
- Scream 4 - Filmplakat - Central Film
Im Jahr 1996 erlebte das Teenie-Slasher-Genre mit "Scream - Schrei!" eine Wiederauferstehung. Es folgten zwei ebenfalls erfolgreiche Sequels in den Jahren 1997 und 2000. Elf Jahre nach dem dritten Teil startete am 5. Mai 2011 "Scream 4" in Deutschland. Die drei Hauptcharaktere der ersten drei Streifen sind wieder mit an Bord, ebenso Regisseur Wes Craven und Drehbuch-Autor Kevin Williamson.
"Scream 4" - Die Handlung des Teenie-Horror-Thrillers
Einige Jahre sind ins Land gegangen, seit Sidney Prescott (Neve Campbell) mit dem Killer Ghostface zu tun hatte. Für den Abschluss einer Lesetour ihres gerade geschriebenen Selbsthilfebuches ist nun jedoch ausgerechnet ihre Heimatstadt Woodsboro eingeplant. Da sich das Teenie-Massaker um den maskierten Mörder außerdem mal wieder jährt, gibt es bald schon wieder allerhand totes, junges Gemüse zu entsorgen. Sheriff Dewey Riley (David Arquette) und seine Frau, die Journalistin mit Schreibblockade Gale Weathers-Riley (Courteney Cox) sind auch wieder mit dabei, die neuen Morde auf ihre eigensinnigen Weisen aufzuklären.
Mut zur Selbstironie - "Scream 4" mit etlichen Anspielungen
Dass "Scream 4" wunderbar funktioniert, liegt am deutlichen Hang zur Selbstironie. Der Film will zwar ernst genommen werden, nimmt sich dabei aber ständig gewaltig auf die Schippe. Anspielungen auf etliche Horrorfilme und auch die bisherigen "Scream"-Filme sind gelungen und peppen das Teenie-Gemetzel gehörig auf. Zwar sind viele Szenen arg vorhersehbar, aber gerade bei Teenie-Horror-Filmen ist es ja meist das zu Erwartende, was besonders Spaß macht. Einige Überraschungen, Wendungen und tolle Einfälle sorgen zudem dafür, dass es nie langweilig wird. Die Regeln von Horrorfilmen werden ständig befolgt und gleichzeitig auf den Kopf gestellt, was insgesamt gesehen absolut Spaß macht.
Wes Craven - Regisseur von "Scream" und "Nightmare on Elm Street"
Der Glücksfall von "Scream 4" ist sicherlich der Regisseur: Elf Jahre nach dem dritten Teil konnte man auch für den aktuellsten Streifen der Reihe Wes Craven auf den Regiestuhl bitten. Craven hat somit alle bisherigen vier "Scream"-Teile inszeniert und zeigt mit Spannung und Witz, dass er es nach wie vor drauf hat. Der Erfinder von Freddy Krueger und "Nightmare on Elm Street" (1984) schuf auch die Horror-Klassiker "The Last House on the Left" (1972), "The Hills Have Eyes" (1977) und "Das Ding aus dem Sumpf" (1982). Auch das Drehbuch ist von einem Vertrauten: Kevin Williamson schrieb bereits die Skripte zu "Scream" und "Scream 2" sowie zur TV-Serie "Dawson´s Creek", "Faculty", "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" und "Rettet Mrs. Tingle".
Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette - Das "Scream"-Trio
Die bekanntesten Darsteller der "Scream"-Filme sind glücklicherweise auch im vierten Teil wieder mit von der Partie. Neve Campbell spielt erneut Sidney Prescott, die inzwischen Buchautorin ist und auf Lesereise zurück im heimischen Woodsboro. Campbell konnte sich nie von ihrer Rolle in der "Scream"-Reihe lösen, auch wenn sie allerhand interessante Charaktere verkörperte. So spielte sie beispielsweise die Prinzessin Elizabeth in "Churchill: The Hollywood Years" (2004), Miss Poppy in der abgedrehten Musical-Komödie "Kifferwahn" (2005), an der Seite von Mike Myers in "Studio 54" (1998) und in heißen Liebesspielen mit Denise Richards und Matt Dillon in "Wild Things" (1998). Mit ihrem aktuellsten Auftritt war die ehemalige "Party of Five"-Seriendarstellerin in allen vier "Scream"-Teilen vertreten. Ebenso ergeht es Courteney Cox, die erneut als Journalistin auf den Plan tritt und alles tut, um eine heiße Story an Land zu ziehen. Die frühere "Friends"-Ikone schaffte nach den ersten drei "Scream"-Filmen einen neuen Karriere-Höhepunkt mit ihrer TV-Serie "Cougar Town", die ihr im Jahr 2010 sogar eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte. Zu guter Letzt war auch Cox´ Ex-Ehemann David Arquette bei allen vier "Scream"-Teilen dabei. Als Deputy, inzwischen Sheriff Dewey Riley ist er stets verplant, aber immer hilfsbereit und zuvorkommend. Ähnlich wie Neve Campbell konnte sich auch Arquette nie von der "Scream"-Reihe lösen und hatte seine noch bekanntesten Rollen in den Filmen "President Evil" (2006), "Ravenous" (1999), "Arac Attack" (2002) und "Crime is King" (2001).
Hayden Panettiere, Anna Paquin und mehr Schönheiten in "Scream 4"
Für "Scream 4" setzte man die bisher größte Besetzungsliste der Reihe auf. Ständig tauchen irgendwelche Teens und Twens auf, die reihenweise von Ghostface umgenietet werden. Mit dabei sind unter anderem die Mädels Hayden Panettiere ("Heroes"), Anna Paquin (Sookie aus "True Blood"), Kristen Bell (TV-Serie "Veronica Mars"), Alison Brie (TV-Serie "Community"), Emma Roberts ("Nancy Drew", "Aquamarin") und Marielle Jaffe ("Percy Jackson"). Für die weiblichen Zuschauer gibt es da schon deutlich weniger zu sehen: Rory Culkin, Jüngster der sieben Culkin-Kinder um Macaulay ("Kevin - Allein zu Haus") und Kieran ("Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt") ist dabei, ebenso Erik Knudsen ("Jericho - Der Anschlag"), Adam Brody ("O.C., California") und Nico Tortorella ("The Beautiful Life") - das war´s aber schon an jungen Kerlen auf der Leinwand.
Fazit zur Kritik - Teenie-Horror "Scream 4" von Wes Craven
Mit einer FSK-Freigabe ab 16 Jahre noch recht moderat ausgefallen, kann man sich hinsichtlich der Spannung über "Scream 4" dennoch absolut nicht beschweren. Besonders "Scream"-Fans kommen auf ihre Kosten, wenn der vierte Teil allerhand Referenzen an die Vorgänger sowie an weitere Horror-Klassiker aufbringt. Die notwendige Selbstironie, die bekannten und beliebten drei Hauptdarsteller sowie allerhand hübsche, junge Frauen machen den Film sehr unterhaltsam und sehenswert - so vorhersehbar er an vielen Stellen auch sein mag.
Quellen
