«Sechseläuten» in Zürich

Sechseläuten Zürich 2011, Sujet - Zentralkomitee der Zünfte Zürichs
Sechseläuten Zürich 2011, Sujet - Zentralkomitee der Zünfte Zürichs
Nächsten Monat - am 11. April 2011 genau gesagt - verabschiedet sich Zürich vom Winter. Grund genug für ein grosses Freudenfest.

Auch dieses Jahr wird das «Sechseläuten» in Zürich die Gäste wieder in Massen anlocken, und zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer in der ganzen Schweiz werden auch heuer am «Sechseläuten-Montag» im Fernsehen wieder die Parade der Zünfte mitverfolgen, wenn diese über die Bahnhofstrasse und den Limmatquai zum «Sechseläutenplatz» zieht, wo pünktlich um 18.00 Uhr die Verbrennung des «Bööggs» stattfinden wird.

Eindrucksvoll verkleidete, vermummte Gestalt

An die 80 Kilogramm wiegt der «Böögg», die «verkleidete, vermummte Gestalt», der in der Figur eines Schneemannes, auf einem rund zehn Meter hohen Holzhaufen mit einem Durchmesser von rund sieben Metern platziert ist. Rund 3,40 Meter gross ist «der imposante weisse Mann» und hat einen Körperumfang von ungefähr 2,80 Metern sowie eine Armlänge und einen Kopfumfang von fast 2 Metern. Zahlreiche in seinem Körper versteckte Knallkörper machen ihn sehr explosiv.

Vom Zeitraum aus, der vom Anzünden des Feuers bis zur Detonation des «Bööggenkopfs» vergeht, wird auf den Beginn des kommenden Sommers geschlossen. Verliert der «Böögg» den Kopf schnell, ist der Winter bald vorbei. Und dementsprechend länger und sonniger soll dann auch der Sommer sein.

Während der Verbrennung reiten die Gruppen der «Gesellschaft zur Constaffel» und der Zünfte drei Mal um den «Böögg» und spielen den «Sechseläuten-Marsch» sowie den Marsch «Feurige Bohnen». Auch heute noch erinnern die zahlreichen, jeweils in farbenprächtigen Kostümen, Trachten und Uniformen gekleideten Zünftler, die über 350 Reiter und die rund 50 von Pferden gezogenen Wagen sowie die vielen Musikformationen daran, dass das «Sechseläuten» einst das Fest der Zünfte war.

Auch die Kinder kommen auf ihre Kosten

Ein Erlebnis ganz spezieller Art – sowohl für die am Anlass Mitwirkenden wie auch für die Zuschauer – ist jeweils der am Sonntagnachmittag des «Sechseläuten-Wochenendes» stattfindende Kinderumzug für Buben und Mädchen im Alter von 5 bis 15 Jahren. Ungefähr 2.000 bis 2.500 in wunderschönen Trachten und farbenfrohen Kostümen gekleidete Kinder nehmen jährlich an diesem Umzug teil. Sie werden dabei von mehreren Hunderten Jungmusikanten aus der Region Zürich begleitet. Während des ganzen Umzuges sowie beim anschliessenden Zvieri werden die Mädchen und Knaben von dunkel gekleideten jungen Frauen und Männern aus Zunft-Familien, sogenannten «Chäfern», betreut.

Einen anderen Kanton zu Gast – eine Tradition seit der 700-Jahrfeier

Seit 1991, als die 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft stattfand, lädt der Veranstalter des «Sechseläutens», das «Zentralkomitee der Zünfte Zürichs» jedes Jahr einen Kanton als Gast an dieses Frühlingsfest ein. Heuer wird sich am «Sechseläuten-Wochenende» der Kanton Basel-Landschaft präsentieren. Der Gast-Kanton wird die Festbesucher mit einer Ausstellung sowie einem farbenreichen Unterhaltungsprogramm und kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen. Danach wird der er mit einer eigenen Vertretung und kantons-charakteristischen Themen ebenfalls am Kinderumzug und am «Zug der Zünfte zum Feuer» teilnehmen.

Quelle: Sechseläuten mit Einwilligung des «Zentralkomitees der Zünfte Zürichs»

Daniela Sattler, Daniela Sattler

Daniela Sattler - In Bearbeitung

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