
- Seerose im Gartenteich - Stephenson
Wer davon träumt, in einer Vollmondnacht mit dem Liebsten am eigenen Gartenteich zu sitzen und die wunderschönen Blüten seiner eigenen Seerosen zu betrachten, hat vorher einiges zu tun. Zunächst muss natürlich ein Teich her. Wer bescheidenere Ansprüche hat, kann eine einfache Plastikwanne oder eine antike Zinkwanne auf Balkon oder Terrasse stellen, mit Wasser füllen und bepflanzen. Seerosen gibt es nämlich auch als Zwergausgabe. Aber natürlich gibt es zu ihrer Unterbringung dekorative Varianten.
Ganz einfach einen eigenen Gartenteich anlegen - in der Zinkbadewanne, mit Bach, Fertigbecken, als Folienteich mit einem Rand aus Steinfolie
Einen Gartenteich anzulegen ist einfacher, als man denkt. Es kommt natürlich sehr auf das Ausmaß und die eigenen Ansprüche an. Im Grunde genü Bativ auf der Terrrasse sind alte Zinkbadewannen, in denen früher Groß und Klein Körperpflege betrieben. Wenn es etwas größer sein soll, geht es am einfachsten mit fertigen Becken aus dem Bau- oder Gartenmarkt. Die sind in verschiedenen Formen, Größen und Preisklassen erhältlich und gemeinhin aus schwarzem Kunststoff. Den soll man natürlich bald nicht mehr sehen, weil Wasser und Pflanzen das unromantische Ding verdecken sollen. Dekorative Kunst- oder Natursteine an den Rändern oder womöglich ein angeschlossener kleiner Bach, der das von einer Pumpe geförderte Wasser nach einer kurzen Plätschertour wieder dem Teich zuführt, tun ein Übriges, um das Kleinod Wassergarten zu vervollständigen. Wer will, kann besondere Steinfolien benutzen (etwa 5 kg Steine auf einen Quadratmeter Folie), um den Uferbereich schnell naturnah zu gestalten.
Große Gartenteiche als Schwimmteiche mit Holzsteg zum Baden und Schwimmen im eigenen Garten
Die Anlage größerer Gartenteiche kann ziemlich teuer werden. Allein das Ausheben der Vertiefung wird etliche Arbeitsstunden kosten. Mit Hilfe robuster Teichfolien, die es in verschiedenen Farben und Stärken gibt, lässt sich beinahe jede beliebige Form und Größe realisieren. Kokosmatten schützen die Folie und geben den Wurzeln der Wasserpflanzen Halt.
Ein besonderer Luxus ist ein Schwimmteich, in den man vorzugsweise über einen hölzernen Steg hineintaucht und in dem man genüsslich seine Runde drehen kann. Ein überaus gesundes Vergnügen für Körper, Geist und Seele.
Wer reichlich Platz hat, kann mitten in seinem Teich sogar eine kleine Insel anlegen, die er über eine Holzbrücke (als Bausatz im Gartenmarkt erhältlich) betreten kann. Dort zu zweit oder auch mit Kindern sitzen zu können, die Flora und Fauna beobachten wollen, ist eine größere Investition durchaus wert.
Die Bepflanzung von Gartenteichen mit Pflanzkörben, Teicherde und Wasserpflanzen
Wenn der Teich soweit fertig ist, kommt der schönste Teil der Arbeit: die Bepflanzung. Es gibt eine riesige Auswahl an Wasserpflanzen, die in speziellen mit Teicherde befüllten Pflanzkörben ins Wasser gesetzt werden. Dabei ist auf den richtigen Standort unbedingt zu achten, denn die Pflanzen haben verschiedene Pflanztiefen, die sie zu einer gesunden Entwicklung benötigen. Manche sind mit feuchten Füßen zufrieden, andere brauchen eher ein Vollbad.
Mit bepflanzten Böschungsaschen und Wasserpflanzen wie Sumpfdotterblume, Wasserhyazinthe und Wollgras den Teichrand, Flachwasser und Feuchtbereich gestalten
Etwa ein Drittel der Wasseroberfläche sollte mit Pflanzen bedeckt sein. Mit speziellen Böschungstaschen lassen sich entsprechend geneigte Uferbereiche bepflanzen. Wasserpflanzen sind nicht nur wichtig für die Optik, sie sorgen auch für das biologische Gleichgewicht des Teichwassers. Im Feuchtbereich (0 - 5 cm) fühlen sich zum Beispiel Wasserhyazinthen, Gauklerblume und Froschbiss wohl. In die Sumpfzone (5 - 20 cm) gehören Wollgras, Zwergbinse und Sumpfdotterblume. Als Flachwasser zählt die Zone zwischen 20 und 60 cm. Hier wachsen Igelkolben, Schwanenblume, Froschlöffel und der Kleine Rohrkolben. Im Tiefwasser (60 - 150 cm) schließlich haben Seekanne und Seerose ihr Zuhause.
Frostharte Seerose als Königin der Teichpflanzen im Gartenteich ansiedeln
Schon die alten Ägypter sollen sich am Anblick der Seerosen erfreut haben. Heute steht sie uns in einer großen Artenvielfalt auch für den heimischen Gartenteich zur Verfügung. Alle Seerosen sind Starkzehrer, benötigen also eine gehaltvolle Teicherde. Zu unterscheiden ist zwischen frostharten und frostempfindlichen (tropischen) Sorten. Die frostharten Seerosen können an Ort und Stelle verbleiben, die frostempfindlichen müssen den Winter über aus dem Wasser genommen werden.
Gute Planung ist wichtig, denn einige Seerosenarten wuchern stark und können mit ihren großen Blättern kleineren Unterwasserpflanzen das Licht rauben. Es ist davon abzuraten, Seerosen in freier Natur einfach mitzunehmen, um sie im eigenen Teich anzusiedeln. Zum einen stehen viele Sorten unter Naturschutz, zum anderen könnten Krankheitserreger ungewollt mit importiert werden.
Seerosen gibt es in bezaubernd vielfältigen Farben, Größen und Formen. Wer ihre Blütenpracht tatsächlich im Licht des Vollmondes bewundern möchte, sollte daran denken, dass verschiedene Arten auch zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Manche öffnen sich nur zur Mittagszeit oder in voller Sonne, andere blühen auch bei Regen und bis in den späten Abend hinein.
