Als Faustregel gilt, dass jede Seite eines Skripts eine Minute des Films entspricht. Diese Erkenntnis stammt aus den ersten Drehbüchern, die noch mit der Schreibmaschine verfasst wurden. 12-Punkt Courier war folglich eine gängige Schriftart und hat sich bis heute durchgesetzt, weshalb sie beim Schreiben eines Screenplays auch immer angewendet werden muss. Branchenkenner beachten nur solche Skripte, da andere Schriftarten die spätere Filmlänge verfälschen können und zudem als unprofessionell bewertet werden – sie landen bei Lektoren ungelesen im Papierkorb.
Auch das Format der Textelemente eines Drehbuchs unterliegen Richtlinien
Die wichtigsten Textelemente in einem Screenplay sind neben bestimmten Übergängen die Szeneüberschrift, die Aktionen, die Charaktere sowie der Dialog. Jedes dieser Elemente besitzt laut traditionellen Drehbuchkonventionen eigenständige Groß- und Kleinschreibungen, Abstände, Einzüge wie auch Ausrichtungen. Und hier kommt die Drehbuchsoftware ins Spiel, denn sie besitzt Voreinstellungen, die jene vorgeschriebenen Maßgaben erfüllen. Das nennt man oft auch Stylesheet oder Formatvorlage.
Intelligente Textverarbeitung erkennt das Vorhaben des Drehbuchautors
Im Falle der Drehbuchsoftware bedeutet das, dass der Autor gezwungen wird, zuerst die Szeneüberschrift zu setzen. Sobald er die Eingabetaste drückt, springt der Cursor sofort in den Informationstyp Aktionsanweisung – und das bei dem Zeilenabstand, der laut Richtlinie vorgeschrieben ist. Da Szenebeschreibungen hin und wieder etwas länger gestaltet sind, empfiehlt sich das Verfassen in Absätzen, sodass ein Drücken der Eingabetaste erforderlich wird. Sofort erscheint ein Menü, in welchem der Drehbuchautor eines der möglichen Elemente auswählen kann. Aufgrund eines angestrebten Absatzes wird also erneut Aktionsanweisung gewählt.
Ist die Aktion komplett, wird mit dem Aktivieren der Eingabetaste automatisch wieder das Menü aufgerufen, während dann der Informationstyp Charakter anvisiert wird. Folglich gibt man den Namen der jeweiligen Figur ein, was voreingestellt in Großbuchstaben erfolgt. Nachdem Enter gedrückt wurde, springt der Cursor in den Dialogmodus.
Wichtige Eingaben speichert das Drehbuchprogramm
Oft erfolgen Szenen in bereits vorhanden Räumlichkeiten, weshalb die spezielle Textverarbeitung den Drehbuchautoren die Möglichkeit bietet, aus einem Pool entsprechende Szeneüberschriften oder Charaktere auszuwählen, die zuvor schon einmal aufgetaucht sind. So erspart man sich direkte Eingaben, was sich als zeitsparend erweist.
Speichern unter verschiedenen Dateinamen
Vielfältig sind auch die Speichermöglichkeiten von Drehbuchprogrammen. Neben dem Sichern der Texte im Dateiformat des jeweiligen Softwareherstellers können sie häufig auch als HTML-Dokument, Nur-Text (.txt), pdf-Datei und im Rich Text Format (.rtf) und vielen weiteren abgespeichert werden.
Arbeitserleichterung durch Drehbuchsoftware
Dank der Formatvorlage einer Drehbuchsoftware braucht der Autor sich nur um seine hauptsächliche Arbeit kümmern und muss nicht auf Vorgaben achten, was eine enorme Erleichterung bedeutet.
Formatvorlagen für Skripte, die für Theaterstücke oder Hörspiele geeignet sind, stehen meist ebenso zur Auswahl, weshalb eine Drehbuchsoftware ein nahezu unverzichtbares Gut für die relevanten Autoren darstellt. Selbstverständlich ist solch ein Programm auch als klassische Textverarbeitung nutzbar.
Drehbuchsoftware
- Final Draft
- Script Thing
- Screenwriter 2000
- Scriptware
