
- Scrivener Corkboard - Literatureandlatte.com
Fast jeder, der regelmäßig längere Texte am Computer schreibt, hat sich schon mal mit Microsoft Word oder verwandten Programmen abgequält. Man verliert sich in Seitenformaten, Stilen und Abschnitten und kommt über der Fülle an Funktionen nicht mehr zur eigentlichen kreativen Arbeit des Autors, nämlich zum Schreiben.
Autoren wollen Texte entwerfen, anstatt sie zu verarbeiten
Warum ist das so? Word und Co sind Textverarbeitungsprogramme, deren eigentliche Aufgabe im Erstellen optisch ansprechender Texte besteht. Die wichtigste Aufgabe des Autors ist aber, einen inhaltlich ansprechenden Text zu erstellen. Für diese Tätigkeit findet er in den gängigen Textverarbeitungsprogrammen wenig Unterstützung.
Mehrere Entwickler haben die Problematik inzwischen erkannt – einige von ihnen selbst Schriftsteller – und entwickelten Software, die nicht primär Texte verarbeitet, sondern optimale Hilfestellung beim Schreiben von Texten bietet.
Ein besonders herausragendes Programm dieser Sparte ist die ausschließlich für Apples Betriebssystem OS X entwickelte Software SCRIVENER aus dem Hause LiteratureandLatte.
Der Aufbau von Scrivener
Auf den ersten Blick ist bietet die Software dem Benutzer ein ungewohntes Bild. Das Arbeitsfenster von Scrivener ist dreigeteilt. In der linken Spalte des Fensters findet sich der Binder. Dort werden alle Dokumente eines Schreibprojekts gesammelt. Scrivener arbeitet also nicht text-, sondern projektorientiert. Dies allein stellt schon einen immensen Vorteil gegenüber herkömmlicher Textverarbeitungssoftware dar. Alle Dokumente, alle Notizen, Bilder, Entwürfe, Links und jedwedes Recherchematerial kann so im dazugehörigen Projekt gespeichert und benutzt werden. Der Binder selbst gliedert sich wieder in drei Bereiche, einen für den Text an sich, einen für das Recherchematerial und einen Trash zum Entsorgen (und zur Not wieder Herausholen) von nicht mehr gebrauchten Dokumenten.
Der zweite und größte Bereich ist der Textbereich in der Mitte des Fensters. Hier wird der Text geschrieben, es können rudimentäre Funktionen wie Schriftart, Tabs, Einzüge etc. eingestellt werden. Dieser Schreibbereich lässt sich splitten, so dass zwei Dokumente gleichzeitig oder zwei Bereiche eines Dokuments darstellbar sind. Ganz rechts befindet sich der Inspector. Dort besteht die immens praktische Möglichkeit sich eine Synopsis seines jeweiligen Dokuments anzulegen, die als Gliederung oder Kapitelzusammenfassung von grossem Nutzen ist. Weiter gibt es die Möglichkeit Notizen anzulegen, auf externes Material zu verlinken (egal ob im Web oder auf der Festplatte), sowie Labels und Statusmarkierungen wie Entwurf, Endfassung oder Ähnliches zu erstellen.
Auf die Arbeitsweise von Autoren zugeschnitten
Anfangs ist Scrivener sicher gewöhnungsbedürftig in der Anwendung, erschwert auch durch die fehlende deutsche Dokumentation. Wenn man sich aber mithilfe des Tutorials und der Videos auf der Herstellerseite eingearbeitet hat, wird man nie wieder ein anderes Programm zum Schreiben benutzen wollen. Scrivener ersetzt dem Autor den Zettelkasten, die Datenbank zum Recherchen Sammeln, die Gliederungssoftware etc.
Scrivener bietet Funktionen, die sich in dieser Form nirgends finden und erhebliche Zeitersparnis und Erleichterung bieten. Als wichtigstes Feature sei die Möglichkeit genannt, seine Textzusammenfassungen in einer Karteikartenansicht darzustellen. Dies ermöglicht einen praktischen Überblick über alle Dokumente im jeweiligen Projekt, die sich so beliebig neu sortieren lassen.
Unschlagbare Funktionalität zum günstigen Preis
Scrivener gibt es nur für Apples OS X, es ist ein schlankes, sehr stabiles, schnelles Programm. Auch bei sehr großen Projekten arbeitet es zuverlässig und flott. Scrivener kostet EUR 29,– und bietet alles, was ein Autor zum kreativen Schreiben benötigt.
Die Software kann über LiteratureandLatte.com bezogen und 30 Tage lang kostenlos getestet werden.
Selbstverständlich bietet das Programm auch umfangreiche Exportmöglichkeiten, um den Text nach Fertigstellung in Textverarbeitungssoftware wie Word, Pages etc. grafisch weiter zu bearbeiten und zu vervollständigen.
