WETA Digital, die auch für Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“ verantwortlich waren.

Als der Film im Dezember 2009 endlich Premiere feierte, leitete er eine neue Ära des Kinoerlebnisses ein und wurde zum Maßstab für alle weiteren 3D-Filme. Dies schlug sich auch an der Kinokasse nieder. Die auf Grund der 3D-Technik teuren Kinopreise – viele Kinos mussten erst entsprechende Technik installieren lassen – verhalfen „Avatar“ zu einem weltweiten Einspiel von 2,8 Milliarden US-Dollar und manövrierten ihn zum finanziell erfolgreichsten Film der Welt. Darüber hinaus gewann der Blockbuster zwei Golden Globe Auszeichnungen in den Kategorien „Bester Film“ und „Bester Regisseur“ und konnte bei den Oscars 2010 in Los Angeles drei der begehrten Trophäen einstreichen.

„Avatar“ ist ein faszinierendes Universum

Das Universum von „Avatar“ beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Kinofilm. Bereits ein Jahr nach der Veröffentlichung des Films im Kino und auf Blu-Ray und DVD gibt es multimediale Angebote wie Konsolenspiele, Comics und Romane, die beständig die Welt von Avatar erweitern. Dies kann zwar als reine Taktik aufgefasst werden, um das geneigte Publikum bei Laune zu halten, bis der zweite Teil erscheint, aber die Vorstandsvorsitzenden von 20th Century Fox, Tom Rothman und Jim Gianopulos, haben eine andere Erklärung parat. Laut Deadline.com ließen sie mitteilen: „‚Avatar‘ ist nicht nur der erfolgreichste Film aller Zeiten, sondern ein ganzes Universum, das auf der einmaligen Vorstellungskraft und Kühnheit von James Cameron basiert. Es ist uns eine wahre Freude und höchste Priorität Jim [Cameron] zu ermöglichen mit seiner Vision der Welt von Avatar weiterzumachen und diese zu bereichern. Dies ist ein großer Tag für unsere Firma […].“

Camerons Deal mit 20th Century Fox kommt wenig überraschend, zumal die Geschichte zwischen Regisseur und Studio produktive 25 Jahre umfasst. 1985 drehte Cameron den Horror-Klassiker „Aliens“ für Fox. Dem folgte 1989 „Abyss“ und 1994 der Action-Hit „True Lies“ mit Arnold Schwarzenegger. Für den Konkurrenten Paramount kreierte Cameron 1997 das Untergangsepos „Titanic“, das mit 11 Oscars und einem Einspiel von 1,8 Milliarden Dollar weltweite Begeisterung hervorrief. Danach kehrte er zu Fox zurück, um „Avatar“ zu realisieren.

Nun muss James Cameron beweisen, dass Avatar 2 & 3 das Zeug zum Blockbuster haben und nicht nur als Kopieversuche des ersten Teils verstanden werden. Dies wird sich in den kommenden Jahren maßgeblich an den Drehbüchern, der weiterentwickelten 3D-Animationstechnik und einer geschickten Werbekampagne messen lassen.

Widar Wendt, Widar Wendt

Widar Wendt - Widar Wendt stammt trotz seines seltenen norwegischen Vornamens aus dem beschaulichen Norden Deutschlands. Als Kind der 80er und 90er ...

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